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Sport1 hat die Regionalliga erneut im Visier – Sendet auch der SWR?

Die Weichen für die am ersten August-Wochenende startende Regionalliga-Südwest-Saison sind gestellt: Bei der Manager-Tagung am Montag Nachmittag in Walldorf bei Heidelberg präsentierten Liga-Geschäftsführer Sascha Döther und weitere Verbandsoffizielle die Planungen für die neue Spielzeit.

„Gottseidank hat es in der alten Saison  geklappt, dass auch der Meister von uns aufgestiegen ist“, richtete Ronny Zimmermann, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest, zu Beginn der Versammlung noch einmal die besten Glückwünsche an die SG Sonnenhof Großaspach, die in den Play-Off-Spielen den Aufstieg genauso geschafft hatte, wie der Drittplatzierte FSV Mainz 05 II (der Zweite SC Freiburg II hatte auf die Aufstiegsspiele verzichtet). Im Vorjahr noch war der KSV Hessen Kassel als Champion gescheitert; der Vize SV 07 Elversberg konnte sich dagegen durchsetzen. „Dass es drei von vier Teams unserer Regionalliga seit Gründung vor zwei Jahren geschafft haben, zeigt, wie stark unsere Staffel ist“, betonte Zimmermann außerdem.

„Aus den vier anderen Regionalligen darf jeweils nur der Erste an den Play-Offs teilnehmen. Dass von uns noch eine weitere Mannschaft dabei ist, erhöht die Attraktivität der Liga ohne Zweifel“, hob Sascha Döther hervor.

Diesmal werden die Platzierungen ab dem bereits feststehenden Eröffnungsspiel am Freitag, 1. August, 19 Uhr, zwischen dem FC 08 Homburg/Saar und dem 1. FC Saarbrücken sowie dem finalen Spieltag am 23. Mai ermittelt. Die Vertreter der einzelnen Regionalligaklubs – für den SVE nahmen Geschäftsführer Jens Schug und Pressebeauftragter Andreas Arens an der Tagung teil – einigten sich auch in den allermeisten Fällen auf die Spieltermine bis zur Winterpause, die nach dem 20. Spieltag am 7. Dezember eingeläutet wird und bis zum 27. Februar 2015 andauert. Wenn die Sicherheitsbehörden ihr endgültiges Okay gegeben haben, werden die Daten dann im Detail veröffentlicht. Klar ist aus SVE-Sicht derweil, dass es am Samstag, 2. August, 14 Uhr, mit dem Match in Neckarelz los geht und danach am Mittwoch, 6. August, 19.30 Uhr, im Moselstadion das Heimspiel-Derby gegen den alten Rivalen VfR Wormatia Worms folgt.

Kurz nach der Saison gehen auch diesmal wieder die Play-Offs über die Bühne. Vorgesehen sind dafür der 27. und 31. Mai. Während hier also erneut zwei Teilnahmeplätze für den Südwesten vorgesehen sind, ist die Anzahl der Absteiger wiederum variabel und hängt davon ab, wie viel letztlich aufsteigen und aus der Dritten Liga in den Südwesten runter müssen; die Staffelung sieht zwischen zwei und fünf grundsätzliche Absteiger vor.  Sollte es zum „Super-Gau“ kommen und müssten gleich drei Teams aus Rheinland-Pfalz, Hessen oder Baden-Württemberg (das Saarland stellt 2014/15 keinen Drittligisten) in Liga vier und steigt keiner auf, hätte das gleich fünf Absteiger in die Oberligen zur Folge. Steigt dagegen zum Beispiel kein einziger Südwest-Klub in die Regionalliga ab und gehen zwei hoch, käme es nur zu zwei Absteigern. Vier Klubs dürfen wieder aus den Oberligen aufstiegen; erneut ist eine Play-Off-Runde der Vizemeister vorgesehen.

Die vergangene Saison hat indes gezeigt, dass es zahlreiche Ausnahmen geben kann. Die Anzahl der sportlichen Absteiger verringerte sich so auf einen einzigen Klub (der SC Pfullendorf), andere wie Eintracht Frankfurt II (zogen zurück),  der SSV Ulm 1846 (Insolvenz) oder Klubs aus Hessen (verzichteten reihenweise auf den Aufstieg) machten mehr oder weniger freiwillig einen Rückzieher. Mit dem SC Freiburg II, der TSG Hoffenheim II und dem 1. FC Kaiserslautern II sind noch drei Profi-Reserven in der Regionalliga vertreten. In einer Blitzumfrage machten deren Abgesandte deutlich, dass hier kein Rückzug nach der kommenden Saison geplant sei.

Liga-Boss Sascha Döther informierte die Vereinsverantwortlichen auch übers Thema „Wettmanipulation“. Demnach ist auch und gerade die vierte deutsche Liga mit ihren fünf Staffeln ein offensichtlich begehrter  Markt. In der 2013/14er Runde gab es hier Einsätze von 3,2 Milliarden Euro – davon zu 90 Prozent in Asien. Auf die Dritte Liga wurden etwa nur 1,9, auf die Oberligen 500 Millionen Euro verwettet.  „Alle Vereine, aber auch und gerade die Schiedsrichter sind zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen“, unterstrich Döther, der aber auch einen ganz pragmatischen Grund für die relativ hohen Einsätze wusste: „Der überwiegende Anstoßzeitpunkt von 14 Uhr ist für die Asiaten sehr attraktiv. Dort ist es dann früher Abend.“

Nicht nur der ehrliche, sondern auch der möglichst gewaltfreie Sport beeinflusst das Ansehen der Liga. Die Anzahl der Polizeieinsätze sei 2013/14 in der Regionalliga doppelt so hoch wie eine Saison zuvor gewesen; nicht unmaßgeblich beeinflusst natürlich durch das Dazustoßen der Kickers Offenbach. Das wiederum habe Kosten von insgesamt fünf Millionen Euro verursacht…

Was die Medienpräsenz angeht, rechnet Sascha Döther durch den Abstieg der beiden Saar-Klubs aus Saarbrücken und Elversberg mit einer noch höheren Nachfrage. Neben dem Saarländischen Rundfunk dürfte auch der Hessische Rundfunk auch künftig (mehr denn je) aus den Regionalliga-Stadien berichten. „Wir stehen auch mit dem SWR in Kontakt. Hier gibt es anscheinend auch erste Überlegungen, über die Spiele aus Trier, Koblenz, Mannheim, Worms oder Pirmasens zu berichten“, ließ Döther durchblicken. Zielführende Verhandlungen stünden in den kommenden Wochen noch an. Die Lizenzgebühren für die Übertragungen wandern in einen gemeinsamen Topf und dürften den Klubs auch diesmal Mehrerlöse im mittleren vierstelligen Bereich bringen. Nicht mit leeren Händen kommt auch Sport1, das wieder montags/dienstags live senden will. Konkrete Partien hat man aber noch nicht ins Auge gefasst.

Als neuen Ligasprecher anstelle des mit der SG Sonnenhof Großaspach aufgestiegenen Thomas  Deters wählten die Regionalliga-Vertreter einstimmig Torsten Pfennig vom KSV Hessen Kassel.

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