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Künftig auch Südwest-Spiele live im Fernsehen?

Der Startschuss für die neue Saison in der Regionalliga Südwest erfolgt am Freitag, 26. Juli, 19 Uhr. Dann wird das Eröffnungsspiel zwischen der TuS Koblenz und dem Drittligaabsteiger Kickers Offenbach angepfiffen.

 

Bei einer Managertagung am Donnerstag Nachmittag in der Sportschule Schöneck in Karlsruhe gab es einen Überblick auf die vergangene Spielzeit und einen Ausblick auf die neue Runde.

Vier neue Klubs konnte Spielkommissionsvorsitzender Thomas Schmidt begrüßen: Neben den Vertretern der Aufsteiger SpVgg Neckarelz (Baden-Württemberg), SVN Zweibrücken (Rheinland-Pfalz/Saar) und KSV Baunatal (Hessen) waren dies auch die Verantwortlichen des Zwangsabsteigers aus Offenbach. Nachdem die SV 07 Elversberg via Aufstiegsrunde den Sprung in die Dritte Liga geschafft hat und der FC Bayern Alzenau, der SC 07 Idar-Oberstein, der 1. FC Eschborn und der FSV Frankfurt II in die Oberligen absteigen mussten, geht die Liga nunmehr mit 18 Teams ins Rennen.

Regionalliga-Geschäftsführer Sascha Döther bezifferte die Anzahl der möglichen Absteiger am Ende der Saison zwischen zwei und fünf – je nachdem, ob der Erste und/oder der Zweite in die Dritte Liga aufsteigen und wer aus der Dritten Liga in den Südwesten absteigt. Sollte der Extremfall eintreten – keiner steigt auf und drei Drittligisten kommen dazu – wird die Liga auf bis zu 20 Teilnehmer vergrößert. Neuerung: die drei Tabellenzweiten der an der Regionalliga Südwest beteiligten Oberligen machen in einer Play-Off-Runde einen zusätzlichen Aufsteiger aus.

Termine für die Aufstiegsspiele zur Dritten Liga sind der 28. Mai und der 1. Juni. Ligachef Döther will darauf drängen, dass im Gegensatz zur alten Saison die Paarungen dieser  Runde (die fünf Regionalligameister plus der Zweite aus dem Südwesten machen im Hin- und Rückspiel die drei Aufsteiger aus) erst nach Saisonende ausgelost werden bzw. feststehen: „So können wir möglichen Bestrebungen vorbeugen, dass eine Mannschaft am Ende vielleicht statt Erster nur Zweiter werden will, weil sie den vermeintlich leichteren Gegner zugelost bekommen hat.“

In Sachen Zulassungsverfahren ging Döther auch auf die drei Aufsteiger und deren Spielstätten ein. Baunatal und wohl auch Neckarelz werden nach zum Teil erfolgten Umbaumaßnahmen (unter anderem fehlt in Neckarelz noch ein Zaun) von Beginn an in ihren Stadien spielen können. Zweibrücken trägt seine ersten drei Heimspiele im Pirmasenser Stadion auf der Husterhöhe auf – davon betroffen ist auch das Duell mit dem SV Eintracht Trier 05 am Samstag, 10. August. Zum vierten Heimspiel gegen den SC Pfullendorf soll das Zweibrücker  Westpfalzstadion dann den Regionalliga-Anforderungen entsprechen.

Ständig bemüht ist Geschäftsführer Döther, die Attraktivität der Regionalliga zu steigern. Die Ausschreibung zur Gewinnung eines Ligasponsors ist demnach in konkreter Vorbereitung. Das Interesse der Fernsehsender hält sich indes insgesamt in Grenzen, weshalb unterm Strich gerade einmal gut 1800 Euro TV-Erlöse für jeden Klub hängen blieben.

Interesse hat derweil der Sender Sport1 bekundet, die vierte Liga stärker in den Fokus zu rücken. „Wir befinden uns in Verhandlungen“, ließ Döther durchblicken. Bundesweit sollen demnach pro Saison bis zu fünf Spiele pro Regionalliga-Staffel an einem Dienstag oder Mittwoch Abend ausgestrahlt werden. Einige Partien aus dem Westen waren bereits in der vergangene Saison übertragen  worden.

Was die Sportgerichtsbarkeit betrifft, bilanzierte Dr. Andreas Pitz 76 Verfahren – 30 Mal wegen roter Karten (Sperren von einem bis zu sechs Spielen), ein Dutzend Mal gegen Trainer und Betreuer wegen Verfehlungen am Spielfeldrand und 24 Mal gegen Vereine wegen des Einsatzes von Pyrotechnik (Strafen hier bis zu 5000 Euro). Einer der unrühmlichen „Höhepunkte“ waren nach Angaben von Pitz  am 5. April die Vorkommnisse beim Eintracht-Spiel gegen Hessen Kassel, als „Fans“ den Platz stürmten.

Aus Sicht der Schiedsrichter konnte Werner Föckler fast ausnahmslos auf „gute bis sehr gute Spielleitungen“ zurückblicken. „Wir sind äußerst zufrieden“, stellt der frühere FIFA-Referee fest.

Gegenstand der Regionalliga-Tagung in Karlsruhe war auch und vor allem die Spielplanbesprechung. Die Vereinsvertreter tauschten sich über Spieltermine aus. Nun sind die Sicherheitsbehörden am Zuge. Deren Einverständnis und die Abstimmung mit den Daten aus den beiden Bundesligen und der Dritten Liga machen den Plan für die Regionalliga aber erst „rund“.

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