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Als Michelberger gegen Homburg doppelt traf…

Duelle zwischen dem SV Eintracht Trier und dem FC 08 Homburg – in der Vergangenheit hatten diese es oft in sich. Seit Mitte der siebziger Jahre kreuzten sich die Wege der Moselaner und der Saarpfälzer immer wieder. Meist waren es knappe, hart umkämpfte Begegnungen mit Derbycharakter. Zuletzt spielten der SVE und der FCH in der gemeinsamen Oberliga-Runde 2007/08 um Punkte.

Seinerzeit trennten sich beide Teams im Waldstadion 1:1, im Moselstadion siegten die Kicker mit der Porta Nigra auf der Brust 3:1. Auch in der Zweiten Bundesliga Süd, der die Eintracht zwischen 1976 und ´81 angehörte, standen die Trier-Homburger Derbys immer wieder im Blickpunkt. So etwa auch am 13. Dezember 1980. 6000 Zuschauer bejubelten hier einen 2.0-Heimsieg über die Grün-Weißen….

Der „Trierische Volksfreund“ titelte damals „FC Homburg stand auf verlorenem Posten“ und bezeichnete den SVE-Erfolg als „hochverdient“. Für die von Werner Kern (heuer nach wie vor Jugendchef beim FC Bayern München) trainierten Gastgeber traf Franz Michelberger, der später unter anderem auch in Offenbach Bundesligaluft schnuppern sollte, doppelt (48. und 54. Minute). Homburg, das von Siegfried Melzig gecoacht wurde, war vor allem auf Torsicherung bedacht (Volksfreund: „Mit Tempoverschleppung und Rückpassspiel versuchten die Gäste von Beginn an, die Eintracht aus dem Rhythmus zu bringen.“), der SVE legte ein hohes Tempo vor und hätte schon vor der Halbzeit durch Michelberger oder Lothar Leiendecker in Führung gehen können.

Nach dem Doppelschlag durch Michelberger setzten die Saarländer alles auf eine Karte, Libero Manfred Lenz schaltete sich ins Angriffsspiel mit ein. Doch der SVE war präsent, Erwin Zimmer avancierte dank seiner engagierten Spielweise an jenem 13. Dezember 1980 zum Publikumsliebling und auch Abwehrchef Erwin Hermandung agierte sehr umsichtig. Unterm Strich musste Torwart Alfred Wahlen kaum einmal ernsthaft eingreifen, während sein Gegenüber Gerhard Hummel dank zahlreicher Paraden zum besten Homburger an jenem Tag avancierte. Hinterher sollte SVE-Trainer Kern die disziplinierte Spielweise seiner Schützlinge heraus heben und bemängelte, dass „der eine oder andere nach dem 2:0 zu eigensinnig gespielt hat“.

Der damals noch doppelte Punktgewinn im Südwestderby kam der Eintracht nicht nur wegen den Feierlichkeiten zum 75-jährigen Vereinsjubiläum am Abend sehr gelegen, sondern auch, um die Chancen auf die Qualifikation zur eingleisigen Zweiten Bundesliga (ab 1981/82) zu wahren. Am Ende wurde Homburg Elfter und die Eintracht Achter, punktgleich mit dem Siebten SC Freiburg. Haarscharf war man damit am Sprung in die eingleisige Zweite Liga vorbei geschrammt….

Damalige Aufstellungen des SV Eintracht Trier 05 gegen des FC 08 Homburg/Saar:

SVE: Wahlen – Hermandung, Fink, Brinsa, Veit (46. Jochem) – Novkovic (46. Bergfelder), Zimmer, Lüders, Aumeier, Leiendecker, Michelberger.

FC 08 Homburg: Hummel – Lenz, Suchanek, Gellweiler, Petersen, Histing, Beck, Hintzen (58. Mageirsson), Knoll (74. Wittmann), Grau, Demange.

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