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Der „Doc“ ist die schillernde Persönlichkeit beim Aufsteiger

29 Punkte nach der Hälfte der Saison und ein sehr guter siebter Tabellenplatz:  Die Spielvereinigung Neckarelz ist kurz vor der Winterpause prima im Rennen. Die Sicherung des Klassenverbleibs scheint für den Aufsteiger nur Formsache zu sein, vielmehr hat sich das Team von Trainer Peter Hogen zu einem Kandidaten für einen Platz unter den Top-Sechs der Tabelle gemausert.

Zuletzt bestachen die Kicker aus dem Stadtteil von Mosbach in Nordbaden durch zwei famose Aufholjagden: Im Heimspiel gegen den SSV Ulm 1846 wurde in den letzten 20 Minuten aus einem 0:2 noch ein 3:2-Sieg gemacht. Am vergangenen Samstag wurde trotz doppelter Unterzahl beim KSV Hessen Kassel nach Toren von Danny Galm (78.) und Ugur Beyazal (80.) immerhin noch 3:3 gespielt. Marcel Busch (12., Notbremse) und Daniel Schwind (67., Handspiel) hatten vorzeitig das Feld räumen müssen und fehlen somit auch im heutigen Duell im Moselstadion.

Ohne sie wird die Spielvereinigung Neckarelz damit das letzte Auswärtsmatch eines sehr erfolgreichen Jahres bestreiten: Mit 82 Punkten hatte man im Frühjahr souverän die Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg gewonnen. Der beste Angriff mit 78 Toren, die zweitbeste Defensive, nur 29 Gegentreffer: Die Spielevereinigung setzte in der vergangenen Saison die Maßstäbe in der Liga und behielt letztlich auch im Duell mit Widersacher FC Astoria Walldorf die Oberhand.

Mit Bogdan Müller (stand einst sogar bei Schalke 04 und beim Karlsruher SC unter Vertrag.), Marcel Busch, Danny Galm, Ugur Beyazal, Heiko Throm (ebenso wie sein Bruder Marcel und Denis Bindnagel einst über viele Jahre hinweg bei Nachbar TSG Hoffenheim aktiv), Christian Haas und Denis Videc verfügt die Spielvereinigung über zahlreiche Top-Akteure, die jede Menge Erfahrung in höherklassigen Ligen mitbringen.

Der Glauben an die eigene Stärke war schon vor der Saison groß. „Ich hoffe und drücke uns allen die Daumen, dass wir dieses Selbstvertrauen mit in die Regionalliga übernehmen und so schnell wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt erzielen zu können“, meinte Trainer Peter Hogen im Sommer. Der 52-jährige Übungsleiter amtiert seit 2002 und war zuvor beim VfR Heilbronn und der SG Heidelberg-Kirchheim tätig.

Hogen war somit auch schon der verantwortliche Mann an der Außenlinie, als man in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde der Saison 2009/10 auf den Deutschen Rekordmeister FC Bayern München traf. Das Spiel fand aufgrund der fehlenden Zuschauerkapazität im heimischen Elzstadion in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim statt. 30.000 Fans waren damals dabei, die Spielvereinigung zog sich beim 1:3 sehr achtbar aus der Affäre. Wenig später startete das Team durch. 2010 gelang der SpVgg als Champion der Verbandsliga der Aufstieg in die fünftklassige Oberliga Baden-Württemberg, die man nur drei Jahre später in Richtung Regionalliga verließ.

Schillernde Persönlichkeit bei den Kickern aus dem Neckar-Odenwald-Kreis ist Klubpräsident Dr. Thomas Ulmer. Der 57-Jährige ist als Mediziner, Europaabgeordneter und Klubchef ein wahrer Tausendsassa. Trotz vielfältiger Beanspruchung ist er darauf  bedacht, möglichst bei jedem Spiel „seiner“ Mannschaft live dabei zu sein. Im Sommer hatte sich Ulmer sogar eigens kurzerhand von seinem Urlaubsort im Tessin nach Pirmasens chauffieren lassen, um sich die Regionalligapremiere der Spielvereinigung beim SVN Zweibrücken (1:1) anzuschauen.

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