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Werden die Regionalligisten bei der Reform schon wieder übergangen?

„Angela Merkel und Sepp Blatter kommen zum DFB-Bundestag“ so meldet es in heller Freude die Webseite des DFB. Parallel dazu bezeichnen die Veröffentlichungen der letzten Tage den „5-Punkte-Solidarpakt“ von DFL-Präsident Rauball als DIE Lösung für den schwelenden Konflikt rund um eine Regionalligareform.

 

Inder Tat ist er aber das Gegenteil. DFB und DFL steuern damit in gefährliche Fahrwasser und sind kurz davor, einen vor wenigen Jahren begangenen Fehler zu wiederholen: Die Regionalliga zu reformieren, ohne den Regionalligavereinen überhaupt Beachtung zu schenken.

 

 

Der von Rauball veröffentlichte Plan ist für die beteiligten Verbände und Funktionäre zwar ein wunderbarer Kompromiss mit dem niemand sein Gesicht verliert und alle einen ruhigen DFB-Bundestag mit Star- und Ehrengästen in der Essener Philharmonie verbringen können – für die betroffenen Regionalligavereine ist er ein Schlag ins Gesicht.

 

Größter Kritikpunkt: Die Fans und Vereine der Regionalliga monieren seit Wochen, dass sich die Bundesligisten, also die DFL, gegen jede Konkurrenz von unten abschotten möchten. Die Bundesligen sollen zum elitären Kreis einiger weniger werden. Die Attraktivität der Regionalliga leidet an der mangelnden Durchlässigkeit nach oben.

 

Die „Lösung“ von DFL-Präsident Rauball? Er stellt zusätzliche Regionalligastaffeln in Aussicht, was zur Folge hätte, dass nicht mal mehr die jeweiligen Meister aufsteigen würden. Das ist keine Lösung, sondern eine weitere Verschlimmerung der Lage!

 

 

Die Fans und Vereine der Regionalliga können sich nur mit einem von Rauballs fünf Punkten anfreunden: Der Bildung einer Arbeitsgruppe, die nach reiflicher Überlegung im neuen Jahr einen ausgereiften Vorschlag entwickelt. Dies macht aber nur dann Sinn, wenn die Betroffenen auch selbst am Tisch sitzen. Vielleicht werden sich die Funktionäre in Essen neben der Freude, dass Persönlichkeiten wie Angela Merkel oder Joseph Blatter an Ihrer Vollversammlung teilnehmen, gerade noch rechtzeitig bewusst, dass sie immer noch eine Fußballbasis zu vertreten haben.

PM Faninitiative Pro Regionalliga Reform 2012

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