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Abelski trifft, Lengsi hält – der SVE zieht ins Halbfinale ein!

Die Hoffnungen auf eine Titelverteidigung im Bitburger-Rheinlandpokal sind am Mittwoch Abend deutlich vergrößert worden: Der SV Eintracht Trier 05 gewann im Viertelfinale bei Ligakonkurrent TuS Koblenz mit 6:4 (1:1, 1:1) und trifft nun in der Vorschlussrunde auf den Rheinlandligisten SG 2000 Mülheim-Kärlich. Die beiden Regionalligakontrahenten lieferten sich einem nicht besonders guten, aber dafür spannenden Match einen Fight über 120 Minuten – mit anschließendem Elfmeterschießen.

 

Seine Andeutung, einen Wechsel auf der Torwartposition vorzunehmen, hatte SVE-Cheftrainer Jens Kiefer in der Partie auf dem Oberwerth wahr gemacht – und Andy Lengsfeld den Vorzug gegenüber Chris Keilmann gegeben. Kapitän Fouad Brighache konnte nach ausgeheilter Wadenverletzung wieder mitwirken, bei Michael Dingels waren die muskulären Beschwerden noch nicht soweit abgeklungen, um in die Startformation rücken zu können.

Die Begegnung am Deutschen Eck war ähnlich hart umkämpft wie das Punktspiel vor zweieinhalb Wochen, das die TuS mit 1:0 gewinnen konnte. Nur Standards sorgten anfangs für Gefahr – wie der lange Einwurf von André Marx noch in der ersten Minute und der Freistoß von Michael Stahl, den Andy Lengsfeld aber sicher parierte (10.). Wenig später musste Torge Hollmann nach einem Zweikampf mit einer Platzwunde für rund zwei Minuten raus. Nachdem Mannschaftsarzt Friedl Schulz die Wunde getackert hatte, konnte es aber für den Innenverteidiger weiter gehen.

Der Großteil der 1978 Zuschauer (300 Fans aus Trier waren mitgereist) durfte in der 24. Minute jubeln. Nach einem Trierer Ballverlust im Mittelfeld schaltete die TuS schnell um, der Ball kam zu Kevin Lahn, der nicht richtig von der SVE-Verteidigung gestört wurde – und aus fünf Metern am machtlosen  Lengsfeld vorbei einlochte.

Wenig später der erste zarte Offensivversuch der Eintracht mit Abschluss – Steven Kröners Schuss aus der zweiten Reihe ging aber (weit) über das von Fabrice Vollborn gehütete Gehäuse (25.). Zehn Minuten später die einzig echte Eintracht-Chance vor der Pause, bezeichnenderweise nach einem ruhenden Ball. Alon Abelskis Freistoß aus gut 16 Metern strich knapp drüber.

Mit konsequenter Zweikampfführung und jeder Menge Einsatz konnte die TuS die Angriffsversuche der Eintracht meist frühzeitig unterbinden. Hinzu kam die fehlende Präzision in den allermeisten Aktionen der Kicker aus der Porta-Nigra-Stadt.

Zur zweiten Hälfte wechselte SVE-Coach Kiefer aus, brachte für den angeschlagenen Torge Hollmann nun Thomas Konrad.

Die Gäste wurden nun zwingender in ihren Bemühungen. Nach einer Stunde kam der aufgerückte Buchner zu einer guten Gelegenheit, als er nach Abelski-Freistoß um Haaresbreite vorbei köpfte.

In einer auf überschaubarem spielerischem Niveau ablaufenden Partie blieben Chancen Mangelware – und wenn, dann wurde es meist nach Standards gefährlich: In der 63. Minute landete der Drehschuss von Comvalius nach Abelski-Ecke am Außennetz des Koblenzer Tores.

In der 67. Minute hätten die von Evangelos Nessos trainierten Hausherren fast nach einem kapitalen Fehlpass in der SVE-Hintermannschaft das 2:0 markiert. Patrick Stumpf eroberte sich den Ball, steuerte alleine auf Lengsfeld zu, setzte die Kugel aber knapp neben das Tor.

Jubel im Lager der Eintracht in der 71. Minute: Abelski legte gekonnt ab auf Steven Kröner, dessen Pfund aus 20 Metern schlug im linken unteren Eck ein – 1:1!

Der SVE hatte nun Oberwasser, kombinierte jetzt auch sicherer. Nach mehreren Doppelpässen von Abelski und dem eingewechselten Lushtaku verpasste Matthias Cuntz den Ball am langen Pfosten nur knapp (75.).

Die Spannung nahm nun zu. Gleich zwei Mal binnen weniger Augenblicke scheiterte zunächst Eldin Hadzic (80.), dann riss Lengsfeld bei Lahns Schuss die Fäuste hoch. Im Nachschuss verfehlte Akiyoshi Saito das Ziel knapp. In der 88. Minute mussten die Gäste noch einmal den Atem anhalten: Thomas Gentner schoss aber aus aussichtsreicher Position daneben.

Verlängerung! 95 Minuten waren gespielt, da fiel Konrad der Ball nach Abelski-Ecke vor die Füße. Der Abwehrspieler war aber zu überrascht und konnte aus zwei Metern nicht einlochen.

Weiter gab die Elf von Jens Kiefer den Ton an, Koblenz lauerte auf Konter.

Die nächste dicke Gelegenheit für den SVE in der 99. Minute. Wieder eine gefährliche Ecke von Abelski, Kröner nahm aus der zweiten Reihe Maß – Admir Softic blockte den Knaller auf der Torlinie ab. In der 102. Minute probierte es auf der Gegenseite Stumpf aus 40 Metern – und traf die Latte!

In der zweiten Hälfte der Verlängerung hatte die TuS die erste halbwegs gute Situation; Saito schoss aber aus 20 Meter in die zweite Etage. In Minute 111 steuerte Abelski auf das Tor der Koblenzer zu – kein Abseits! Er passte quer zu Comvalius, dieser vertändelte aber…! Nur eine Minute später zwang Arslan Lengsfeld zu einer fulminanten Parade. Und dann wieder die Eintracht: Lushtaku wühlt sich durch, scheitert aber an Vollborn und dem Pfosten (114.).

Und es gab Elfmeterschießen: Lengsi hielt einen, Abelski traf am Ende… Halbfinale!

 

Aufstellungen /Statistik:

TuS Koblenz: Vollborn – Bartsch, Softic, Marx, Gentner – Stahl – Duchscherer (69. Arslan), Saito, Hadzic (96. Ferfelis), Lahn (90. Sözen)– Stumpf.

SVE 05: Lengsfeld – Bender, Hollmann (46. Konrad), Buchner, Brighache – Kröner – Quotschalla (67. Lushtaku), Abelski, Cuntz (119. Faz Kuduzovic), Anton – Comvalius.

Elfmeterschießen: 1:2 Comvalius, 2:2 Ferfelis, 2:3 Faz,  Marx scheitert an Lengsfeld, 2:4 Lushtaku, 3:4 Saito, 3:5 Fou, 4:5 Sözen, 4:6 Abelski

Schiedsrichter: Fochs (Betzdorf)

Zuschauer: 1978

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