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Die 13 wird zur Glückszahl!

Zum 13. Mal hat der SV Eintracht Trier 05 den Cup gewonnen: Am Mittwochabend feierten die Blau-Schwarz-Weißen im Finale um den Bitburger Rheinlandpokal einen 3:0-Erfolg gegen die SG Altenkirchen/Neitersen. Regionalliga-Sechster gegen den als Schlusslicht abgestiegenen Rheinlandligisten:

Die Rollen waren vorm Duell im Trierer Moselstadion – beide Klubs und der Fußballverband Rheinland hatten sich auf die SVE-Spielstätte als Austragungsort geeinigt – klar verteilt. „Wir wollen uns seriös verkaufen“, hatte SG-Vorsitzender Achim John die Messlatte vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Alexander Müller aus Mendig denn auch nicht allzu hoch gelegt.

Die Zielsetzung der von rund 300 Zuschauern unterstützten Westerwälder ging denn auch auf: Trainer Cornel Hirt hatte sein Team klug eingestellt. Beim Trierer Ballbesitz zog sich die SG weit zurück, stand tief – und gerade die Fünfer-Abwehrkette agierte kompakt und konzentriert. Sogar den ersten Torschuss hatten die Vereinigten aus Altenkirchen und Neitersen zu verzeichnen: In der vierten Minute hatte SVE-Schlussmann Chris Keilmann aber keine Probleme mit dem von Sebastian Weßler initiierten Versuch aus 20 Metern.

Die Schützlinge von Eintracht-Coach Rudi Thömmes kamen kurze Zeit später erstmals gefährlich vors SG-Gehäuse; zwei Mal rettete Keeper Jan Humberg mit einer Faustabwehr und klärte so auch vor dem einschussbereiten Marco Quotschalla (5.).

In Minute sieben köpfte Sylvano Comvalius nach einer von Alon Abelski getretenen Ecke knapp vorbei – es sollte die letzte nennenswerte Aktion des Niederländers sein, da er einige Minuten später mit einer Oberschenkelzerrung raus musste. Für ihn kam Lars Guenther in die Partie. Die Leihgabe des SV Wehen Wiesbaden spielte im rechten Mittelfeld, Ken Asaeda rückte auf links – und Marco Quotschalla ging von dort in den Angriff (14.).

Das 1:0 in der 18. Minute war einer feinen Einzelleistung von Steven Kröner zu verdanken, der sich bis zur Strafraumgrenze durchtankte und dann den Ball in den Winkel zimmerte.

Die Spielgemeinschaft hielt sehr ordentlich dagegen, versuchte auch, nach vorne zu spielen. Eine gute Chance entsprang einem 23-Meter-Freistoß von Marco Scholz; Chris Keilmann war aber zur Stelle und tauchte in die rechte Ecke ab. Wenig später probierte es Scholz von halblinks, die Kugel verfehlte um einen Meter das Ziel. Abelski (29., 32., 39.) war für die nächsten drei Trierer Offensivaktionen verantwortlich. Dann scheiterte Fahrudin „Faz“ Kuduzovic zwei Mal knapp (41., 42.).

Kurz nach dem Seitenwechsel war es auch der gebürtige Bosnier mit britischem Pass, der auf Linksflanke von Abelski aus kurzer Distanz das 2:0 erzielte. Und auch für das 3:0 war „Faz“ verantwortlich. Diesmal verwandelte er einen von Florian Sander an Abelski verursachten Elfmeter (60.).

Humberg war es, der danach noch mehrfach mit guten Paraden ein höheres Ergebnis vereitelte; unter anderem war er beim Schuss von Kröner (68.) und Kuduzovic (78.) zur Stelle. Pech hatte Asaeda, als er in der 80. Minute die Latten-Unterkante traf

Am Ende blieb es beim 3:0 – Spielführer Fouad Brighache nahm anschließend den Bitburger-Rheinlandpokal von Walter Desch, dem Präsidenten des Fußballverbandes Rheinland, in Empfang.

„Auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen. Wir haben die Aufgabe insgesamt gut gelöst – und freuen uns jetzt auf ein attraktives Los im DFB-Pokal“, sagte Eintracht-Innenverteidiger Torge Hollmann kurz nach dem Abpfiff. Unter den versammelten Journalisten wurde SG-Keeper Humberg zum „Man of the Match“ gewählt. „Das ist eine große Auszeichnung. Für uns war es trotz der Niederlage ein toller Fußballabend“, sprudelte es aus dem gerade erst von einem Rippenbruch genesenen Schlussmann heraus. SG-Trainer Cornel Hirt war denn auch zufrieden mit der taktisch disziplinierten Vorstellung seines Teams. Nicht umsonst sprach sein Gegenüber Rudi Thömmes von einem „phasenweise schweren Spiel für uns“. Und FVR-Präsident Walter Desch meinte: „Wir haben einen tollen Fußballabend erlebt. Mein Dank gilt unserem Partner, der Bitburger Brauerei, dem Schiedsrichtergespann, das ohne eine gelbe Karte auskam sowie beiden Mannschaften und Trainern.“

Nun hofft der SVE am Sonntag, 1. Juni, ab 18.50 Uhr, auf ein glückliches Händchen von „Losfee“ Horst Hrubesch, wenn die Paarungen der ersten Hauptrunde um den DFB-Pokal gezogen werden.

Statistik

SG AK/N: Humberg – Weßler, Stefan Bischoff (72. Bonacker), Gerhardt, Wirths, Sander – Peters (75. Himaj), Frank Bischoff, Heuten (87. Cousin), Hees – Scholz.

Eintracht: Keilmann – Bender (84. Konrad), Hollmann, Buchner, Brighache – Asaeda, Kröner (72. Spang), Abelski, Kuduzovic, Quotschalla – Comvalius (14. Guenther).

Schiedsrichter: Alexander Müller (Mendig)

Zuschauer: 1490

Tore: 1:0 Kröner (18.), 2:0 Kuduzovic (48.), 3:0 Kuduzovic (60., Foulelfmeter)

Pokalfinale 2014 Eintracht Trier - SG AltenkirchenFotos: www.5vier.de

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