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Geißbock-Klub hat drei amtierende Pokalsieger in seinen Reihen

1:1 bei Dynamo Dresden, 1:1 daheim im rheinischen Derby gegen Fortuna Düsseldorf: Der Start des 1. FC Köln in die neue Zweitliga-Saison war so lala. Vor 50.000 Zuschauern sah es am vergangenen Sonntag gegen den Erzrivalen aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt lange Zeit sogar nach einer bitteren Heimniederlage aus. Anthony Ujah, der in der Vorsaison als Leihgabe von Mainz 05 bereits 13 Mal getroffen hatte und inzwischen mit einem Vierjahres-Vertrag beim FC ausgestattet wurde,  erlöste die Kölner aber in der 67. Minute mit seinem Flugkopfballtreffer zum Ausgleich.

„Wir waren in der ersten Hälfte zu zaghaft, schienen vielleicht auch aufgrund der Kulisse eingeschüchtert gewesen zu sein“, meinte Trainer Peter Stöger (47) in seiner Analyse. Mutiger und entschlossener seien seine Schützlinge dann ab der 60. Minute gewesen. „So stelle ich mir das vor. In der letzten halben Stunde hat es sogar richtig Spaß gemacht, zuzuschauen“, sagte der in der Sommerpause vom österreichischen Meister Austria Wien los geeiste Übungsleiter, der es einst als Aktiver auf 65 Länderspiele für sein Heimatland gebracht hat, im Sky-Interview.

Kein Zweifel: Im Jahr zwei nach dem fünften Bundesligaabstieg in der Vereinsgeschichte soll Stöger beim Geißbock-Klub entscheidend mithelfen, dass möglichst schon am Ende dieser Saison der Wiederaufstieg ins Oberhaus feststeht. Auch im Management hat man beim Deutschen Meister von 1962, ´64 und ´78 keine Kosten und Mühen gescheut und Wunschkandidat Jörg Schmadtke als Geschäftsführer Sport verpflichtet. Der aus Trier stammende Jörg Jakobs, der zuvor die Bezeichnung „Kaderplaner“ trug, rückt damit wieder etwas mehr in den Hintergrund und arbeitet Schmadtke, mit dem er zuvor schon in Aachen und Hannover eng kooperiert hatte, zu.

Klar, dass für Jakobs die Partie im Moselstadion eine mit Extra-Kick ist. Gegenüber dem „Express“ hatte er kurz nach der Auslosung am 15. Juni gesagt: „Für mich als gebürtiger Trierer natürlich ein besonders reizvolles Los. Das ist ja fast ein lokales Duell, gegen einen Klub, der als Pokalschreck bekannt ist.“

Auch Cheftrainer Stöger geht die Aufgabe offenbar mit einigem Respekt an, wie auf www.fc-koeln.de nachzulesen ist: „Trier ist ein attraktives Los. Den Club und die Stadt kenne ich auch als Österreicher. Wir werden die Eintracht sicher nicht unterschätzen.“

Beim Bestreben, im DFB-Pokal möglichst weit zu kommen und den angestrebten Wiederaufstieg zu schaffen, sollen neben dem nun fest verpflichteten Goalgetter Ujah, auch die beiden Mittelfeldspieler Daniel Halfar (25, kam vom TSV 1860 München) und Marcel Risse (23, von Mainz 05) sowie der aus Duisburg gewechselte Angreifer Maurice Exslager (22) ihren Teil dazu beitragen.

Der von Peter Stögers Vorgänger Holger Stanislawski eingeschlagene Weg mit jungen Spielern soll fortgeführt werden. In den beiden bisherigen Punktspielen fand sich so (auch) der 21-jährige Katalane Román Golbart in der Startformation wieder. Der robuste Innenverteidiger stand zuvor beim englischen Premier-League-Klub Wigan Athletic unter Vertrag. Die drei 19-jährigen Eigengewächse Jannik Müller, Yannick Gebhardt und Fabian Schnellhardt – allesamt amtierender DFB-Pokalsieger mit den Kölner A-Junioren – sollen zudem enger an die erste Mannschaft heran geführt werden.

Im Endspiel gegen die U19 des 1. FC Kaiserslautern war am 1. Juni in Berlin übrigens ein gewisser Marco Ban der Schütze des Goldenen Tores.

Dessen Vater Kresimir leistete dem SVE 05 zwischen 2005 und ´07 treue Dienste als Zeugwart und wechselte wenig  später nach Köln. Dem sympathischen „Krescho“ gilt auf Seiten des FC deshalb ein ganz besonders herzlicher Gruß!

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