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„Wenn wir sie spielen lassen, haben wir Probleme“

Wenn der Tabellensechste auf den Vorletzten trifft, sind die Rollen eigentlich klar verteilt. Nach Ansicht von Roland Seitz, dem Cheftrainer des SV Eintracht Trier 05,  stellt sich die Situation vorm Regionalliga-Südwest-Heimspiel am Freitag, ab 19 Uhr, im Moselstadion gegen die mit erst drei Punkten notierte TSG Hoffenheim ganz anders dar: „Wir alle machen den größten Fehler, wenn wir die Hoffenheimer an ihrem Tabellenplatz messen. Sie haben Fußballer der Spitzenklasse in ihren Reihen, zudem könnte es ja gerade am Bundesliga-Länderspielwochenende Verstärkung von oben geben. Warum es bis jetzt bei ihnen so schlecht lief, kann ich auch nicht genau sagen. Zwei frühe Platzverweise haben sicher ihren Teil zur anfänglichen Niederlagenserie  beigetragen.“

Mit dem Selbstbewusstsein, sechs Mal in Folge nicht verloren zu haben, will der SVE der U23 aus dem Kraichgau begegnen – und gesunde Aggressivität an den Tag legen. „Wenn wir sie spielen lassen, haben wir Probleme“, warnt Seitz. Nach zwei aufeinanderfolgenden Englischen Wochen hofft er darauf, dass „meine Jungs vom Kopf und von der körperlichen Verfassung her soweit konkurrenzfähig sind, um den Dreier zu holen“.

Christoph Buchner dürfte seine im jüngsten Heimspiel erlittene Wadenverletzung auskuriert haben und soll dann wieder in die Startformation rücken. Kurz vor seiner Auswechslung am Dienstag in Worms (0:0) erwischte es derweil Christoph Anton: nach einem Zusammenprall mit Wormatia-Keeper Rainer Adolf trug er einen Bruch der linken Mittelhand davon, an der er am Freitag Morgen im Ehranger Marienkrankenhaus operiert wird. Seitz ließ noch offen, wer für den 22-Jährigen ins Team rückt. Ein Kandidat scheint Moussa Touré zu sein, der bereits in Worms für Anton in die Partie kam. Wieder am geregelten Mannschaftstraining nehmen unterdessen die beiden lange Zeit verletzten Verteidiger Thomas Konrad und Torge Hollmann teil. Wann sie wieder in die Anfangself rücken, vermag der SVE-Übungsleiter noch nicht zu sagen: „Sie werden sich über Spiele in der U23 und im Training wieder heran arbeiten. In zwei, drei Wochen wissen wir dann mehr.“

An einem spielfreien Wochenende in der Bundesliga auf eine U23 zu treffen, findet Coach Seitz „einfach nicht okay“. Den Teams bieten sich dann ganz andere personelle Alternativen an. „Das kann sogar zur Wettbewerbsverzerrung führen. In der Vergangenheit waren wir schon einige Male die Leidtragenden.“ Besser fände es der Fußballlehrer, dass an Länderspielterminen auch die Regionalliga pausiert – wie es etwa aktuell im Nordosten und im Westen geschieht.

 

Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt vom WOCHENSPIEGEL. Mehr Sport von hier: www.wochenspiegellive.de/trier/lokalsport

 

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