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Testspiel bei der "saarländischen Hertha"

Das nächste Testspiel im Rahmen der Wintervorbereitung führt den SV Eintracht Trier 05 am Freitag, 31. Januar, zum klassentieferen Oberligisten FC Hertha Wiesbach, der als Aufsteiger auf einem guten neunten Platz überwintert. Anstoß der Begegnung auf dem Kunstrasen des „Prowin-Stadion am Wallenborn“ unweit von Eppelborn ist um 19 Uhr.

Im vergangenen Sommer erst aufgestiegen, hat sich der FC Hertha längst in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar akklimatisiert. Nach sechs Punkten aus den ersten drei Begegnungen hatte das Team von Trainer Helmut Berg gleich sechs Niederlagen in Folge einstecken müssen. Das 3:2 am 14. September über Alemannia Waldalgesheim war aber der Wendepunkt. Fortan stabilisierten sich die Leistungen des Neulings weiter. Drei Siege und vier Remis zeugten zwischenzeitlich davon. Und auch von der 1:3-Niederlage am 1. November in Idar-Oberstein zeigten sich die Kicker aus dem Eppelborner Gemeindeteil gut erholt, wie das 3:0 zum Start in die Rückrunde beim Saar-Rivalen SV Röchling 06 Völklingen bewies. Im letzten Spiel vor der Winterpause gab es ein klares 4:1 beim SV Mehring.

36 Treffer stehen für einige Angriffspower der Saarländer. Bereits in der vergangenen Saison stand man für attraktiven Offensivfußball im 4-2-3-1 System. 30 Tore mehr als die Konkurrenz belegten eindeutig die Angriffsstärke der Mannschaft, was auch dadurch belegt wird, dass alleine vier Spieler zweistellig trafen. Mit 23 Toren war der ehemalige Neunkircher Angelo da Col der treffsicherste. Mit Björn Recktenwald kam im Sommer ein Angreifer vom FC Homburg, der zuvor beim 1. FC Saarbrücken und der TSG Hoffenheim das Fußballspielen erlernte. Aktuell muss der schon zehn Mal als Torschütze erfolgreiche Recktenwald aber wegen eines Innenbandrisses im Knie passen. Mit Matthias Krauß hatte man zudem den Torschützenkönig der Saarlandliga vom vorletzten Jahr verpflichtet. Mit Jan Stutz und Carsten Mann stehen ferner gestandene Spieler in den Reihen des FC, die sogar schon Regionalligaluft geschnuppert haben. Zwar wurde erwartungsgemäß das Ziel Klassenerhalt ausgerufen, Experten rechnen aber damit, dass die Hertha sich sogar im Mittelfeld der Liga platzieren wird.
Gegen Jahresende sagte Hertha- Trainer Berg im „Saar-Amateur“: „Wenn wir 2013 komplett betrachten, gibt es im Saarland kaum eine erfolgreichere Mannschaft als wir. Vergangene Saison haben wir das Hallenmasters gewonnen, waren im Saarlandpokalfinale und sind Meister geworden. In der aktuellen Runde überwintern wir erneut im Pokal und sind auch mittlerweile in der Oberliga angekommen.“ Von den jüngsten 16 Begegnungen inklusive Pokal, hat man nur eine verloren. Dass es zwischenzeitlich nicht so lief, führt Berg auf Verletzungspech und eine andere Art Fußball in der Oberliga zurück: „Vom Tempo ist das doch etwas anderes als in der Saarlandliga und zudem wird körperbetonter gespielt.“ Zudem habe auch er einsehen müssen, dass man eine Etage höher nicht mehr ganz so offensiv spielen kann. „Die ganze Mannschaft arbeitet mehr und besser nach hinten. Gerade an diesem Punkt haben wir sehr viel gearbeitet“, so der Wiesbacher Übungsleiter außerdem im Gespräch mit dem saarländischen Fußballmagazin.

Kontinuität wird bei der Hertha übrigens großgeschrieben: Seit 1993 gab es mit Oliver Braue und Helmut Berg, der nur einen Steinwurf entfernt vom Prowin-Stadion am Wallenborn entfernt wohnt, nur zwei Trainer. Und noch nie stieg eine Wiesbacher Mannschaft in der mittlerweile 106-jährigen Vereinsgeschichte ab!

Die Namensfindung orientierte sich übrigens nach einem großen Vorbild, nämlich der anno 1908 schon populäre Klub BFC Hertha 92, aus dem im Jahre 1923 Hertha BSC Berlin wurde. Über Jahrzehnte hinweg spielte die Hertha nur auf Kreisebene, ehe 1992 der Aufstieg in die Bezirksliga gelang. 2000 gelang der Aufstieg in die Landesliga, vier Jahre später ging es in die Verbandsliga. In der höchsten Spielklasse des saarländischen Fußballverbandes belegte man in der Folge stets Platzierungen im oberen Tabellendrittel. Im vergangenen Frühjahr dann wurde der Verein vorzeitig Meister und stieg in die Oberliga auf.

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