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„Thomas Tuchel hat Steven im Blick“

„Unsere Jungs sind alle heiß auf das Spiel. Duelle gegen Trier haben aufgrund des Derbycharakters immer was Besonderes für uns. Jetzt kommt auch noch die außergewöhnlich gute Tabellensituation hinzu“, frohlockt Heinz Bender, Pressesprecher des 1. FSV Mainz 05 II, vor dem Hit in der Regionalliga Südwest am Samstag, ab 14 Uhr, im Bruchwegstadion zwischen den auf Position zwei notierten „Kleinen Nullfünfern“ und dem Spitzenreiter SVE.

Trainer Martin Schmidt plagen allerdings einige Personalsorgen – zahlreiche Abwehrspieler müssen passen oder drohen auszufallen. Wegen einer anstehenden Operation am Meniskus fehlt Stammkraft Fabian Kallig, der Ex-Eintrachtler Michael Falkenmayer, der im Sommer vom SC Pfullendorf zurück an den Bruchweg gewechselt war, plagt sich weiter mit Oberschenkelproblemen herum, Marcel Seegert ist am Schlüsselbein lädiert, Richard Weil laboriert an einer Hüftverletzung. Auf die immer wieder notwendigen Umstellungen im Defensivbereich führt Heinz Bender auch die jüngste 1:4-Niederlage bei Aufsteiger Spielvereinigung Neckarelz zurück. „Die zwei letzten Tore fielen allerdings auch sehr spät. Hinzu kam die erwiesene Qualität der Neckarelzer, die ja auch insgesamt gut drauf sind“, berichtet der FSV-Pressesprecher.

In höchsten Tönen lobt er Steven Lewerenz, vor der Saison aus Trier gewechselter Flügelflitzer auf der rechten Seite: „Er macht sich ganz hervorragend, hat nicht nur vier Treffer selbst erzielt, sondern auch schon etliche vorbereitet – bei unserem 4:0 in Mannheim beispielsweise sämtliche vier. Auch menschlich hat er sich voll integriert. Nicht umsonst darf er immer wieder mit den Bundesligaprofis trainieren. Unser Cheftrainer Thomas Tuchel hat Steven im Blick.“ Noch mit der Rolle des Ersatzspielers muss sich der ebenfalls zur neuen Saison von der Mosel an den Rhein gewechselte Robin Garnier begnügen. Der U19-Leistungsträger der 2012/13er Runde verzeichnet bislang einen Kurzeinsatz, ist aber nach Meinung von Heinz Bender auch auf einem guten Weg: „Robin kam ja nicht aus der Jugend-Bundesliga, sondern `nur` aus der Regionalliga. Er lernt jeden Tag dazu und macht große Fortschritte. Unser Coach Martin Schmidt hofft, dass er Robin in der Rückrunde öfters einsetzen kann.“

Der Höhenflug und der zweite Platz freut die Mainzer natürlich, gleichwohl geht es primär um die Weiterentwicklung der vielen Talente, um sie so im Idealfall für die eigene Bundesligamannschaft fit zu machen. Einer, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird, ist der eigentlich noch für die A-Junioren spielberechtigte David Kinsombi. Der 17-Jährige Techniker mit kamerunischen Wurzeln durfte auch schon am vergangenen Samstag beim 2:1 im Testspiel der Profis in Nassau /Lahn gegen Borussia Mönchengladbach ran.

Die Landeshauptstädter verfügen mit 33 erzielten Treffern über die mit weitem Abstand stärkste Offensive der Regionalliga Südwest. Hauptverantwortlich dafür sind neben Vorlagengeber Lewerenz (vier Treffer) auch und vor allem Spielmacher Nejmeddin Daghfous (ebenfalls vier Tore) und der bislang sogar 14 Mal erfolgreiche Angreifer Petar Sliskovic. Der 22-jährige Kroate war in der Rückrunde der Vorsaison zu Zweitligist Dynamo Dresden ausgeliehen worden, wo er aber in zehn Spielen keinen Torerfolg verzeichnen konnte.

FSV-Pressesprecher Bender rechnet auch von Mainzer Seite am Samstag mit einer guten Kulisse, obschon einige tausend Fans den Weg zum Auswärtsspiel der Bundesligamannschaft bei Bayern München auf sich nehmen dürften. Darüber erwartet er „einen offenen Schlagabtausch. Unser Trainer hat eine sehr hohe Meinung von der Eintracht, die gerade am Anfang immer wieder viel Druck entfacht“. Gegen  Benders Tipp („Ich denke, es geht 1:1 aus.“) hat man sicher auch im blau-schwarz-weißen Lager nichts einzuwenden.

 

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