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Werbung für den Jugendfußball

Der erhoffte Sieg blieb zwar aus, trotzdem konnte die U19 des SV Eintracht Trier 05 am Ende den Moselstadion-Rasen erhobenen Hauptes verlassen.

Gegen den A-Junioren-Regionalliga-Südwest-Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern musste sich das von Niki Wagner trainierte Team am Samstag Nachmittag zwar mit 4:5 geschlagen geben, schaffte es aber immerhin nach einem zwischenzeitlichen 0:4 noch, sich ansprechend aus der Affäre zu ziehen.
Die bislang ebenso wie der FCK-Nachwuchs ungeschlagene Tabellenzweite musste in der ersten Hälfte allerdings die spielerische und körperliche Überlegenheit der Gäste neidlos anerkennen und sah sich bereits nach 37 Minuten mit 0:4 im Rückstand. Die SVE-Defensive offenbarte anfangs einfach zu viele Lücken; sicher spielte auch noch ein bisschen Nervosität mit… So hieß es bereits nach drei Minuten 0:1; Manfred Osei-Kwadwo hatte für den Rote-Teufel-Nachwuchs nach Steilpass von Karsten Luft getroffen. Der vom früheren Lauterer und Karlsruher Bundesligaprofi Gunther Metz gecoachte Tabellenführer ließ nicht locker, hielt auf dem nassen Rasen das Tempo weiter hoch. Nach einer halben Stunde durch Luft das 0:2, sechs Minuten später vollendete Marcell Oehler eine sehenswerte Kombination zum dritten Tor für die Pfälzer. Deren Torhunger war damit vor der Pause immer noch nicht gestillt. Marius Gehlen soll Osei-Kwadwo im Strafraum zu Fall gebracht haben, Schiedsrichter Arndt Collmann zeigte etwas überraschend auf den Punkt. Ricardo Antonaci ließ sich nicht zwei Mal bitten und markierte das 0:4 (37.).
Hatte bis dahin einzig Robin Garnier eine– allerdings hundertprozentige – Möglichkeit für den SVE ausgelassen, indem er aus 15 Metern am leeren Tor vorbei zielte, blieb es in der 45. Minute Albutrin Aliu vorbehalten, nach Zuspiel von Gianluca Bohr das 1:4 zu markieren.
„Na also, geht doch!“ Das dachten die Eintracht-Talente und die Mehrzahl der 335 Zuschauer auf der Moselstadion-Haupttribüne. Und bereits zwei Minuten nach dem Seitenwechsel hieß es schon 2:4: Fabrice Schirra hatte einen an Moritz Jost verschuldeten Elfmeter verwandelt. Den alten Abstand stellte dann aber Luft her (54.) und bereitete den Trierer Hoffnungen auf eine weitere Aufholjagd ein jähes Ende. Danach blieb der FCK am Drücker; zwischen der 64. und 68. Minute rettete Keeper Mike Neumann drei Mal großartig gegen Michael Schindele, den Ex-Eintrachtler Florian Pick und Halil Hajtic. Das dritte Eintracht-Tor markierte Robin Garnier mit einem gefühlvollen Lupfer ins lange Eck (71.), fünf Minuten darauf scheiterte der eingewechselte Pascal Neumann aus kurzer Distanz nur knapp. In der Nachspielzeit traf die Elf von Niki Wagner dann durch Matti Fiedler tatsächlich noch ein viertes Mal.
„Wir haben heute leider zu viele Geschenke verteilt. Kaiserslautern hat das aber auch gut gemacht, indem sie immer wieder schnell in die Spitze gespielt haben. Wir haben es verpasst, im Mittelfeld enger drauf zu gehen und so die FCK-Aktionen zu unterbinden“, sagte Coach Wagner in seiner Analyse. Mit der Moral seiner Mannen zeigte er sich aber zufrieden: „Nach dem 0:4 musste man schon Schlimmstes befürchten. In der Halbzeit haben wir uns dann gesagt, dass wir zumindest die zweite Hälfte für uns entscheiden wollen. Das ist dann auch gut gelungen. An der Offensive hat es heute nicht gehapert. Schließlich haben wir einem 1. FC Kaiserslautern, der davor erst fünf Treffer kassiert hat, vier Tore eingeschenkt.“ Kapitän Kevin Heinz bilanzierte: „Wir haben uns in der ersten Hälfte einfach überraschen lassen und haben zu viele einfache Fehler fabriziert. Was geht, hat man in der zweiten Hälfte gesehen. Die Niederlage ist zwar schade, wirft uns aber nicht um. Wir geben weiter Gas und wollen oben dran bleiben.“
Über die „Big Points“ seiner jetzt mit sieben Punkten Vorsprung führenden Elf freute sich Lauterns Coach Gunther Metz. Den Schlüssel zum Erfolg sah er in einer „überragenden ersten Hälfte von uns“. Das Match im Moselstadion sah er auf einem „sehr hohen Niveau“. Die Eintracht lobte er für ihren großen Kampf und sagte auch: „Was die Trierer können, weiß ich. Das hat man heute immer wieder mal gesehen, aber auch vor kurzem beim 4:2 in Saarbrücken, wo sie bärenstark waren.“
„Sehr gut verkauft“ hatte sich die SVE-U19 nach Ansicht von Roman Gottschalk. Das für den Nachwuchsbereich zuständige Vorstandsmitglied sah in den 90 Minuten am Samstag Nachmittag „Werbung für den Jugendfußball“.
Aufstellungen:

SVE: Mike Neumann – Kautenburger, Heinz, Gehlen (46. Pascal Neumann), Inhestern, Schmitt, Bohr (46. Jost), Garnier, Schirra, Aliu, Fiedler.
FCK: Gerlinger – Antonaci, Leonhardt, Kyere, Schindele, Hofmann (72. Braeuner), Pick, Hajtic, Luft (83. Rauth), Oehler (89. Staegemann), Osei-Kwadwo (76. Arnold).

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