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Endstation Salmtalstadion

Die Mission Titelverteidigung ist vorzeitig für den SV Eintracht Trier 05 beendet: Im Drittrundenspiel um den Bitburger-Rheinlandpokal unterlag das Team mit der Porta auf der Brust am Samstag Nachmittag beim klassentieferen Oberligisten FSV Salmrohr mit 1:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung.

Vor 1800 Zuschauern im Salmtalstadion hatte der aufgerückte Innenverteidiger Torge Hollmann den Regionalligisten in der 40. Minute nach einer Freistoßvorlage von Christoph Buchner per Kopf in Führung gebracht. Bis dahin war es ein relativ ausgeglichenes Match, in dem sich keines der beiden Teams größere Vorteile erarbeiten konnte, die Gäste aber etwas abgeklärter wirkten.  Für Aufregung vor den Toren sorgten nur der 30-Meter-Freistoßhammer von Milorad Pekovic, den FSV-Keeper Daniel Ternes gerade noch an den Pfosten lenken konnte (14.) und auf der Gegenseite ein gelungener Angriff über Julian Bidon. Nach Vorlage von außen verzog Daniel Petersch aber den Schuss (29.).

„In der Halbzeit haben wir verdient geführt“, meinte SVE-Cheftrainer Peter Rubeck hinterher. Sein Pendant beim FSV, der langjährige Eintracht-Coach Paul Linz, monierte zunächst zu viel Angst im Spiel seiner Schützlinge: „In der Kabine haben die Jungs mal den anderen Paul Linz kennen gelernt. Da hatten einige die Hosen wohl voll…“

Schon früh hatte Rubeck in der ersten Halbzeit wechseln müssen: Nach rüder Attacke von Matondo Makiadi zog sich Ugur Dündar eine rund zehn Zentimeter lange Risswunde am Kopf zu, die später mit 25 Stichen (!) im Krankenhaus genäht werden müssen. „Das Einsteigen war sehr grenzwertig“, sagte der Trierer Trainer dazu später in der Pressekonferenz. Demgegenüber konnte Michael Dingels Mitte der zweiten Halbzeit nach monatelanger Verletzungspause sein Comeback feiern.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verpasste die Eintracht gleich drei Mal, das zweite Tor nachzulegen. In der 51. Minute köpfte Pekovic knapp vorbei, eine Minute später kam Ugur Albayrak nach Kopfballvorlage seines Sturmpartners Rudy Carlier einen Schritt zu spät, dann scheiterte Carlier im Eins-gegen-Eins an Keeper Ternes (54.).

Salmrohr setzte mit zunehmender Spieldauer noch einmal alles auf eine Karte, hatte aber zunächst bis auf den Drehschuss des eingewechselten Fabian Helbig (65., zischte knapp vorbei)  lange Zeit keine richtige Torgelegenheit. Dem SVE boten sich viel versprechende Kontersituationen, die aber allesamt zum Teil kläglich vergeben wurden.

In der 83. Minute kam es, wie es aus SVE-Sicht kommen musste…: Timo Heinz fasste sich aus 35 Metern ein Herz – und überwand Chris Keilmann mit seinem unhaltbaren Kracher zum 1:1.

Kurz vor und in der Verlängerung leistete sich die Eintracht den Luxus, beste Chancen ungenutzt zu lassen. In Minute 89 verstolperte Albayrak so aus zwei Metern.

Frischer Wind kam durch die Hereinnahme des Noch-A-Jugendlichen Luca Sasso-Sant ins Angriffsspiel der Blau-Schwarz-Weißen. Nach klasse Zuspiel von Boris Becker konnte Lars Schäfer in der 91. Minute seinen Torabschluss im letzten Moment abwehren. Später erkämpfte sich Sasso-Sant im Strafraum die Kugel, scheitere an Ternes. Den abprallenden Ball setzte Pekovic dann ans Lattenkreuz (103.)!

Eine Standardsituation bereitete der Eintracht dann den Garaus: Nach Eckball von Tobias Bauer köpfte Lars Schäfer am kurzen Pfosten zum 2:1 für die hinterher stürmisch gefeierten Salmrohrer ein (111.)…

„Wir haben die Konter nicht gut ausgespielt und so die Vorentscheidung verpasst“, kritisierte Peter Rubeck in seiner Analyse. „Für die Fans und den Verein tut mir das Ausscheiden sehr leid“, meinte er weiter, betonte aber auch: „Ich kann nicht sagen, dass die Mannschaft das Spiel nicht angenommen hat.“

Paul Linz bilanzierte: „Erst nach der Pause haben meine Jungs ihr Herz in die Hand genommen. Natürlich war auch etwas Glück dabei. Unterm Strich sind wir sehr, sehr froh, gewonnen zu haben.“

Spiel-Statistik:

FSV Salmrohr: Ternes – Petersch, Schäfer, Meschak, Braun – Bidon, Bartsch (79. Bauer), Heinz, Hartmann – Ting (46.  Helbig), Makiadi (46. Couto Pinto)

Eintracht Trier: Keilmann – Koch, Hollmann, Buchner, Zittlau – Thelen (68.  Dingels), Dündar (5. Becker), Pekovic, Anton – Carlier, Albayrak (89. Sasso-Sant)

Tore: 0:1 Hollmann (40.), 1:1 Heinz (83.), 2:1 Schäfer (111.)

Schiedsrichter: Manuel Biesemann (Wadern-Wadrill)

Zuschauer: 1800

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