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Endspurt im Auf- und Abstiegskampf

 Nachdem die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga bereits perfekt ist, will Spitzenreiter KSV Hessen Kassel nun auch den Meistertitel in der Regionalliga Südwest einfahren. Das könnte bereits am 36. Spieltag gelingen.

 

Dafür müsste die Mannschaft von KSV-Trainer Uwe Wolf heute (ab 19 Uhr) bei der U 23 des FSV Frankfurt gewinnen und der ärgste Verfolger SV 07 Elversberg am Mittwoch (ab 19 Uhr) an selber Stelle im Volksbank-Stadion am Bornheimer Hang bei Eintracht Frankfurt II verlieren.

„Auch wenn es durch die bevorstehenden Aufstiegsspiele ein Titel ohne großen Wert ist, wollen wir nun auch die Staffelmeisterschaft holen“, sagt Ex-Profi Wolf, der in Frankfurt weiterhin auf die langzeitverletzten Sebastian Gundelach, Moritz Meuser und Tobias Damm verzichten muss. „Auch wegen des für uns sehr wichtigen Hessenpokal-Halbfinales am Donnerstag gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden werde ich ein wenig rotieren und auch einigen Spielern die Chance geben, die sich Startelf-Einsätze verdient haben. Dazu gehören zum Beispiel Jannik Weingarten, Marco Dawid oder Steffen Dieck.“

Mannheim will Minimalchance auf Relegation wahren

Auf eine Niederlage der SV 07 Elversberg muss auch der SV Waldhof Mannheim hoffen, der heute (ab 19 Uhr) mit einem Sieg beim abstiegsbedrohten SC Idar-Oberstein die Minimalchance auf eine Qualifikation zur Aufstiegs-Relegation wahren und damit den Druck auf die zweitplatzierten Saarländer erhöhen kann. Zumindest für eine Nacht könnten die „Waldhof-Buben“ den Rückstand auf Elversberg bis auf einen Punkt verringern. Die Mannheimer sind aktuell bereits seit elf Partien ungeschlagen. Sie siegten zuletzt sogar dreimal, ohne dabei ein Gegentor hinnehmen zu müssen. Trotz einer Serie von inzwischen schon elf Spielen ohne Dreier glaubt der Tabellenvorletzte aus Idar-Oberstein noch immer an den Klassenverbleib. „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, so SCI-Trainer Sascha Hildmann und Mittelfeldspieler Christoph Schmell ergänzt: „Wir werden jetzt nicht aufgeben.“ Idar-Obersteins Innenverteidiger Paul Garlinski darf wegen einer Gelb-Rotsperre nicht auflaufen.

Nur noch einen Sieg ist der Aufsteiger FC 08 Homburg vom sicheren Klassenverbleib entfernt. Der soll möglichst schon im Heimspiel gegen Schlusslicht FC Bayern Alzenau eingefahren werden. Für die Saarländer spricht dabei ihre Heimbilanz. 27 seiner 42 Punkte sammelte der FCH vor eigenem Publikum. Den Gästen, die nur noch theoretische Chancen auf ein weiteres Jahr in der Regionalliga Südwest besitzen, fehlt neben den langzeitverletzten David Lange und Dirk Berresheim auch der gelbgesperrte Spielmacher Max Grammel.

Wormatia Worms kann Klassenverbleib perfekt machen

Im letzten Auswärtsspiel der Saison kann auch Wormatia Worms den Klassenverbleib nahezu perfekt machen. Voraussetzung ist ein Sieg heute (ab 19 Uhr) gegen die TuS Koblenz. Die Koblenzer konnten am vergangenen Wochenende erstmals seit vier Runden wieder punkten (1:1 gegen den FSV Frankfurt II), sind nun aber bereits seit sechs Spieltagen ohne Sieg und nur noch Tabellenzehnter. Lichtblick ist die Rückkehr von Publikumsliebling Michael Stahl, der gegen FSV Frankfurt II nach über einem halben Jahr sein Comeback im Trikot der „Schängel“ gab. Linksfuß Yannick Rinker (Rotsperre) muss pausieren.

 

Der SSV Ulm 1846 muss am heutigen Dienstag (ab 19 Uhr) beim abstiegsbedrohten SC Pfullendorf antreten. Während die „Spatzen“ die Heimtabelle mit elf Siegen aus 17 Partien anführen, sprangen in der Fremde in 16 Partien nur vier dreifache Punktgewinne heraus. Genauso schwach wie die Ulmer Auswärtsbilanz ist jedoch auch die Heimstatistik des SCP. Die Pfullendorfer benötigen als Drittletzter unbedingt wieder einen Sieg, um im Rennen um den Klassenverbleib nicht den Anschluss zu verlieren.

