powered by deepgrey

TuS-Trainer will Punkt aus Neckarelz gegen SVE vergolden

Auf zum Oberwerth, auf zum Derby zwischen den beiden alten Rheinlandrivalen: Sonntag, ab 14 Uhr, empfängt die TuS Koblenz den SV Eintracht Trier 05. Beide Teams sind alles andere als optimal aus den Startlöchern gekommen. Der SVE holte aus den drei 2014er Begegnungen bekanntlich zwei Zähler, die TuS sogar lediglich nur einen: Dem 1:4 zum Start nach der Winterpause beim neuen Tabellenführer SC Freiburg II und dem 0:1 gegen den KSV Hessen Kassel ließ das Team von Trainer Evangelos Nessos am vergangenen Samstag immerhin ein 0:0 bei der Spielvereinigung Neckarelz folgen. Damit rangiert die TuS nach 22 absolvierten Partien auf dem 13. Platz – und damit nur eine Position und zwei Zähler vor der TSG Hoffenheim II, die den ersten potenziellen Abstiegsplatz belegt.

„Es war kein attraktives, dafür aber ein kampfbetontes Spiel. Ein gepflegtes Passspiel war hier leider nicht möglich“, meinte der Koblenzer Coach hinterher fast entschuldigend im Gespräch mit der Rhein-Zeitung in Anspielung auf die sehr schwierigen Platzverhältnisse im Elz-Stadion. Für einen der Höhepunkte hatte Nessos selbst gesorgt, als er nach einem Disput mit dem Assistenten („Er hat ein klares Handspiel übersehen“) vom Unparteiischen in den Neckarelzer Fanblock verbannt worden war. Neben einer aufrichtigen Entschuldigung für sein nur in diesem Fall überschäumendes Temperament fand der Teamchef dann auch einen Ansatzpunkt, um das karge Ergebnis in einem positiven Licht zu sehen: „Diesen Punkt müssen wir jetzt in der nächsten Woche gegen Trier vergolden.“

Drei Ab- und zwei Zugänge: Das war die Transferbilanz der Koblenzer in der Wnterpause. Als Ersatz für den zum Rheinlandligisten FV Engers abgewanderten Torhüter Dieter Paucken hat der Verein Maurice Paul (vereinslos, zuvor Germania Halberstadt) gewinnen können, Fabrice Vollborn, dessen Vater Rüdiger früher jahrelang zwischen den Leverkusener Pfosten stand, ist aber weiter die Nummer eins. Innenverteidiger Patrick Nonnenmann wechselte zu Ligakonkurrent SVN Zweibrücken,  Offensivspieler Ideal Iberdemaj verließ den Klub Richtung  SC Pfullendorf, bekam aber dort keine Spieleberechtigung mehr für den weiteren Verlauf der Rückrunde.  Neu ist neben Keeper Paul auch  Akiyoshi Saito (vom hessischen Gruppenligisten FC Dorndorf). „Unterm Strich eine Verlustrechnung für den Tabellenzehnten, dennoch ist der Kader breit aufgestellt“, urteilte der „Kicker“ Ende Februar.

Schwer wiegend dürfte in den nächsten Wochen indes besonders der Ausfall von Angreifer  Jerome Assauer sein. Der letztjährige Regionalliga-Torschützenkönig hat sich unlängst im Training einen Wadenbeinbruch zugezogen. Assauer stand in der laufenden Saison in 13 Spielen auf dem Feld und erzielte dabei fünf Treffer. Die interne Torjägerliste führt der 20-jährige Dimitrios Ferfelis an. Im Sommer 2012 war der in Delmenhorst geborene Deutsch-Grieche von der U19 des Bundesligisten Werder Bremen gekommen.

Sein Landsmann Evangelos Nessos – einst selbst bei der TuS aktiv – war nach schwachem Saisonstart unter dem bisherigen Coach Peter Neustädter Ende August vom „Co“ zum Cheftrainer befördert worden. Der 35-Jährige soll die sportliche Konsolidierung beim Ex-Zweitligisten (2006 bis ´10) vorantreiben – und auch wirtschaftlich ist man auf einem sehr guten Weg: Die TuS wird ihren Schuldenberg von vier Millionen Euro durch Forderungsverzichte der Großgläubiger in absehbarer Zeit (fast) vollständig los sein, wie die Rhein-Zeitung vor wenigen Wochen berichtete.

Um finanziell (noch) weiter nach vorne zu kommen, ist das Erreichen der lukrativen ersten DFB-Pokal-Hauptrunde sowohl in Koblenz, wie auch in Trier wichtiger denn je. Im direkten Aufeinandertreffen am Dienstag, 2. April, ab 19 Uhr, im Viertelfinale um den Bitburger-Rheinlandpokal wird sich zeigen, wer weiter von den beiden Kontrahenten darauf hoffen darf…

[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]