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Die große Katze und die kleine Maus…

Sieg, Unentschieden, Niederlage: In seinem dritten Spiel als Cheftrainer des SV Eintracht Trier 05 hat der neue Cheftrainer Jens Kiefer bereits die gesamte Ergebnis-Bandbreite erlebt: Dem 3:0 über Worms und dem 0:1 am Dienstag in Hoffenheim ließ der SVE nun ein 1:1 gegen den Tabellenvorletzten KSV Baunatal folgen.

Tobias Klöppner, der Coach der wackeren Gäste, bemühte in seiner Analyse den Vergleich der „großen Katze und der kleinen Maus – sie hat immer wieder getätschelt, zugebissen hat sie aber letztlich nicht richtig“. Die Gastgeber hatten ein deutliches Plus an Spielanteilen und Chancen, doch auch der KSV kam in der zweiten Hälfte hier und da gefährlich vors Trierer Tor und durfte sich unterm Strich über einen hart erkämpften, freilich etwas glücklichen Punktgewinn freuen. Damit haben die Baunataler binnen weniger Wochen nach dem 1:1 in Homburg und in Kassel sowie dem 3:0 über Neckarez erneut ein Ausrufezeichen setzen können.

Enttäuschung hingegen bei der Eintracht. „Wir müssen unsere Möglichkeiten besser verwerten. Das Spiel müssen wir normal gewinnen“, sagte Mittelfeldspieler Marco Quotschalla nach dem Abpfiff kopfschüttelnd. „Einsatz und Willen waren da. Doch es muss noch mehr kommen, um so ein Spiel zu gewinnen“, bilanzierte Coach Kiefer.

Zwingend wurde es zunächst selten. In der 17. Minute rettete Gästekeeper Jerome Reisacher famos gegen Steven Kröner aus kurzer Distanz, ganze 22 Minuten später war der KSV-Schlussmann  wieder zur Stelle, als er gegen Abelski auf dem Posten war. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel brachte Baunatals Manuel Pforr SVE-Akteur Steven Kröner bei einem Rettungsversuch zu Fall, verletzte sich selbst noch am Fußgelenk. Den Elfmeter verwandelte Sylvano Comvalius sicher (44.).

Die kalte Dusche folgte acht Minuten nach dem Seitenwechsel. Nach einem Freistoß aus 40 Metern  von Tim Brandner prallte der Ball an die Unterkante der Latte, Pforr schaltete am schnellsten und drückte das Spielgerät über die Linie. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe es nochmal gefährlich wurde vorm KSV-Gehäuse. Christoph Buchner setzte den Ball nach einer Ecke knapp neben den Pfosten. Drei Minuten später kam Nico Schrader nach einer Hereingabe von Christian Käthner einen Schritt zu spät. Abelski und Comvalius sorgten bis zum Abpfiff noch für einige turbulente Situationen vor dem Tor der einsatzfreudigen Nordhessen. Glück aber auch auf der Gegenseite für den SVE: Nach Zuspiel von Käthner auf Mirko Tanjic entschied das Schiedsrichtergespann auf Abseits – trotz gleicher Höhe (70.)!

Langes Nachkarten wird es nach dem enttäuschenden Remis nicht geben. „Jetzt sind alle unsere Blicke auf das wichtige Viertelfinale im Bitburger-Rheinlandpokal am Mittwoch in Koblenz gerichtet. Da wollen wir dann die Katze sein, die auch zuschlägt und die Maus killt…“, kündigte Jens Kiefer kämpferisch an.

Spiel-Statistik:

Eintracht Trier: Keilmann – Bender, Konrad (59. Kuduzovic), Hollmann, Buchner – Quotschalla (68. Lushtaku), Cuntz, Kröner, Anton – Abelski. Comvalius

KSV Baunatal: Reisacher – Davulcu, Hanske, Wolf, Leipold – Ayaloglu (63. Matys), Borgardt, Käthner, Brandner – Pforr (69. Friedrich), Schrader (75. Tanjic)

Tore: 1:0 Comvalius (44., FE), 1:1 Pforr (53.)

Schiedsrichter: Patrick Kessel (Norheim)

Zuschauer:  1427

 

 

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