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Nach Sieg auf der Lay jetzt Klassiker gegen Salmrohr vor Augen

Der SV Mehring schnupperte an der Sensation, am Ende hat es für den wackeren Rheinlandligisten aber nicht gereicht: Obwohl das Team von Trainer Frank Meeth am Dienstag Abend im Zweitrundenspiel um den Bitburger-Rheinlandpokal die große Chance zur Führung hatte und später drauf und dran war, vor 352 zahlenden Zuschauern eine ganz enge Schlussphase einzuläuten, stand unterm Strich eine 0:2-Niederlage gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Regionalligisten SV Eintracht Trier 05, der nun in der nächsten Runde beim alten Rivalen FSV Salmrohr antritt (Spieltermin  noch offen).

Etwas angefressen saß Rudi Thömmes in der Pressekonferenz nach dem Duell der Eintracht an seiner früheren Wirkungsstätte auf der Mehringer Lay, wo er als etatmäßiger Co-Trainer des SVE in verantwortlicher Mission aktiv war, weil Cheftrainer Peter Rubeck wegen eines Grippevirus´ ans Bett gefesselt war. „Wir haben in der zweiten Hälfte 50 Prozent weniger gemacht und konnten uns bei unserem Torwart Chris Keilmann bedanken, dass es beim zu Null blieb…“

Zudem musste Thömmes eingestehen, dass „wir schwer ins Spiel gekommen sind“. Und dieser Trierer Stotterstart gegen forsch agierende Mehringer wäre sogar fast im 0:1-Rückstand gemündet: In der neunten Minute blockte Innenverteidiger Christoph Buchner den Ball nach einem Schuss von Max Meyer mit der Hand ab. Den von Schiedsrichter Arndt Collmann verhängten Strafstoß führte Markus Schottes aus – und er scheiterte an Keilmann, der für den an Adduktorenproblemen laborierenden Jerome Reisacher zwischen den Pfosten stand.  Außerdem fehlten beim SVE die ebenfalls wegen Blessuren passenden Milorad Pekovic und Holger Lemke. Bei Mehring musste Domenik Kohl passen, zudem ging Meliani Saim bereits zu Beginn der zweiten Hälfte angeschlagen vom Feld.

Nach dem gehaltenen Elfer begann die beste Trierer Phase in einer Partie, die von fast ständigen Regenfällen und einem rutschigen Kunstrasen äußerlich geprägt und beeinträchtigt war. Bereits in der 14. Minute das 0:1. Eine Linksflanke von Rudy Carlier blockte Mario Kön gerade noch ab, Christoph Anton setzte entschlossen nach und vollendete an Philipp Basquit vorbei in die Maschen.  Der SVE war weiter aggressiv und setzte nach. Das 0:2 in de 25. Minute entsprang einem Eckball von Erich Sautner, den  Ugur Albayrak mit seinem ersten Pflichtspieltor für die Eintracht am kurzen Pfosten verwertete.

Bis zur Pause tat sich nicht mehr viel, abgesehen von einem gefährlichen Kopfball von Marc Mees im Anschluss an einen Freistoß  (29.).

Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst so aus, als wolle die Eintracht schnell das 3:0 und damit die endgültige Entscheidung erzielen. Zwei Mal fand Carlier seinen Meister in Basquit (48., 60.).

Im Gefühl des vermeintlich sicheren Sieges ließ das Team mit der Porta auf der Brust aber anschließend immer mehr nach, Mehring boten sich einige Großchancen. So in der 71. Minute, als zunächst Meyer an Keilmann und später Matija Jankulica an einem Trierer Abwehrbein scheiterte. So in der 73. Minute: Nach Flanke von Johannes Diederich war Robin Koch einen Schritt schneller als Kevin Heinz. So in der 88. Minute: Den Schuss von Markus Schottes konnte Keilmann noch abwehren, im Nachsetzen brachte Andreas Hesslein das Kunststück fertig, aus zwei Metern drüber zu schießen.

Kein Wunder, dass Mehrings Trainer Frank Meeth seinem Team „für eine tolle Leistung nur gratulieren“ konnte, indes auch die fahrlässige Chancenverwertung einmal mehr kritisieren musste.  Sein Pendant Thömmes wusste nur zu genau: „Mit einer 2:0-Führung im Rücken müssen wir einfach souveräner agieren.“

Mehrings Vorsitzender Günter Schlag trauerte wie sein Coach den vergebenen Möglichkeiten nach. Ernst Wilhelmi, Vorstandssprecher der Eintracht, freute sich übers Weiterkommen. „So spielen, wie in der zweiten Hälfte wollten wir aber nicht“, stellte er klar – nicht ohne sich für die erneute Gastfreundschaft des SV Mehring – binnen drei Jahren war es bereits das dritten Pokal-Aufeinandertreffen auf der Lay – zu bedanken.

SV Mehring: Basquit – Meyer, Hesslein, Kön, Heinz – Diederich, Schottes, Mees, Saim (51. Hansjosten) – Willems, Jankulica

Eintracht Trier: Keilmann – Koch, Hollmann, Buchner, Zittlau – Sautner (73. Garnier), Zeric (77. Becker), Dündar, Anton – Carlier, Albayrak (62. Pozder)
Tore: 0:1 Anton (14.), 0:2 Albayrak (25.)
Schiedsrichter: Arndt Collmann (Welschbillig)
Zuschauer: 352

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Untertützung zur Verfügung gestellt vom WOCHENSPIEGEL. Mehr Sport von hier: www.wochenspiegellive.de/trier/lokalsport

 

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