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Was Andrea Berg und die SG Sonnenhof gemeinsam haben

Was hatten sie in jüngster Vergangenheit nicht diskutiert im Umfeld der Sportgemeinschaft Sonnenhof Großaspach und immer wieder die mangelnde Durchschlagskraft vor des Gegners Tor angeprangert – am vergangenen Freitag beim 4:3 im rassigen Baden-Württemberg-Duell gegen die TSG Hoffenheim II klappte es aber auf einmal: Ausgerechnet Daniel Lang traf gleich drei Mal für die Kicker aus dem Fautenhau.

 

„Da reden alle über Sturmprobleme bei uns, dann kommt der Junge her und haut drei Dinger rein“, lobte Trainer Rüdiger Rehm im Gespräch mit der „Backnanger Kreiszeitung“ den 20-jährigen Angreifer, der bis vor wenigen Wochen in erster Linie fürs Aspacher Verbandsligateam stürmte. Angesichts des Ausfalls der vier Offensivkräfte Nicolo Mazzola, Manuel Fischer, Fabian Weiß und Sebastian Szimayer musste zuvor wie im Pokal gegen Drittligist FC Heidenheim (0:1 nach Verlängerung) die zweite Wahl ran. Dank dreier Treffer von Lang führte die SGS zur Pause bereits mit 3:1, dann machten sich aber die 120 Pokalminuten drei Tage zuvor bemerkbar. Hoffenheim erzielte in der 82. Minute sogar den Ausgleich, eine Minute später war aber Moritz Kuhn mit dem 4:3 zur Stelle.

Trainer Rüdiger Rehm, der seine aktive Laufbahn (unter anderem in der Zweiten Bundesliga beim 1. FC Saarbrücken, Erzgebirge Aue und SSV Reutlingen aktiv) in Großaspach ausklingen ließ, dann zunächst Assistent war und im Sommer den zur RB Leipzig abgewanderten Alexander Zorniger ablöste, sagte hinterher: „Ich muss meiner Mannschaft das bislang größte Kompliment machen, das ich zu verteilen habe, seit ich hier tätig bin. Ab der 60. Minute hätte ich acht Mann auswechseln müssen, weil sie nicht mehr konnten. Diese Leistung war fast schon übermenschlich. Daniel Lang hatte einen absoluten Sahnetag.“

Dank des Dreiers konnten die Württemberger ihr Punktekonto auf 48 schrauben und belegen damit den siebten Platz mit vier Punkten Rückstand auf den SVE.

Dass man so lange wie in der Vorsaison um den Aufstieg bzw. die Play-Offs mitspielt, erscheint heuer eher unwahrscheinlich. 2011/12 hatte man bis auf die Zielgerade hinein mit den Stuttgarter Kickers um Meisterschaft und Aufstieg gekämpft, unterm Strich hat es trotz 69 Punkten aus 34 Begegnungen nicht gereicht. Allemal scheinen die Perspektiven im Klub aus dem nur 8000 Einwohner zählenden Ort im Rems-Murr-Kreis im beschaulichen Schwabenland auf halber Strecke zwischen Stuttgart und Heilbronn aber zu stimmen: Das überwiegend junge Team mit Kräften aus der Region verfügt über ein hohes Potenzial, die gerade erst ausgebaute „comtech-Arena“ genügt mit ihren 10.000 Plätzen jetzt auch höheren Ansprüchen – und mit Uli Ferber weiß die Sportgemeinschaft einen einflussreichen Fußball-Manager hinter sich. Der Spielerberater, der unter anderem Bayern-Stürmer Mario Gomez und den Stuttgarter Serdar Tasci betreut, ist vor kurzem in den Aufsichtsrat des Klubs gerückt. Er begleitet den Verein bereits seit dessen Geburtsstunde. Das Hotel seiner Familie, der Sonnenhof, ziert noch heute den Vereinsnamen.

Der Ursprung der SG Sonnenhof liegt in den siebziger Jahren. Uli Ferber, sein Bruder und einige Freunde trafen sich hier regelmäßig in Aspach zum Bolzen. Ab 1987 war es dann vorbei mit dem lockeren Freizeitspaß. Unter dem Namen FC Sonnenhof Kleinaspach meldete sich der Verein offiziell an und begann in der untersten Klasse mit dem regulären Spielbetrieb. 1994 fusionierte man mit der Spielvereinigung Großaspach und kickte nun unter dem bis heute gültigen Namen SG Sonnenhof Großaspach weiter. Nach dem Aufstieg in die Oberliga in der Saison 2005 ging es vier Jahre später in die Regionalliga Süd. Das schmucke Stadion wird übrigens auch für andere Zwecke genutzt. Schlagersängerin Andrea Berg füllt das Stadion immer wieder. Auch sie hat genauso wie die SG ein „Heimspiel“ hier, ist sie doch die Ehefrau von SG-Macher und Hotelbesitzer Uli Ferber.

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