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Remis bei kampfstarker Wormatia

Die Serie hat gehalten: Am Dienstag Abend kam der SV Eintracht Trier 05 im Auswärtsspiel beim VfR Wormatia Worms zu einem 0:0 und ist damit schon seit sechs Spielen in der Fußball-Regionalliga Südwest ungeschlagen.

Die noch sieglosen Gastgeber begannen das Traditionsderby forsch und aggressiv. Die Eintracht-Abwehr – Christoph Buchner musste mit einer im Koblenz-Spiel zugezogenen Wadenprellung passen, für ihn kam Christopher Spang ins Team – hatte zunächst alle Hände voll zu tun. So bereits in der dritten Minute. Nach scharfer Hereingabe von Johnathan Zinnram köpfte Michael Dingels den Ball in höchster Not weg – Adam Jabiri hätte sonst aus drei Metern einnicken können! In der sechsten Minute wurde es noch brenzliger für die Blau-Schwarz-Weißen. Ein hoher Ball des Ex-Duisburgers Srdjan Baljak landete auf dem Kopf Zinnrams und von dort am Pfosten des Trierer Gehäuses.

Mit der Zeit nahm der Druck der Wormaten ab, der SVE stand sicherer in der Abwehr, tat sich aber schwer, konstruktive Angriffe zu kreieren. Gut indes die Aktion in der 19. Minute. Alon Abelski passte von der Zentrale aus auf rechts zu Fouad Brighache. Der Außenverteidiger fand in der Mitte Marco Quotschalla, der aus sieben Metern halbrechter Position an Wormatia-Keeper Rainer Adolf scheiterte. Wenig später eine gelungene Standardvariante: Abelski bediente Matthias Cuntz am Sechzehner. Der Schuss landete allerdings über dem Wormser Tor (22.). Den gut 100 mitgereisten Eintracht-Anhängern stockte dann in der 31. Minute der Atem. Christopher Spang foulte rund 18 Meter vor dem Tor Baljak. Den Freistoß setzte Zinnram aber am Tor vorbei. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel die letzte erwähnenswerte Offensivaktion der Wormatia. Lucas Oppermann schloss aus 16 Metern ab, stellte Chris Keilmann im Trierer Kasten aber vor keine Probleme.

Auch in die zweite Hälfte startete Worms mit Schwung und setzte den SVE unter Druck. Die dicke Chance ergab sich in der 53. Minute jedoch auf der Gegenseite für Sylvano Comvalius. Nach einem Wormatia-Ballverlust im Mittelfeld und Doppelpass mit Brighache setzte der Niederländer den Ball aus neun Metern haarscharf am linken Torpfosten vorbei.

Die Wormatia hatte mehr Ballbesitz, wollte unbedingt den Dreier, um so auch den wachsenden Druck auf den in die Kritik geratenen Coach Stefan Emmerling einzudämmen. Es fehlte den Rheinhessen aber an Genauigkeit und Gefahr in der Nähe des Strafraums. Der Eintracht bot sich Platz für Konter. Doch auch hier kam der letzte Pass nicht. Knapp ging es nochmal in der 79. Minute zu. Alper Akcam hatte sich schön bis zur Strafraumgrenze durchgetankt, schoss aber um einen halben Meter vorbei. Und nochmal Akcam: In Minute 80 schoss er aus Nahdistanz in die Arme von Keilmann. Die Wormatia bekam jetzt die zweite Luft. Sekunden später prüfte Jabiri den faustenden Keilmann. Zwei  Minuten vor dem Abpfiff noch eine gute Chance für die Gäste. Bender passte präzise auf Moussa Touré, der knapp vorbei schoss.  Wenig später landete ein Abelski-Freistoß an Freund und Feind hinweg am Pfosten. Am Ende war das Team von Cheftrainer Roland Seitz dem Sieg näher als nachlassende Wormser.

Es blieb beim torlosen Remis, dem zweiten in dieser Saison für die Eintracht (zuvor 0:0 gegen den FCK II) und dem dritten insgesamt. Weiter geht es am Ende der Englischen Woche am Freitag, ab 19 Uhr, im Moselstadion gegen die U23 des Bundesligisten TSG Hoffenheim.

 

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer Roland Seitz: „Es war ein intensives Spiel. Beide Mannschaften haben sich hier voll rein gehauen. Am Ende haben wir noch zwei riesengroße Chancen, können das Ding nach Hause fahren.“

Marco Quotschalla: „Auch, wenn wir am Schluss zwei hundertprozentige Möglichkeiten haben, sollten wir zufrieden sein. Worms hat eine sehr gute Mannschaft. Das hat man auch heute gesehen.“

Michael Dingels: „Wir haben wenig in der Defensive zugelassen und hatten vorne richtig dicke Chancen. Es ist okay, hier gepunktet zu haben. Nun wollen wir am Freitag gegen Hoffenheim aber unbedingt wieder gewinnen.“

Steven Kröner: „Es war eigentlich unser Plan, bis zum Ende geduldig zu sein. Wir wussten, dass Worms kommen muss, weil es mit dem einen Punkt nicht zufrieden sein konnte. Somit ergaben sich für uns große Kontermöglichkeiten. Gegen Hoffenheim müssen wir jetzt noch aggressiver und härt spielen, damit die jungen, gut ausgebildeten Leute von denen gar keine Lust mehr haben, Fußball zu spielen.“

 

Aufstellungen:

Wormatia: Adolf – El-Hammouchi, Steil, Roesner, Gopko – Zinnram (71. Wölk), Abele, Sträßer, Baljak (89. Feucht), Oppermann (67. Akcam)– Jabiri.

Eintracht: Keilmann –Brighache, Dingels, Kröner, Zittlau – Spang, Cuntz – Quotschalla (84. Kuduzovic), Abelski, Anton (58. Touré)– Comvalius (68. Bender).

Zuschauer: 1280

Schiedsrichter: Stefan Faller (Karlsdorf-Neuthard)

 Dieser Artikel wurde mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt vom WOCHENSPIEGEL. Mehr Sport von hier: www.wochenspiegellive.de/trier/lokalsport.

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