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Jens Kiefer: „Wir funktionieren als Team“

Nach zuvor sieben ungeschlagenen Spielen musste der FC 08 Homburg zuletzt kleinere Brötchen backen: Im Derby beim 1. FC Saarbrücken gab es eine verdiente 0:1-Niederlage, zuletzt verlor das Team von Trainer Jens Kiefer mit 2:3 im heimischen Waldstadion gegen den 1. FC Kaiserslautern II.

Kiefer, der nach einem zweimonatigen Kurzgastspiel beim SV Eintracht Trier 05 (März bis Mai diesen Jahres) von seinem früheren Klub aus der Saarpfalz für einen höheren fünfstelligen Betrag aus dem Vertrag heraus gekauft worden war, blickte unlängst auf die ersten Monate beim FCH zurück. „Positiv ist auf jeden Fall, dass wir als Team funktionieren. Dies gilt nicht nur nach Siegen, sondern auch nach Misserfolgen. Eine stetige Weiterentwicklung im spielerischen und taktischen Bereich ist festzuhalten. Unsere Stärke ist die Teamgeschlossenheit. Unsere Defensivarbeit funktioniert immer besser. Verbesserungspotential gibt es auf jeden Fall beim bedingungslosen Angriff bei meiner Mannschaft. Sie kann noch nicht den Gegner so stark unter Druck setzen, um nicht zu anfällig für Konter zu sein. Darüber hinaus gilt es weiter an unsere Torchancenverwertung zu arbeiten.“ Gegenüber www.fc08homburg.de äußerte er sich auch zu den Erwartungshaltungen: „Man muss bedenken, dass wir ein komplett neues Team aufgebaut haben.  Sicherlich wäre der eine oder andere Punkt schon noch mehr möglich gewesen.(…)“

Aktuell sind die Grün-Weißen Tabellenneunter. Mit diesen Sphären wird man sich zumindest mittelfristig beim Ex-Bundesligisten bestimmt nicht zufrieden geben.  Dass mit dem FC 08 Homburg in der Zukunft mehr denn je zu rechnen ist, lässt sich besonders auf das großzügige, sicher im hohen sechsstelligen Bereich anzusiedelnde Sponsoring des in Homburg ansässigen Unternehmens Dr. Theiss Naturwaren („Allgäuer Latschenkiefer“) zurück führen.

Mit Jens Kiefer plant der Klub dauerhaft. Der heute 40-Jährige war es auch, der die Grün-Weißen 2010 zurück in die Regionalliga führte, dann aber nach Elversberg wechselte. Nachdem er zunächst die zweite Mannschaft der Sportvereinigung gecoacht hatte, übernahm er später die erste Mannschaft. Mit dieser feierte er 2013 den Aufstieg in die Dritte Liga – auch und vor allem, um sich auf seinen Fußballlehrer-Lehrgang zu konzentrieren. Gegenüber dem Magazin „Forum“ sagte er hierzu unlängst: „In der Situation waren nicht alle dort überzeugt, dass ich das mit der Doppelbelastung schaffe. Und wenn du das merkst, ist es das Beste, wenn  du gehst. Du musst das durchziehen, wofür du als Trainer stehst. Aber ich überzeugt, dass ich nicht abgestiegen wäre…“

Kiefer, der nach seinem Trierer Intermezzo den bisherigen Eintrachtler Steven Kröner mit  ins Saarland holte, war einst aktiv in der Ober- bzw. der Regionalliga für Borussia Neunkirchen, den FK 03 Pirmasens und die SV 07 Elversberg. Ehe er nach Homburg wechselte, verdiente er sich seine ersten Trainersporen beim 1. FC Saarbrücken. Ab 2004 trainierte er hier die U17 (stieg mit ihr in die Junioren-Bundesliga auf) und die U19. Er gilt als Entdecker des aktuellen Gladbacher Bundesligaspielers Patrick Herrmann.

 

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