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Klub trägt den Namen eines Selfmade-Millionärs

Erst in der vergangenen Saison aus der Oberliga Baden-Württemberg aufgestiegen, lief bis jetzt vieles rund beim FC Astoria Walldorf. Nach dem 0:2 am vergangenen Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern II belegt das Team von Trainer Markus Born den sechsten Platz.

Auch im Duell mit der Bundesliga-U23 vom Betzenberg enttäuschte die Astoria keinesfalls, wie Coach Born hinterher betonte: „Es war ein gutes Regionalliga-Spiel in dem sich beide Mannschaften weitestgehend neutralisiert haben. Wir hatten zwei gute Torchancen und haben diese leider nicht genutzt.“ Der bisherige “Co” hat das Traineramt beim FCA zum 1. Juli von Aufstiegs- und Erfolgscoach Guido Strreichsbier übernommen. Dieser ist inzwischen für die U18-Nationalmannschaft des DFB zuständig.

Was den bisherigen Saisonverlauf und insbesondere die Hinrunde angeht, wird der Walldorfer Übungsleiter wie folgt im „Kicker-Sportmagazin“ zitiert: „Es waren einige Höhepunkte in der Vorrunde dabei.“ Dabei hebt der 42-Jährige vor allem den 2:1-Heimsieg gegen die SV Elversberg hervor: „Das war ganz wichtig, zumal wir danach eine englische Woche mit neun Punkten abschließen konnten.“ Vor diesem Duell hatte der Liganeuling seine schwächste Phase mit einem Punkt aus vier Spielen. Da die Astorstädter jedoch ausschließlich aus Feierabend-Fußballern bestehen, war die erste Halbserie durchweg als erfolgreich zu bezeichnen. 27 Zähler hatte man bereits nach 17 Spielen auf dem Konto. Danach wurde noch beim 1:1 in Koblenz und beim 1:0 im Derby gegen den SV Waldhof Mannheim gepunktet.

Bekannteste Gesichter im Team des Neulings sind Kapitän Stephan Sieger (105 Zweit- und 104 Drittligaspiele), Abwehrspieler Mario Göttlicher und der mit 14 Treffern beste Torschütze der Vorsaison, Timo Kern. Ende Oktober kam der vereinslose Steffen Haas dazu, der sich vom Profitum verabschiedet und ein duales Studium begonnen hat. Der Mittelfeldmann spielte unter anderem in der Zweiten Bundesliga beim Karlsruher SC (43 Spiele/2 Tore) und der TSG Hoffenheim (9/0). Zudem war er in der Dritten Liga bei den Kickers Offenbach (94/12) und dem SV Wehen Wiesbaden (12/0) aktiv.

Dietmar Hopp ist derweil (natürlich) auch beim FC Astoria präsent, schließlich ist Walldorf,  das ein gewisser Johann Jakob Astor einst Ende des 18. Jahrhunderts verließ, um in Amerika zum weltbekannten Selfmade-Millionär zu avancieren, Sitz der SAP-Firmenzentrale.

Geld im Überfluss gibt es aber beim FC Astoria nicht. Vielmehr lockt man Spieler mit einer sehr guten Infrastruktur:  Das Trainingsgelände des Klubs erfüllt gar die Ansprüche einer Nationalmannschaft, wie der von Costa Rica bei der Weltmeisterschaft 2006 und der von Honduras bei einem Trainingslager vor der WM 2010. Das Astoria-Stadion fasst 4.000 Zuschauer und auch die Jugendarbeit des Vereins weiß zu überzeugen – auch wenn die A-Jugend gerade aus der Bundesliga abstieg.

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