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Neuer Teamgeist ist der Erfolgsgarant

Schon wenige Monate nach dem bitteren und im Vorfeld kaum für möglich gehaltenen Abstieg aus der Dritten Liga ist beim 1. FC Saarbrücken wieder neue Euphorie entfacht. Das Team von Trainer Fuat Kilic eilte in den vergangenen Wochen von Sieg zu Sieg und hat sich bereits nach einem Drittel der Saison in obersten Tabellengefilden festgebissen.

Acht der bisherigen elf Partien wurden gewonnen, darunter zwischenzeitlich sechs am Stück. Am Montag gab es gegen den 1. FC Kaiserslautern II ein 0:0. Hinterher wurde Coach Kilic auf der Homepage des FCS wie folgt zitiert: „Wir hatten drei oder vier hundertprozentige Torchancen, den ein oder anderen müssen wir machen, mehr Effizienz zeigen, das haben wir versäumt.“ Vollends zufrieden war Kilic nicht mit der eigenen Leistung. „Was man bemängeln konnte, wo ich nicht zufrieden war, dass wir teilweise einfach zu sehr aus dem Stand in die Breite gespielt haben, nicht in die Box gekommen sind, wenn wir nah am gegnerischen Tor waren. Bei so viel Ballbesitz müssen wir versuchen, noch mehr Abschlüsse zu erzwingen, noch mehr Konsequenz vor der Kiste zu zeigen.“

Vieles deutet derweil darauf hin, dass der FCS einen der beiden Play-Off-Plätze belegt und im Anschluss an die Punktspielrunde um die Rückkehr in die Dritte Liga spielen darf. „Wir waren uns sicher, dass wir ein gutes Team zusammen gestellt haben. Die Entwicklung ist unübersehbar“, sagte der Mitte Februar für den zurück getretenen Milan Sasic vom Co- zum Cheftrainer beförderte Fuat Kilic unlängst gegenüber dem saarländischen Magazin „Forum“.

Nur 32 Zähler sammelte in der Vorsaison eine Mannschaft, die diese Bezeichnung nach Meinung vieler nicht verdient hatte. Zuviel Egoismen und Eifersüchteleien hatten seinerzeit den fußballerisch gewiss nicht schlechten Kader charakterisiert.

Einer der wenigen, die geblieben sind, ist Verteidiger Mounir Chaftar bestätigt im Gespräch mit „Forum“: „ Jetzt passt es im Team hundertprozentig.“ Als Beispiel kann man getrost die solidarische Geste der Spieler werten, als Angreifer Felix Luz erstmals seit seiner schweren Verletzung wieder im Ludwigspark-Stadion war – und das komplette Aufgebot Luz´ Rückennummer 18 trug.

Zeigten die Zuschauer den Blau-Schwarzen gegen Ende der alten Saison noch die kalte Schulter, haben sie ihre Liebe zum FCS nun wieder entdeckt. Beim 1:0-Sieg in Mannheim waren unlängst an die 2000 Saarbrücker Anhänger dabei, zum Heimspiel gegen das vom Namen her eher unattraktive Hoffenheim II kamen immerhin 4000. Gegen den FCK waren am ungewohnten Montag Abend fast 5000 da.

Als echter Glücksgriff erwies sich Matthew Taylor.. Mit sechs Toren in zehn  Begegnungen  hat er maßgeblichen Anteil am Höhenflug seines Teams. Mehrere Stationen auf drei Kontinenten hat der 32-Jährige bereits hinter sich, doch in Saarbrücken blüht er noch einmal so richtig auf. Dabei war die Karriere des in Columbus, Ohio, geborenen Angreifers mindestens zweimal an einem Wendepunkt ange­langt, die Fortsetzung ungewiss. So machte Taylor einen großen Umweg, um im Saarland noch einmal Fuß zu fassen und anzu­greifen. Gegenüber dem Kicker sagte er: „Ich war froh, dass es mit Saarbrücken geklappt hat. Ich habe mich bei meinem damali­gen Münsteraner Mannschafts­kollegen Clement Halet erkun­digt, und er hat mir gesagt, wie schön es hier ist“, nahm der Ka­lifornier, der das Orange County bei Los Angeles als seine Heimat bezeichnet, den Tipp des Franzo­sen an.“

Die Tore von Talyor und der aktuelle Erfolg blenden Coach Kilic nicht. Bereits nach dem vorletzten Spiel, dem 2:0 gegen die TSG Hoffenheim II, hatte er gesagt: „Ich erwarte, dass die Mannschaft weiter dran bleibt. Mit 25 Punkten ist noch niemand aufgestiegen.“ Und mit 26, die ganz aktuell auf dem FC-Konto stehen, auch noch nicht…

 

 

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