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Starker Kampf bleibt unbelohnt

Trotz großem Kampf und einem lange Zeit völlig ausgeglichenen Spiel stand der SV Eintracht Trier 05 am Ende der Partie gegen Spitzenreiter Kickers Offenbach mit leeren Händen da: Durch einen Kopfballtreffer des Ex-Trierers Benjamin Pintol in der 73. Minute fuhr der OFC die volle Ernte vor 2393 Zuschauern im Moselstadion ein.


„Beide Mannschaften haben sich fußballerisch nichts geschenkt. Es hätte auch 0:0 ausgehen können“, gestand Rico Schmitt, der Coach der seit dem zweiten Spieltag ungeschlagenen Südhessen ein. „Keinen Vorwurf“ konnte und wollte sein Pendant auf SVE-Seite, Peter Rubeck, seiner Mannschaft machen: „Es war das dritte Spiel innerhalb von acht Tagen. Erschwerend kommt die nach den Verletzungen von Ajdin Zeric und Holger Lemke immer dünner werdende Personaldecke hinzu. Die Jungs haben alles gegeben. Für sie, den Verein und die Fans tut es mir leid, dass wir heute leer ausgegangen sind.“

Das Traditionsduell war von vielen Zweikämpfen geprägt. Die Kickers hatten zwar mehr Ballbesitz, der SVE hielt aber mit vollem Engagement und viel Leidenschaft dagegen.

In der dritten Minute die erste Chance: Sasha Korb hielt drauf, der abgeblockte Ball kam zu Christian Cappek, der rund einen Meter vorbei schoss. Drei Minuten später prüfte Christoph Anton nach einer gelungenen Kombination über Fabian Zittlau und Rudy Carlier den sicheren Offenbacher Schlussmann Daniel Endres per Außenrist. Chancen blieben Mangelware, beide Teams neutralisierten sich weitestgehend. In Minute 16 schoss Matthias Schwarz nach einer Ecke vorbei, in Minute 23 probierte es Ugur Albayrak mal aus der zweiten Reihe – das war es auch schon an gefährlichen Offensivaktionen in den ersten 45 Minuten.

Ein ähnliches Bild bot sich in der zweiten Hälfte. Eine hochkarätige Möglichkeit bot sich Giuliano Modica nach Freistoß-Hereingabe von Korb, Chris Keilmann parierte aus Kurzdistanz aber glänzend (64.). Wenig später versuchte es Christopher Spang vom Sechzehner, traf den Ball aber nicht richtig (68.). Augenblicke später tauchte Ugur Albayrak frei vor Endres auf, scheiterte aber am stark reagierenden Schlussmann.

Die rund 400 mitgereisten Gästefans durften dann in der 73. Minute jubeln. Schwarz hatte schön von der Torauslinie zurück geflankt auf Pintol, der mit voller Wucht ins Tor köpfte.

Nach einem Zwist zwischen Torge Hollmann und Klaus Gjasula – der Offenbacher hatte dem Eintracht-Verteidiger einen Kopfstoß versetzt – gab es für beide Spieler gelb. SVE-Coach Rubeck wollte schlichten – und wurde dafür vom Unparteiischen Matthias Jöllenbeck, der die Szene ganz offenbar nicht richtig gesehen hatte, auf die Tribüne geschickt.

„Das Spiel heute ist nicht das Problem. Wir haben in anderen Partien Punkte verschenkt. Jetzt haben wir endlich mal eine Woche Zeit, kontinuierlich im Training zu arbeiten – und fahren dann hoffentlich gut vorbereit nach Kassel“, blickte Rubeck bereits kurz nach dem Abpfiff wieder nach vorne.

Statistik

Eintracht Trier: Keilmann – Thelen (86. Pozder), Hollmann, Buchner, Zittlau – Garnier, Pekovic, Spang, Anton (75. Sautner) – Carlier (81. Püttmann), Albayrak

OFC: Endres – Korb, Modica, Schulte, Theodosiadis – Gjasula – Bäcker (66. Pintol), Schwarz (88. Vetter), Biggel (66. Mangafic), Cappek – Müller

Tor: 0:1 Pintol (73.)

Schiedsrichter: Jöllenbeck (Freiburg)

Zuschauer: 2393

 

 

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