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Leiendecker leitet Kantersieg gegen Pirmasens ein

SVE vs. FKP: Diese Begegnungen gab es in den fünfziger und sechziger Jahren in der damals noch erstklassigen Oberliga Südwest, später in der zweitklassigen Regionalliga, dann in der Zweiten Bundesliga Süd. In den achtziger Jahren folgten etliche Vergleiche in der Oberliga Südwest, später wieder in der Regionalliga. Zuletzt standen sich Teams beider Klubs in der gemeinsamen Oberliga-Saison 2007/08 gegenüber; beim 0:0 in Trier und dem 1:1 in Pirmasens wurde jeweils remisiert.

Einen Kantersieg über den FKP feierte das Team mit der Porta auf der Brust am 21. Oktober 1977 in der Zweiten Bundesliga Süd: Mit 5:0 gewann der SVE das damalige Kellerduell gegen das abgeschlagene Schlusslicht und schaffte so den Anschluss ans untere Mittelfeld der Tabelle, in dem sich übrigens unter anderem auch das Team des heutigen Bundesligisten FC Augsburg, der FSV Frankfurt und der Freiburger FC befanden.

„5:0-Sieg gegen Pirmasens war für Trier Gold wert“, titelte der Trierische Volksfreund in seiner Montagsausgabe vom 24. Oktober ´77. Weiter stand damals im „TV“: „Die Anspannung, die vor diesem als Schlüsselspiel apostrophierten Treffen gegen die Pfälzer auf allen gelastet hatte, war sichtlich verflogen (…)“

Die Eintracht erwischte vor 3500 Zuschauern im Moselstadion einen Auftakt nach Maß: Gästetorhüter Paul Hornung konnte in der ersten Minute einen Schuss von Heinz Histing zunächst noch abwehren, im Nachsetzen war dann aber Goalgetter Lothar Leiendecker zur Stelle und markierte das 1:0.

Pirmasens zeigte sich vom frühen Rückstand wenig beeindruckt, spielte gefällig. Wirklich zwingend waren die Aktionen des FKP aber nicht.

Kurz vor und nach der Pause stellte der SVE dann die Weichen entscheidend auf Sieg: Leiendecker (40.) und Franz Michelberger (46.) zeichneten für die beiden nächsten Treffer verantwortlich. Als Wolfgang Schlief nach knapp einer Stunde auf 4:0 erhöht hatte (59.), war es vollends um die Gäste geschehen. Den Schlusspunkt setzte Erwin Zimmer mit dem 5:0 (77.).

In der 81. Minute vergab „Die Klub“ die Chance zur Ergebniskosmetik: Manfred Cremer scheiterte mit einem von Erwin Hermandung an Hans-Dieter Braun verursachten Foulelfmeter an SVE-Keeper Michael Hümmer und köpfte auch noch den Abklatscher freistehend übers Tor.

De Pirmasenser Trainer Horst Brill äußerte nach der Partie die Hoffnung, dass der lange verletzte Regisseur Dieter Weinkauff möglichst schnell wieder an sein altes Leistungsvermögen anknüpfen könne. Sein Trierer Pendant Hans-Dieter Roos war zufrieden, kritisierte aber auch (noch): „Was mich allerdings noch nachdenklich stimmt, ist die Tatsache, dass unsere Mannschaft nach dem 4:0 immer noch eine gewisse Hektik ins Spiel gebracht hat“.

Trotz schwachem Start in die Saison belegte die Eintracht unterm Strich immerhin noch den zwölften Platz. Die große Zeit des FK 03 Pirmasens war indes mit der Saison 1977/78 auf viele Jahre hinweg vorbei: Nach nur einem Sieg, vier Remis und 33 Niederlagen verabschiedete sich der Klub vom Horeb bei einem Torverhältnis von 25:120 sang- und klanglos in die gerade neu gegründete Oberliga Südwest.

Aufstellungen:

SVE: Hümmer – Fink, Andresen, Veit, Brinsa (69. Zimmer), Hermandung, Histing, Michelberger, Leiendecker, Bauerkämper, Müllner (56. Schlief).

FKP: Hornung – Klein, Faul, Cremer, Schuster, Bißport, Finkler, Krstic (70. Weber), Rudloff, Weinkauff (60. Braun), Backes.

 

 

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