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Hochverdienter Sieg im Südwestderby

Die Siegesserie des SV Eintracht Trier 05 hält an: Das hoch verdiente 3:1 gegen den Südwestrivalen FC 08 Homburg/Saar bedeutete nicht nur den fünften Dreier in Serie, sondern auch die Verteidigung der Spitzenposition in der Fußball-Regionalliga.

In einer schnellen Begegnung, in der auch die Gäste aus der Saarpfalz durchaus versuchten, mitzuspielen, übernahm der SVE von Beginn an das Kommando. Beinahe bereits in der achten Minute die Führung: Thomas Kraus setzte sich schön über rechts durch, scheiterte an FCH-Keeper Thomas Richter, im Nachsetzen verpasste der agile Thomas Kempny das Ziel knapp.

Das 1:0 in der zwölften Minute: Thomas Kraus wurde schön von Kempny auf rechts bedient – und der Angreifer mit der Nummer sieben auf dem Trikot netzte gekonnt aus spitzem Winkel ein. Die Gastgeber blieben am Drücker, waren vor allem immer wieder nach Standardsituationen gefährlich. Und zumeist war Alban Meha daran beteiligt. Nach Rechtsfreistoß des Kosovaren köpfte der aufgerückte Defensivspezialist Josef Cinar freistehend am Tor vorbei (23.). Eine Minute später verpasste Cinars Kollege aus der Innenverteidigung Torge Hollmann nach Maß-Hereingabe von Meha das Ziel. Und Meha zum Dritten: Auf seine Vorlage hin war es wiederum Hollmann, der für eine brenzlige Situation vor dem Tor der Gäste aus der Saarpfalz sorgte. Diesmal blieb der starke Thomas Richter im Kasten der Grün-Weißen Sieger.

In der 40. Minute dezimierten sich die Schützlinge von Coach Alfred Kaminski; wegen absichtlichem Handspiel sah der zuvor schon verwarnte Sebastiao von Schiedsrichter Benjamin Brand die Ampelkarte. Deshalb und besonders wegen des zweiten Eintracht-Treffers in der zweiten Minute der Nachspielzeit verlebten die SVE-Anhänger unter den 2542 Zuschauern eine entspannte Halbzeitpause. Alban Meha hatte sich den Ball im Mittelfeld erkämpft, auf Lukas Mössner gepasst, der die Kugel wiederum geschickt auf Piero Saccone weiter leitete. Aus zwölf Metern ließ der „DJ“ Richter keine Chance.

Mit Schwung startete die Mannschaft von Cheftrainer Roland Seitz, in der der mit Gelb vorbelastete Stefan Kohler zur Pause durch Max Bachl-Staudinger ersetrzt wurde, auch in Durchgang zwei, drängte auf den dritten Treffer. In der 51. Minute kamen die bis dahon offensiv völlig harmlosen Homburger zum Anschlusstor. Den Rempler von Cataldo Cozza an Manuel Rasp ahndete Schiri Brand mit einem Strafstoß, den Nassim Banouas sicher verwandelte.

Unbeeindruckt davon erarbeitete sich das Team mit der Porta Nigra auf der Brust weitere Chancen. Ein ums andere Mal war der agile Piero Saccone daran beteiligt, immer wieder fand er aber seinen Meister im besten Homburger, Keeper Richter. In der 65. Minute die Vorentscheidung. Thomas Kempny, der viel Schwung und ansehnliche Aktionen über rechts zuwege brachte, bediente nach tollem Einsatz von Lukas Mössner Meha, der aus 15 Metern ins rechte untere Eck zog und traf.

Souverän brachte der SVE den Sieg gegen nur noch neun Homburger nach Hause; nach brutalem Foul an Cozza sah Jean-Claude Mpassy-Nzouma Rot (75.). Einzig die zu geringe Torausbeute galt es am Ende zu kritisieren…

„Ein verdienter Sieg. Endlich lief es diesmal auch spielerisch wieder besser bei uns. Wir wollen weiter oben dran bleiben. Nach fünf kommt sechs. Deshalb wollen wir Samstag auch in Elversberg nachlegen“, sagte Torge Hollmann nach dem Abpfiff. Thomas Kempny, der nach guten Kurzeinsätzen die Chance von Beginn an erhalten hatte und voll zu überzeugen wusste, konnte sich also gleich doppelt freuen. Die gute Teamleistung bezeichnete er als „Normalform“.

SVE-Cheftrainer Roland Seitz sprach hinterher von einem „hoch verdienten Sieg“. Dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausfiel, schrieb er einerseits FCH-Keeper Thomas Richter und andererseits einem „Schuss Leichtsinn“ zu. Seitz wäre aber nicht Seitz, wenn er auch bereits kurz nach dem Abpfiff den Realismus hätte walten lassen: „Auch drei Tore muss man gegen Homburg erst einmal schießen. Schließlich haben sie in ihren sechs Auswärtsspielen zuvor fünf Mal unentschieden gespielt und dabei nur drei Treffer erzielt.“

SV Eintracht Trier 05: Poggenborg – Cozza, Hollmann, Cinar, Drescher – Meha (90. Zittlau), Kohler (46. Bachl-Staudinger), Saccone, Kempny (83. Patschinski) – Kraus, Mössner

FC 08 Homburg: Richter – Sebastiao, Banouas, Müller, Sonnenberger – Mpassy-Nzoumba, Schwartz (62. Impis),  Martens, Rasp (68. di Dio Parlapoco) – Senesie (72. Stelletta), Wright

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)

Zuschauer: 2542

Tore: 1:0 Kraus (12.), 2:0 Saccone (45.), 2:1 Banouas (51., Foulelfmeter), 3:1 Meha (65.)

gelb-rote Karte: Sebastiao (40., Handspiel)

rote Karte: Mpassy-Nzoumba (75. grobes Foulspiel)

Fotos: www.5vier.de, Anna Lena Bauer

 

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