powered by deepgrey

„Tolle Sache, sich mit den Besten messen zu dürfen“

Wenn Fabian Zittlau, der Kapitän des SV Eintracht Trier 05, rund drei Jahre zurück blickt, kommt er auch heute noch ins Schwärmen: Damals schon war er Mitglied des SVE-Teams, das seinerzeit in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde nach einem atemberaubenden Schlussspurt den Zweitligisten FC St. Pauli mit 2:1 aus dem Rennen warf und anschließend nur hauchdünn am Bundesligisten Hamburger SV scheiterte – gerade einmal mit 1:2 nach Verlängerung!

„Ich kann mich noch ganz genau an diese Partien erinnern. Solche Spiele vor großen Kulissen sind einfach etwas Außergewöhnliches, die bleiben im Gedächtnis haften“, berichtete „Zitte“ in der Pressekonferenz am Mittwoch in den Räumen des Eintracht-Premiumsponsors Penta-Hotel  in der Trierer Kaiserstraße. Keine Frage, die Vorfreude auf das DFB-Pokalmatch wächst im blau-schwarz-weißen Lager jeden Tag an – Sonntag, 17. August, 16 Uhr, wird das Duell mit dem drei Klassen höher angesiedelten Bundesligisten Sportclub Freiburg dann endlich angepfiffen. „Es ist einfach eine tolle Sache, sich mit den Besten messen zu dürfen“, so der SVE-Spielführer. Wie man das Unmögliche möglich machen kann, umriss Zittlaus Kollege aus der Abwehrkette, Christoph Buchner: „Wir wollen versuchen, so lange es geht, die Null zu halten – und dann gezielt den einen oder anderen Konter setzen.“

Cheftrainer Peter Rubeck würde sich nichts ausrechnen gegen die Schützlinge seines Kollegen Christian Streich, wenn er nicht am vergangenen Samstag eigens den SCF vor Ort in der Generalprobe gegen den englischen Erstligisten Stoke City beobachtet hätte: „Eine Stunde lang konnte ich mir schon ein ziemlich klares Bild machen, ehe fast die gesamte Mannschaft durchgewechselt wurde. Im Prinzip ist es aber auch egal: Sie haben viele Leute mit hoher Qualität, sind technisch und läuferisch top und agieren variabel. Wir haben es am Sonntag ohne Zweifel mit einer Riesen-Hausnummer zu tun.“

Doch der Eintracht-Coach ist ein Kämpfer, hat in seiner Laufbahn als Spieler und Trainer schon so einige Überraschungen hin gekriegt. „Ich habe schon Punkte gesehen, wo man sie vielleicht packen könnte. Auf alle Fälle wollen wir ihnen alles abverlangen. Wir sind etwa bei Standards gut. Diese Stärke wollen wir zum Beispiel in die Waagschale werfen.“

Was die personelle Situation in seinem Team angeht, äußerte sich Rubeck zuversichtlich, dass Matti Fiedler und auch Holger Lemke nach ausgeheilten Verletzungen vielleicht schon gegen Freiburg wieder im Kader stehen können. Robin Koch hat nach seinem Urlaub zuletzt am Sonntag bei der U23 im Rheinlandligaspiel gegen den TuS Mayen (Endstand: 1:1) voll überzeugt und steht auch vor einer Rückkehr ins Aufgebot. Michael Dingels dagegen soll nach überstandenem Bandscheibenvorfall behutsam aufgebaut werden. Derzeit absolviert der Abwehrrecke Spezialeinheiten mit Physiotherapeut Johannes Wey.

Im Rahmen der Pressekonferenz im Penta-Hotel stellte Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser auch noch einmal die Kooperation rund um den „Super-Sonntag“ vor: Zuschauern, die um 16 Uhr das SVE-Spiel gegen Freiburg und um 19 Uhr das Basketball-Länderspiel Deutschland gegen Luxemburg besuchen wollen, genießen so Preisnachlässe beim EM-Quali-Match von bis zu vier Euro (gegen Vorlage eines Pokaltickets an der Arena-Vorverkaufskasse). Alle Arena-Eintrittskarten gelten auch als VRT-Ticket, das die kostenlose Anreise aus Trier-Stadt, dem Kreis Trier-Saarburg und dem Dreieck Prüm-Daun-Bitburg sowie dem Kreis Bernkastel-Wittlich garantiert. Einen speziellen Park- & Ride-Shuttleservice wird es am Sonntag derweil nicht geben.

Wer mit dem Pkw anreist, kann am Marktkauf (ehemals Ratio), der Möbel-Fundgrube und dem Hela.-Profi-Zentrum bequem (kostenlos) parken und beide Veranstaltungsstätten in nur wenigen Fuß-Minuten erreichen.

Angedacht ist nach übereinstimmenden Aussagen von Esser und Eintracht-Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi, dass die Arena Trier in Verbindung mit den hier angesiedelten Basketball- und Handball-Bundesligisten und der SVE in Zukunft weiter kooperieren und mögliche Synergieeffekte nutzen.

Im Bild vom links: Daumen hoch – mit voller Freude, Respekt vor dem starken Gegner, aber auch Optimismus ins Pokalmatch: Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi, Cheftrainer Pete Rubeck, Viez-Kapitän Christoph Buchner, Spielführer Fabian Zittlau und Conférencier Peter Pries.

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt vom WOCHENSPIEGEL. Mehr Sport von hier: www.wochenspiegellive.de/trier/lokalsport

[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]