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„Seriös verkaufen und gutes Ergebnis erzielen“

„Das wird ein absolutes Highlight-Spiel für uns“, frohlockt Achim John, der Vorsitzende der SG Altenkirchen/Neitersen, vor dem Finale um den Bitburger-Rheinlandpokal am Mittwoch, 28. Mai, ab 19.30 Uhr, im Moselstadion gegen den SV Eintracht Trier 05.

Sportlich will sich die gerade als Tabellenletzter aus der Rheinlandliga wieder abgestiegene SG aus dem Westerwald „seriös verkaufen und gegen eine Trierer Mannschaft, die als Regionalligist ganz, ganz andere Möglichkeiten hat, ein gutes Ergebnis erzielen“, so John. Feiern will man im Anschluss in jedem Fall – und das auch mit den zahlreichen Fans, die sich angekündigt haben. Drei vollbesetzte Fanbusse und einige SG-Anhänger im Privat-Pkw wollen sich auf die knapp 200 Kilometer lange Anreise machen. „In einer solchen Atmosphäre spielen zu dürfen, ist für uns etwas Außergewöhnliches. Als da von Trier die Anfrage kam, im Moselstadion das Finale auszutragen, mussten wir auch nicht lange überlegen, zumal wir eine gute finanzielle Lösung gefunden haben“, lässt der Chef der 2011 gegründeten SG durchblicken.

Die im Rheinland weit verbreitete Ansicht, das Team von Trainer Cornel Hirt habe in erster Linie wegen des bei der Konkurrenz so gefürchteten Hartplatzes „Auf der Emma“ in Neitersen den Einzug ins Finale geschafft, lässt John so nicht gelten: „Natürlich ist das nicht unbedingt ein Nachteil für uns, das macht ein paar Prozent aus. Im Achtelfinale haben wir aber gegen Oberligist Betzdorf zum Beispiel in Altenkirchen auf dem dortigen Kunstrasen gespielt und verdient mit 3:1 gewonnen.“ Im Viertelfinale folgte dann ein 5:4 nach Elfmeterschießen über Ligakonkurrent TuS Mayen. Das Endspiel wurde dank des 1:0 gegen die ebenfalls in der Rheinlandliga angesiedelten Sportfreunde Eisbachtal erreicht.

In der Liga lief es dagegen ganz anders: nach zwei Jahren muss die SG wieder runter in die Bezirksliga. Ganze 25 Zähler stehen nach 34 Spieltagen auf dem Konto der SG. „Es kamen viele Aspekte zusammen. Verletzungsbedingt und aufgrund von Sperren stand uns teilweise unsere gesamte Viererkette in der Abwehr nicht zur Verfügung, Neuzugänge haben nicht wie gewünscht eingeschlagen – und dann wurden irgendwann die Spiele immer weniger und der Druck größer“, so John. Jenen Druck habe das Team im Pokal wohl nicht verspürt, sagt der SG-Vorsitzende. „Hier haben die Jungs einfach unbeschwerter aufspielen können.“

Auseinanderbrechen soll und wird in Altenkirchen und Neitersen nach dem Abstieg in die Bezirksliga Ost aber nichts: „Wir haben die Ruhe bewahrt und ein Konzept entwickelt, wie wir die Zukunft angehen – wir wollen noch mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen.“ Auch Coach Hirt bleibt der SG erhalten. Und bald wird auch die rote Asche auf der „Emma“ verschwinden: Noch in diesem Jahr soll der Umbau in einen Kunstrasen erfolgen.  „Vielleicht verlieren wir dann einen gewissen Nimbus, gerade für unsere Nachwuchsspieler ist es aber besser, wenn wir dann ein anderes, attraktiveres  Geläuf haben“, weiß Achim John nur zu genau. AA

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