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Am Auftaktsieg haarscharf vorbei geschrammt

Ganz nahe dran war der SV Eintracht Trier 05 am Auftakt-Dreier nach der Winterpause, unterm Strich reichte es dann aber nur zu einem 1:1-Unentschieden gegen einen allerdings in der zweiten Halbzeit deutlich stärkeren SVN Zweibrücken: In der zweiten Minute der Nachspielzeit scheiterte Marco Quotschalla mit einem von Timo Helfrich an Alon Abelski verwirkten Foulelfmeter am glänzend reagierenden Gästekeeper Thorsten Hodel.

Vorwürfe gab es indes hinterher keine. „Marco ist grundsätzlich so sicher. Diesmal hat der Torwart einfach super antizipiert“, stellte Fouad Brighache klar. Der wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von  Fabian Zittlau (Knochenödem am Schambein) von der rechten auf die linke Seite in der Vierer-Abwehrkette gerückte Kapitän bilanzierte „gerade in der ersten Hälfte ein gutes Spiel von uns. Leider haben wir es aber hier versäumt, das zweite Tor nachzulegen.“ Auch sein Mannschaftskollege Torge Hollmann wusste nur allzu gut, dass „wir nach der Pause leider zu wenig gemacht haben und Zweibrücken immer mehr ins Spiel kommen ließen“.

Dabei begann das Match gegen den Tabellensechsten der Regionalliga Südwest für den auf Position drei überwinternden SVE 05 optimal: Nach einer Ecke von Alon Abelski war es der frühere Lauterer Zweitligaspieler Adam Bouzid, der den Ball ins eigene Netz abfälschte (3.). In der Folge hatte das Team von Cheftrainer Roland Seitz das Geschehen gegen zunächst in der Offensive völlig harmlose Gäste fest im Griff und verzeichnete auch ein klares Plus ein Ballbesitz, so richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten der Westpfälzer allerdings nur selten. Auf stellenweise wegen der Regenfälle in den vergangenen Tagen schwer zu bespielendem Untergrund hatte Abelski noch eine gute Freistoßchance, indem er aus 18 Metern knapp vorbei zielte. In der 43. Minute prüfte Lars Bender SVN-Schlussmann Hodel mit einem Schuss aus der zweiten Reihe.

„Uns war klar, dass Zweibrücken in der zweiten Halbzeit offensiver agiert. Leider kamen wir damit nicht so klar und hatten nach einer insgesamt ordentlichen ersten Halbzeit in den zweiten 45 Minuten unsere Probleme“, stellte Coach Seitz in der Pressekonferenz fest.

Mit dem eingewechselten Rudy Carlier gewann das Auftreten des SVN deutlich an Schwung. Schön frei gespielt, traf der im Spätsommer vom französischen Drittligisten FC Rouen verpflichtete Offensivmann bereits in der 48. Minute nur den Innenpfosten. Danach rettete auf der Gegenseite Ebewa-Yam Mimbala in letzter Sekunde vor Christoph Anton (50.) und brachte Sylvano Comvalius nach Flanke von Brighache beim Köpfen nicht mehr genügend Druck hinter den Ball, um den sicheren Hodel ernsthaft auf die Probe zu stellen (56.). Augenblicke später schoss der von René Schwall sehr gut in Szene gesetzte Carlier den Ball aus acht Metern zentraler Position drüber. Beim SVE häuften sich die Unsicherheiten, Zweibrücken gewann zusehends Oberwasser – und belohnte sich dafür in der 62. Minute: Auf Eckball von Abdessamad Fachat köpfte der aufgerückte Mimbala den Ball über die Linie. Wirrwarr herrschte in der Trierer Abwehr auch in der 70. Minute nach einer erneuten Ecke von Fachat.

Danach riss der SVE das Geschehen aber wieder an sich und schnürte den SVN in dessen Hälfte ein. Zunächst traf Thomas Konrad nur das Außennetz (73.), sechs Minuten später reklamierten die Blau-Schwarz-Weißen vehement Elfmeter, als eine Hand im Zweibrücker Strafraum nach Flanke von Christoph Anton im Spiel gewesen sein soll. In der 83. Minute wiederum bewies SVN-Torwart Hodel zwei Mal seine Qualitäten kurz hintereinander, als er jeweils gegen Quotschalla rettete.

„Wir haben es nicht geschafft, nach der frühen Führung nachzulegen und mit spielerischen Mitteln ein zweites Tor zu erzielen. Am Ende müssen wir natürlich die große Chance nutzen.. Das haben wir nicht getan. Deshalb müssen wir mit dem Remis leben“, sagte Eintracht-Trainer Roland Seitz. Sein Kollege, der frühere Oberligaspieler des SVE, Peter Rubeck, durfte sich trotz einer „sehr ängstlich geführten ersten Hälfte von uns“, unterm Strich dank einer klaren Leistungssteigerung in Hälfte zwei über einen verdienten Punktgewinn freuen.

Ein Statement von Cheftrainer Roland Seitz gibt es auf www.facebook.com/eintrachttrier

Spiel-Statistik:

Eintracht Trier: Keilmann – Konrad, Dingels, Hollmann, Brighache – Cuntz, Kröner – Bender (64. Quotschalla), Abelski, Anton – Comvalius (73. Lushtaku)

SVN Zweibrücken: Hodel – Meisenheimer, Mimbala, Backmann, Schwall – Kadrija (46. Carlier), Bouzid, Telch (46. Helfrich), Fachat (82. Gotthardt) – Lienhard, Parra

Tore: 1:0 Bouzid (3., Eigentor), 1:1 Mimbala (62.)

Schiedsrichter: Thomas Münch (Rielasingen)

Zuschauer: 1809

Gelb-Rote Karte: Helfrich (90./+1)

Besonderes Vorkommnis: Quotschalla scheitert mit einem Foulelfmeter an Hodel (90./+2)

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