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Pintol & Co. auch sportlich ins Schlingern geraten

Für viele Fans der Blau-Schwarz-Weißen ist es DAS Auswärtsspiel der Saison: Am Freitag, 1. November, ab 19 Uhr, tritt der SVE beim Drittligaabsteiger und früheren Bundesligisten Kickers Offenbach an – und rund 400 Eintrachtler werden ihr Team auf den Rängen des Sparda-Bank-Hessen-Stadions, das von vielen aber auch nach dem Umbau weiterhin „Bieberer Berg“ genannt wird, anfeuern. Lesen Sie hier eine Analyse der aktuellen Lage beim OFC.

Die sportliche Lage:

Bis zum achten Spieltag lief es recht gut bei den Kickers, die zu diesem Zeitpunkt 16 Punkte auf dem Konto hatten. Richtig gestört haben dürfte die Offenbacher Fans zunächst eigentlich nur das klare und sehr überraschende 0:3 gegen Aufsteiger KSV Baunatal. Mit der bitteren 1:3-Niederlage am 14. September bei der U23 vom Erzrivalen Eintracht Frankfurt begann aber eine Serie von vier Partien ohne einen einzigen Punkt. Im Sport1-Livespiel holte das Team des früheren Erzgebirge-Aue-Zweitligatrainers Rico Schmitt zumindest ein 0:0 im Derby gegen Hessen Kassel. Zuletzt gab es aber wieder einen Rückschlag: Samstag unterlag man im Großaspacher Ausweichstadion beim Aufsteiger Spielvereinigung Neckarelz mit 1:3, hat so nach 14 Partien 17 Punkte auf dem Konto und war vor dem Koblenzer Spiel gegen Ulm am Dienstag nur Zwölfter. Rico Schmitt wurde nach der Pleite gegen Neckarelz wie folgt auf der Website www.ofc.de zitiert:  „Solche Fehler wie am Samstag dürfen nicht passieren. Wir müssen dies intern besprechen und stehen für etwas anderes ein. Da dürfen wir uns nach einer Ecke nicht so vorführen lassen. Ich bin sehr enttäuscht. Vor allem in der Naivität und im Zweikampfverhalten liegen unsere Fehler.“ Ein Wiedersehen gibt es aus Trierer Sicht mit Benjamin Pintol. Der Mittelfeldspieler stand zwischen Januar und Juni 2012 in Diensten der Eintracht, wechselte anschließend zu Eintracht Frankfurt II, um sich dann dem Nachbarklub südlich des Mains anzuschließen. Hier absolvierte er bislang zwölf Spiele. An ihre alten Wirkungsstätten wiederum kehren Fouad Brighache und lars Bender zurück.

Der Verein:

Nach dem Ende der Saison 2012/13 verweigerte der DFB dem Verein die Lizenz wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsregelungen für die folgende Drittligasaison, die Beschwerdedistanzen durchlief man erfolglos. Am 7. Juni stellte Geschäftsführer David Fischer dann einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Der frühere Bundesligist und einstige Deutsche Pokalsieger bewarb sich danach zumindest erfolgreich für die Regionalliga-Zulassung. Insolvenzverwalter Andreas Kleinschmidt bezifferte die Schulden des Vereins unlängst auf offiziell  17,3 Millionen Euro, was aber eher eine insolvenztechnische Zahl ist. Die „echten Schulden“ sollen zwischen fünf und neun Millionen Euro liegen. Um finanziell wieder auf die Beine zu kommen, gibt es viele kreative Ideen im Kickers-Umfeld, wie etwa das  Charity-Event „Kichern für die Kickers“. Durch die große Unterstützung von Medienmanager und Ex-FSV-Frankfurt-Macher Bernd Reisig treffen sich am 9. Dezember bekannte Comedians, Künstler und Kabarettisten aus der Region in der Offenbacher Stadthalle.

Das Stadion:

Der OFC trägt seine Heimspiele im Sparda-Bank-Hessen-Stadion aus, welches im Sommer 2012 nach nur eineinhalbjähriger Bauzeit fertiggestellt wurde. Von den Fans wird das neu erbaute Stadion weiterhin als Bieberer Berg bezeichnet. Das Stadion bietet 20.500 Zuschauern Platz, mit der Option die Kapazität auf 22.500 zu erweitern. Eine Besonderheit stellt die Gegengerade  dar. Anders als in anderen Stadien befinden sich hier keine Sitzplätze, sondern die Stehplätze der Kickers-Fans. Dies war auch schon im Stadion am Bieberer Berg der Fall und wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Fans beibehalten.

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