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Der „Pokalschreck“ ist wieder in den Startlöchern…!

Kaum ein anderer Klub hat sich in der Geschichte des DFB-Pokal so den Ruf eines „Pokalschrecks“ verdient wie der SV Eintracht Trier 05. Etliche Male erwies sich das Moselstadion in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bereits als „Favoritenfallgrube“, auch auswärts wusste das Team mit der Porta auf der Brust schon zu glänzen. Nach einem Jahr Pokal-Abstinenz geht es am Samstag, ab 20.30 Uhr, mit dem Heimspiel gegen den 1. Fc Köln im mit über 10.000 Zuschauern bestens gefüllten Moselstadion wieder hoffentlich „rund“.

 

Ob in Krefeld, gegen Dortmund, Schalke, Hannover, Bielefeld oder in der ersten Runde des 2011/12er Wettbewerbs gegen den FC St. Pauli – um nur einige zu nennen: An Trier und die jeweiligen Pokalspiele mit der Eintracht hat man in diesen Städten bis heute wahrlich keine guten Erinnerungen…

Ihren bislang größten Pokal-Triumph feierte die Eintracht am 29. Oktober 1985 in der Krefelder Grotenburg – die „Mutter“ aller bisherigen SVE-Sensationen im DFB-Pokal.  Unter Trainer Horst Brand hatte man zunächst den Karlsruher SC mit 3:0 aus dem Wettbewerb geworfen, ehe man im Moselstadion dem amtierenden DFB-Pokalsieger FC Bayer 05 Uerdingen (heute: KFC Uerdingen) daheim ein 0:0 abtrotzte  Im Wiederholungsspiel, welches damals noch stattfand, gelang dann vor 3000 Zuschauern mit einem 3:0-Erfolg die Sensation. Zum ersten Mal in der Pokalgeschichte konnte ein Amateurklub beim Titelverteidiger gewinnen.

So richtig rund ging es dann in der 1997/98er Runde. Nachdem man zunächst die SpVgg Unterhaching nach hartem Kampf mit 2:1 besiegen konnte, bescherte das Los den damaligen UEFA-Pokalsieger FC Schalke 04. Dem heutigen Co-Trainer Rudi Thömmes sollte es beim 1:0 vorbehalten sein, die Sensation zu besiegeln. Im Anschluss meinte es die Glücksfee mit der Eintracht erneut gut und schickte mit Borussia Dortmund den Champions-League- und frischgebackenen Weltpokal-Sieger ins Moselstadion. Vor wiederum ausverkauftem Haus konnte dieser nach Treffern von wiederum Thömmes und Marek Czakon (Foulelfmeter), bei einem Gegentreffer von „Fußballgott“ Jürgen Kohler mit 2:1 im Achtelfinale aus dem Wettbewerb geworfen werden. Im Viertelfinale gab es ein 1:0 über Waldhof Mannheim und die Halbfinalteilnahme gegen den MSV Duisburg samt einer Liveübertragung im ZDF war perfekt. Dieses Spiel hätte auf Grund fehlenden Flutlichts im Moselstadion dort fast gar nicht stattfinden können. Doch binnen kürzester Zeit wurden die Fundamente gegossen und die Masten montiert, so dass am 18. Februar 1998 das Flutlicht erstrahlte. Lange Zeit sah der MSV Duisburg im Spiel wie der sichere Sieger aus, die Zebras führten bis kurz vor Schluss mit 1:0. Doch in der 89. Minute erzielte Dirk Fengler den Ausgleichstreffer. Erst im Elfmeterschießen musste sich der SVE mit 10:11 geschlagen geben. 1999/2000 wurde der Karlsruher SC mit 6:5 im Elfmeterschießen besiegt. Auch die Münchener Löwen wurden in der 3. Runde mit 2:1 „erlegt“.

Zu alter Pokal-Form schwang sich der SVE in der 2009/10er Saison auf, in der zunächst Bundesligist Hannover 96 mit 3:1 und danach Zweitligist Arminia Bielefeld mit 4:2 nach Verlängerung dran glauben mussten. In der Saison 2010/11 konnte sich Bundesligist 1. FC Nürnberg erst nach zähem Kampf mit 2:0 im Moselstadion durchsetzen und in Runde eins der 2011/12er Runde musste der damalige Bundesligaabsteiger FC St. Pauli beim 1:2 (Foto) dran glauben. Anschließend war der SVE wieder nahe dran, unterlag aber nach großem Kampf vor proppenvollem Haus dem Hamburger SV hauchdünn mit 1:2 nach Verlängerung.

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