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Jens Kiefer: "Begeisterung auf dem Platz neu entfachen"

Für Jens Kiefer, den neuen Cheftrainer des SV Eintracht Trier 05, geht es Schlag auf Schlag: Am Mittwoch hatte er seinen ersten Arbeitstag beim SV Eintracht Trier 05, leitete nachmittags die erste Übungseinheit. Ehe er sich am Donnerstag, ab 17 Uhr, zum zweiten Mal mit dem Team trifft und es auf das Heimspiel am Freitag, ab 19 Uhr, im Moselstadion gegen den VfR Wormatia Worms vorbereitet, gab es die offizielle Pressekonferenz – an der von Vereinsseite aus neben Kiefer auch Aufsichtsratschef Frank Natus und Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi teilnahmen.

„Wir kennen uns schon seit vier, fünf Jahren und waren so auch zuletzt über den Werdegang von Jens Kiefer informiert. Mit ihm konnten wir einen Trainer verpflichten, der in der Großregion bestens vernetzt ist und seine Qualitäten schon bei früheren Stationen unter Beweis gestellt hat, unter anderem seien hier die Aufstieg mit Homburg und Elversberg genannt“, bekräftigte Ernst Wilhelmi.

Der frühere Ober- und Regionalligaspieler Kiefer hat nach seiner Spielerlaufbahn (Elversberg, Neunkirchen, Pirmasens, Homburg) das Trainermetier von der Pike auf gelernt – coachte zunächst in seinem Heimatort die E-Junioren von Borussia Spiesen, war später Junioren- und Co- Trainer beim 1. FC Saarbrücken, um dann nach Homburg und später nach Elversberg zu gehen. Seit Mitte vergangenen Jahres absolvierte er den Fußballlehrer-Lehrgang an der Deutschen Sporthochschule in Köln; Dienstag standen die letzten Prüfungen an. Im Schatten des Rhein-Energie-Stadions gaben sich auch hochkarätige Gastredner, wie etwa Christoph Daum, die Ehre. Ein Satz aus dessen Vortrag gefällt  Jens Kiefer ganz besonders: „Ein Trainer kann den Erfolg nicht garantieren, kann ihn aber vorbereiten.“

Der 39-Jährige hat konkrete Pläne, wird und will aber nicht alles umschmeißen wollen. „Natürlich habe ich taktische Vorstellungen. Ich muss sehen, was und wie viel wir Schritt für Schritt umsetzen  können“, so Kiefer in der Pressekonferenz. Was die Taktik angeht, wollte er sich gut einen Tag vor seiner Premiere nicht in die Karten schauen  lassen, ließ aber durchblicken: „Wir werden versuchen, das Spiel über die emotionale Schiene anzupacken. Ich habe von Roland Seitz hier sicher keine Mannschaft übernommen, die kaputt ist. Das Gefüge stimmt. Wir werden aber versuchen, die Begeisterung auf dem Platz neu zu entfachen – und auch mit etwas mehr Risiko agieren. Gerade im letzten Drittel des Spielfeldes können meine Spieler Mut entwickeln…“

Das wichtige Match im Viertelfinale um den Bitburger-Rheinlandpokal am Mittwoch, 2. April bei Ligakonkurrent TuS Koblenz ist zwar immer wieder das Thema im blau-schwarz-weißen Lager, Kiefer machte aber am Donnerstag deutlich: „Für mich zählen zunächst nur die drei Spiele davor. Aus den Partien gegen Worms, in Hoffenheim und gegen Baunatal wollen wir so viele Punkte wie möglich holen.“

Worms hat er kurz nach der Winterpause im Auswärtsspiel in Homburg (1:1) gesehen. „Das kannst Du nach deren Trainerwechsel in der vorletzten Woche aber größtenteils alles in die Tonne kloppen“, weiß Kiefer nur allzu genau. Ihm liegen Video-Aufzeichnungen vom jüngsten Match der Wormatia (1:0 gegen Neckarelz) vor, die er bereits studiert hat. Überfrachten will er seine Schützlinge derweil grundsätzlich nicht mit Infos über den Gegner: „Mir geht es vor allem darum, dass wir unser eigenes Spiel durchziehen. Über den Gegner sollte man alles wissen als Trainer, muss aber nicht unbedingt alles weiter geben.“

Aus seinem Kader müssen die verletzten Erik Michels und Fabian Zittlau nach wie vor passen. Der Rest war zumindest bis Donnerstag Mittag fit. Kiefer verriet, dass die Worte von Co-Trainer Rudi Thömmes in punkto Startelf bei seiner Premiere von ganz besonderer Bedeutung sind.

Im Bild: Jens Kiefer (Mitte), Ernst Wilhelmi (rechts) und Frank Natus (links) stellten sich den Fragen der Medienvertreter.

 Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt vom WOCHENSPIEGEL. Mehr Sport von hier:  www.wochenspiegellive.de/trier/lokalsport

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