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Elversberg löst durch Remis das Drittliga-Ticket!

 Die SV 07 Elversberg hat sich den letzten freien Platz in der 3. Liga gesichert. Dank eines 1:1 (0:1) beim Bayern-Meister TSV 1860 München II im Relegationsrückspiel, das beim ersten Versuch am Sonntag wegen sintflutartiger Regenfälle kurzfristig ausgefallen war, folgt der Tabellenzweite der Regionalliga Südwest den bereits feststehenden Aufsteigern RB Leipzig und Holstein Kiel in die 3. Liga.

 

Wie schon beim 3:2 im Hinspiel am vergangenen Mittwoch kam die Mannschaft von SVE-Trainer Jens Kiefer nach einem 0:1-Rückstand durch 1860-Routinier Necat Aygün (40.) noch zurück. Vor lautstarken 14.500 Zuschauern in der großen Münchner Allianz-Arena sorgte Abedin Krasniqi (84.) mit seinem Treffer in der Schlussphase für den größten Erfolg in der 106-jährigen Vereinsgeschichte der SVE.

Trainer Kiefer: „Wollten unbedingt in die Sportschau“

Trainer Jens Kiefer war nach dem Abpfiff überglücklich. „Wir hatten etwas Glück. Doch das ‚Wie‘ ist am Ende egal. Wir haben das nötige Remis geholt. Meine Spieler wollten unbedingt in die Sportschau. Das haben sich die Jungs nun verdient“, so der 38-Jährige.

Markus von Ahlen, Trainer der 1860-Reserve, zeigte sich als fairer Verlierer: „Glückwunsch an Elversberg. Das cleverere Team hat sich durchgesetzt. Dennoch bin ich stolz auf meine Mannschaft, die 80 Punkte geholt hat und meiner Meinung nach in beiden Partien aktiver war. Uns haben leider sieben Minuten gefehlt. In der kommenden Saison werden wir neu angreifen.“

Ziereis als 1860-Kapitän – Grippe stoppt Schug

Wegen der Roten Karte von Kapitän Stefan Wannenwetsch im Hinspiel am Mittwoch vertraute 1860-Trainer Markus von Ahlen im zentralen Mittelfeld auf Christoph Dinkelbach. Auch SVE-Trainer Jens Kiefer, der derzeit die Ausbildung zum Fußball-Lehrer absolviert und vom DFB für die Partie freigestellt worden war, nahm eine Änderung vor. Milad Salem lief für den grippegeschwächten Marcel Schug von Beginn an auf. Bei prächtiger Stimmung in der Münchner WM-Arena von 2006 entwickelte sich von Beginn eine offene Partie ohne großes Taktieren.

Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, überzeugten mit einem flüssigen Spielaufbau nach vorne und kamen bereits frühzeitig zu mehreren hochkarätigen Chancen. Bereits nach drei Minuten tauchte 1860-Torjäger Markus Ziereis, der für Wannenwetsch die Kapitänsbinde trug, nach punktgenauem Zuspiel von Peter Vollmann durch die Schnittstelle der Gäste-Abwehr alleine vor dem Tor auf. Der zukünftige Stürmer des Zweitligisten FSV Frankfurt scheiterte aber am gut reagierenden SVE-Torhüter Kenneth Kronholm.

Wie im Hinspiel: Routinier Aygün mit „Köpfchen“

Während Elversbergs Kapitän und Ex-Profi Timo Wenzel kurze Zeit später knapp über das 1860-Tor von Vitus Eicher köpfte, musste Kronholm wiederum sein ganzes Können aufbieten, um einen Kopfball von Routinier Necat Aygün noch aus dem Eck zu fischen. Die „Löwen“ übernahmen nach einem stetigen Hin und Her im Laufe der ersten Halbzeit aber mehr und mehr die Kontrolle und verzeichneten mehr Ballbesitz.

Nachdem Sebastian Meier mit einem Freistoß und Christoph Dinkelbach das Tor verfehlten, war schließlich Hinspiel-Torschütze Aygün (40.) für die Gastgeber zur Stelle. SVE-Torhüter Kronholm unterlief einen Eckball von Philipp Steinhart, sodass der 33-Jährige zum 1:0 einköpfen konnte und die Gastgeber vor der Pause in Führung brachte.

Krasniqis-Einzelaktion bringt noch die Wende

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Münchner die aktivere Mannschaft und versuchten gleich nachzulegen. Bei einem Schuss des agilen „Sechsers“ Andreas Geipl wirkte Elversbergs Kenneth Kronholm ebenfalls nicht ganz sicher und lenkte den Ball mit Mühe noch über das Tor. SVE-Trainer Kiefer reagierte und konnte mit den Einwechslungen von Angelo Vaccaro (für Maurice Deville) und Christian Grimm (für Marc Gallego) für etwas mehr Schwung in der Offensive sorgen.

Die Höhepunkte der Gäste-Druckphase waren ein Kopfball von Timo Wenzel sowie eine Chance durch Marc Gross, dessen Schuss von Strafraumgrenze nach schöner Kombination 1860-Torwart Eicher sicher parierte. Als die Kräfte der Saarländer langsam schwanden, gelang doch noch der Ausgleich. Nach einem Eckball lupfte Abedin Krasniqi, dem bis zu dieser Zeit nicht viel gelungen war, den Abpraller an und traf per Volleyschuss ins Eck zum 1:1 (84.).

Die „Löwen“ wollten nach dem Ausgleich mit der Brechstange und Necat Aygün als Mittelstürmer den Ausgleich erzwingen. Doch bei der letzten Doppelchance der „Sechz’ger“ durch den freistehenden Markus Ziereis reagierte SVE-Torwart Kronholm mit einer Hand glänzend und machte seinen Fehler beim 0:1 wieder wett.

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