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„Wir müssen alle aufeinander zugehen“

Die Mitglieder des SV Eintracht Trier 05 setzen auf Kontinuität: Bei der Jahreshauptversammlung am Dienstag Abend im Penta-Hotel wurden die Vorstandsmitglieder Ernst Wilhelmi (Schwerpunkt Sport), Roman Gottschalk (Jugend) und Harry Thiele (Finanzen) von den 136 anwesenden Mitgliedern mit relativ deutlichen Mehrheiten in ihren Ämtern bestätigt. Das langjährige Aufsichtsratsmitglied Robert Bläsius kandidierte aus beruflichen Gründen unterdessen nicht mehr. Für ihn wurde die Trierer Unternehmerin Simone Schuler in das zehnköpfige Gremium mit beratender Funktion gewählt.

Ausführlich nahm Wilhelmi zur abgelaufenen Saison der ersten Mannschaft Stellung – und zog trotz der verpassten, zwischenzeitlich avisierten Play-Off-Spiele um den Einzug in die Dritte Liga ein positives Fazit: „Grundsätzlich ging es vor der Saison für uns darum, einen vorderen Platz zu belegen und den Rheinlandpokal zu gewinnen. Beides ist uns gelungen. Sicher hätten wir aber gerne mehr erreicht – wenn da nicht wieder der schwache Start nach der Winterpause gewesen wäre….“ Die nachgesagte „Posse“ um den nach der Trennung von Roland Seitz nur zwei Monate amtierenden Cheftrainer Jens Kiefer kommentierte Wilhelmi so: „Herbert Eder, der Vorsitzende vom FC Homburg, hat intensivst um Jens gebuhlt. Jens wollte zurück ins Saarland – und irgendwann war bei uns die finanzielle Schmerzgrenze bei der Ablöse erreicht. Aussagen, wonach wir ihm einen anderen, höheren Etat genannt hätten und er wegen eingeschränkter Perspektiven weg wollte, stimmen aber so nicht: Wir können immer nur so viel ausgeben, wie wir aktuell haben. Und das habe ich Jens Kiefer auch so mitgeteilt…“

Wilhelmis Vorstandskollege Harry Thiele stellte die wirtschaftlichen Rahmendaten des 2014/15er Etats vor:  Für die Regionalligamannschaft stehen derzeit  600 000 Euro zur Verfügung, 400 000 Euro weniger als in der abgelaufenen Spielzeit. Unverändert bleibt das Budget für die Jugendarbeit (180 000 Euro). Den Etat von 1,65 Millionen Euro habe man in der zurückliegenden Saison vor allem deshalb stemmen können, weil einige Sponsoren  sich über den üblichen Rahmen hinaus engagiert hätten.

Roman Gottschalk berichtete über eine erfolgreiche Saison in der Nachwuchsabteilung – zahlreiche Teams des SVE belegen in ihren Ligen vordere Plätze. Alleine über die Talentsichtungstage habe man 26 junge Fußballer aus der Region als Neuzugänge gewinnen können. „Das“, so Gottschalk, „unterstreicht welch große Anziehungskraft unsere Eintracht in der Region hat“.

Aufsichtsratsvorsitzender Frank Natus bezeichnete die abgelaufene Spielzeit angesichts der verpassten Play-Offs als „gut, aber nicht sehr gut“. Dem Vorstand und dem Team von der Geschäftsstelle bescheinigte er eine sehr gute Arbeit: „Hier wird grundsolide gewirtschaftet. Durch den fortlaufenden Abbau der Schulden verbessert der Verein seine finanzielle Basis ständig.“

Natus´ Gremiumskollege Alfons Jochem richtete am Ende der gut zweistündigen Versammlung einen flammenden Appell an die Fans und Freunde der Eintracht: „Wir müssen alle aufeinander zugehen und dürfen uns nicht mehr in Öffentlichkeit gegenseitig in die Pfanne hauen.“

Der eingebrachte Vorschlag, wonach die Unabänderbarkeit des Eintracht-Wappens in die Satzung aufgenommen wird, erhielt eine klare Zustimmung.

 

Gewwählte Mitglieder des Aufsichtsrates: Frank Natus, Alfons Jochem, Alexander Bergweiler, Andreas Garnier, Adolf Hess jr., Klaus Jensen, Michael Grasmück, Dieter Friedrich, Alexander Jelen,  Simone Schuler.

Folgende Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue geehrt mit einer Urkunde, einer Nadel und einem Weinpräsent des SVE-Weinguts Klaus Junk aus Leiwen geehrt:

–          Hans Günter Britz (25 Jahre Mitgliedschaft)

–          Karl Kirch (50 Jahre)

Folgende Mitglieder, die  ebenfalls  ein rundes Jubiläum feierten, waren nicht vor Ort – und erhalten ihre Anerkennung zugestellt:

–          Peter Leyendecker

–          Axel Mock

–          Thomas Woog (je 40 Jahre)

 

–          Horst Brand

–          Ubri Calchera (je 60 Jahre)

 

Im Bild: Der alte, neue Vorstand (von links): Roman Gottschalk, Ernst Wilhelmi, Harry Thiele

 

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