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Flum-Transfer ein warmer Regen für die Linzgauer

Das zweite Auswärtsspiel der neuen Saison führt den SV Eintracht Trier 05 am kommenden Samstag nach Pfullendorf. Anstoß in der Geberit-Arena ist um 14 Uhr. Die weite Reise ins Bodensee-Hinterland – Pfullendorf liegt nur rund 20 Kilometer vom „See“ entfernt – tritt der SVE-Tross bereits am Freitag an. Lesen Sie hier eine Analyse der Lage beim SCP, den der SVE in der Vorsaison daheim mit 1:0 bezwingen konnte. Ende Mai gab es im letzten Spiel der alten Saison aber (stark ersatzgeschwächt) eine 0:3-Niederlage.

Die Ausgangslage: Zum Start ein 1:0 über den FC 08 Homburg, dann ein 1:3 beim SC Freiburg II, im jüngsten Heimspiel ein 2:2  gegen den amtierenden Südwestmeister KSV Hessen Kassel, zuletzt ein 1:3 bei Aufsteiger SpVgg Neckarelz: Das Team von Trainer Adnan Sijaric ist mittelprächtig in die neue Saison gestartet – und beklagt bereits zahlreiche Verletzte. Nächste Hiobsbotschaft ereilte die Linzgauer vor kurzem: Nach Manuel Stark fällt nun auch Kapitän Jörg Schreyeck länger aus. Der Mittelfeldspieler musste am Mittwoch der Vorwoche beim Pokalspiel gegen den Kehler FV (1:0) frühzeitig ausgewechselt werden. Eine Kernspintomographie gab darüber Aufschluss, dass es sich um einen Innenbandriss im rechten Knie handelt. Schreyeck wird voraussichtlich sechs Wochen fehlen.

Was darüberhinaus das Personal angeht, müssen die Linzgauer nunmehr dauerhaft auf den zurück zu Mainz 05 II abgewanderten Michael Falkenmayer genauso verzichten, wie mit dem zum Schweizer Fünftligisten FC Kreuzlingen gegangenen Piero Saccone – beide Ex-Trierer zählten in der abgelaufenen Saison zu den Stützen im Team. Im Ausland schaute man sich nach Verstärkungen um und wurde (auch hier) fündig. Marco Kehl-Gómez (21) kam vom  Grasshopper Club  Zürich II. Der Brasilianer Lucas Osorio (24), ein dribbelstarker Offensiv-Allrounder will Pfullendorf als Sprungbrett ins Profige­schäft nutzen.

Der Verein: In wirtschaftlicher Hinsicht hat­te der Sportclub zuletzt Glück. „Wir haben wieder Luft zum Atmen“, sagte der SCP-Vorsitzende Günther Biggel unlängst gegenüber dem „Südkurier“ und bedankte sich so bei den früheren Verantwortlichen um Ex-Manager Hans-Hermann Krane. Schließlich spülte doch die festge­schriebene Beteiligung am Transfer von Ex-Spieler Johan­nes Flum (vom SC Freiburg zu Eintracht Frankfurt) etwa 330 000 Euro in die ziemlich leere Kasse des SCP. Gelten die Pfullendorfer in hiesigen Breitengraden eher als graue Maus, sind sie im Süden Baden-Württembergs eine echte Nummer: Der 1919 gegründete Sportclub gilt im Bereich des südbadischen Fußballverbands hinter Bundesligist SC Freiburg als das Aushängeschild. Im Jahre 2000 klopfte der damals noch großzügig vom Küchenhersteller „Alno“ unterstützte Klub sogar ans Tor zur Zweiten Bundesliga, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde an Union Berlin und dem damaligen LR Ahlen. Mitte Oktober 2011 übernahm der frühere Pfullendorfer Spieler Adnan Sijaric die Verantwortung als Coach. In der Vorsaison schloss der SCP dank eines famosen Schlussspurts, der mit dem 3:0 am letzten Spieltag gegen eine allerdings sehr stark ersatzgeschwächt angetretene Eintracht gekrönt wurde, noch auf Platz 13 ab, wodurch doch der wenige Wochen zuvor kaum noch für möglich gehaltene Klassenverbleib gelang.

Das Stadion: Die Geberit-Arena ist ein 1955 eingeweihtes Mehrzweck-Stadion, in dem hauptsächlich Fußball und Leichtathletik betrieben werden. Es bietet 10.000 Plätze, davon 432 Sitzplätze. Das Stadion hieß bis 2005 Waldstadion, wurde dann in Alno-Arena umbenannt. Als der Küchenhersteller den Sponsoring-Vertrag mit dem SC Pfullendorf zum Ende der Saison 2007/2008 aufkündigte, wurde der Sanitär-Konzern Geberit als neuer Namensgeber gefunden.

 

 

 

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