Reserveduell in Mainz – Kaiserslautern II zu Gast

Nur noch geringe Chancen auf eine Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga besitzt die U 23 des 1. FC Kaiserslautern, die am Mittwoch (ab 14 Uhr) im Reserveduell beim FSV Mainz 05 II antritt. Nachdem die „Roten Teufel“ in den vergangenen beiden Partien leer ausgegangen waren, haben sie nun bereits fünf Zähler Rückstand auf die SV 07 Elversberg und außerdem schon eine Partie mehr absolviert als der Tabellenzweite.

„Wir sind enttäuscht über die beiden unglücklichen Niederlagen, mehr aber auch nicht. Denn wir haben eine tolle Rückrunde gespielt und eine sehr, sehr gute Entwicklung durchlaufen. In den letzten beiden Saisonspielen wollen wir für einen positiven Saisonabschluss sorgen, um dann in die verdiente Pause zu gehen“, sagt FCK-Trainer Konrad Fünfstück, der noch einmal auf den rotgesperrten „Sechser“ Christian Lensch verzichten muss.

Die Mainzer haben nach drei Siegen in Folge den Klassenverbleib sicher. „Wir sind jetzt gerettet und freuen uns auf ein weiteres Jahr in der Regionalliga Südwest“, sagt FSV-Trainer Martin Schmidt. Der 46-Jährige kann gegen Kaiserslautern wieder auf Mittelfeldspieler Dennis Schmitt bauen, der seine Gelbsperre abgesessen hat.

Für ihre bisher höchste Saisonniederlage will sich die U 23 des SC Freiburg am Mittwoch (ab 18.45 Uhr) bei der SG Sonnenhof Großaspach revanchieren. Das Hinspiel hatten die Breisgauer in Großaspach 0:5 verloren. Freiburg empfängt die SGS mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen in Folge und kassierte auf eigenem Platz in diesem Jahr erst eine Niederlage (0:1 gegen Hessen Kassel). Die SGS kann ihren zweiten Sieg in Folge einfahren. Mit dem Aufstieg hat Großaspach jedoch voraussichtlich nichts mehr zu tun.

 

Trier will gegen 1899 „nichts unversucht lassen“

 

Noch leise Hoffnungen auf die Aufstiegsspiele zur 3. Liga hat der Tabellenfünfte Eintracht Trier, der am Mittwoch (ab 19 Uhr) die U 23 von 1899 Hoffenheim empfängt. Bei drei ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf Elversberg sechs Punkte. „Solange rechnerisch noch etwas geht, wollen wir nichts unversucht lassen. Deshalb kann auch im Heimspiel gegen Hoffenheim nur das klare Ziel sein, einen Dreier einzufahren“, sagte Eintracht-Geschäftsführer Dirk Jacobs. Auch SVE-Trainer Roland Seitz fordert, „gegen 1899 alles zu probieren, auch wenn wir seit Wochen personell und kräftemäßig auf dem Zahnfleisch gehen und noch das Pokalfinale beim FSV Salmrohr vor uns haben“. Die Gäste aus Hoffenheim müssen ihren gelbgesperrten Verteidiger Kevin Conrad ersetzen. Dafür kehren Kai Herdling und Michael Gregoritsch nach abgesessener Gelbsperre in die Mannschaft zurück.

Elversberg mit Sieg schon fast in den Aufstiegsspielen

Fast alle Konkurrenten im Rennen um die Aufstiegsspiele zur 3. Liga kann die SV 07 Elversberg am Mittwoch (ab 19 Uhr) im Spiel bei Eintracht Frankfurt II ausschalten. Sollte der SVE ein Sieg gelingen, wäre ihr zwei Spieltage vor dem Saisonende Platz zwei kaum noch zu nehmen. „Mannschaft, Trainer, Vorstand und Verein unternehmen alles, um die Aufstiegsspiele zu erreichen. Erstmals seit 15 Jahren spielt die SV 07 Elversberg so spät in einer Saison noch um den Aufstieg mit. Dafür wird mir von den Rängen von einigen immer noch zu viel kritisiert. Was meine Spieler jetzt benötigen, sind aufmunternde Worte, Anfeuerung und Unterstützung“, sagt SVE-Trainer Jens Kiefer.

Mit der Eintracht-Reserve hat Elversberg formstarke Gastgeber vor der Brust, die zuletzt jedoch zweimal leer ausgingen und deshalb im Rennen um den Klassenverbleib noch nicht auf der sicheren Seite sind. „In der Rückrunde haben wir bis jetzt sehr gut gespielt und viele Punkte geholt. Es ist nur logisch, dass die Mannschaft jetzt nicht mehr so frisch ist nach all diesen Spielen. Wir werden alles versuchen, um die restlichen Spiele zu gewinnen und eine möglichst gute Platzierung zu erreichen“, so Frankfurts Trainer Alexander Schur.

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