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Im Strafraum fehlt (noch) die Konzentration

Mainz05IIFünf Punkte aus den bisherigen sechs Spielen in der Regionalliga und dabei erst vier Treffer erzielt. Mit dieser Ausbeute kann Martin Schmidt, neuer Trainer der zweiten Garnitur des Bundesligisten 1. FSV Mainz 05, nicht zufrieden sein. „Wir müssen unseren Killerinstinkt schärfen, um zu gewinnen“, sagte der neue Mainzer Coach schon vor dem jüngsten Duell mit Preußen Münster, das am Samstag mit 1:2 verloren wurde – und muss diese Forderung vor dem Gastspiel im Moselstadion unterstreichen.

„Wir spielen bis zum Strafraum gut, dann fehlt es uns aber einfach an Konzentration“, muss Schmidt zugeben. Er erwartet, dass „wir in Trier deutlich zulegen müssen, um dort zu bestehen“.

Dabei gilt der Nachfolger von Peter Neustädter auf der Trainerbank der kleinen Nullfünfer als ausgesprochener Befürworter von angriffsorientiertem Fußball. „Ich bin ein klarer Anhänger der englischen Spielphilosophie, von schnörkellosem, attraktivem Offensivfußball mit hohem physischen und technischem Anspruch“, sagte Schmidt bereits bei seinem Amtsantritt im Sommer. Der 43-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2013. Vorher war er zwei Jahre lang für die U23 des jetzigen Schweizer Erstligisten FC Thun verantwortlich. In seiner aktiven Karriere spielte Schmidt für den FC Naters, mit dem er bis in die Nationalliga B aufstieg. Nach mehreren Verletzungen arbeitete er von 2001 bis 2003 als Assistenztrainer im Wallis und in der Folge bis 2008 als Cheftrainer des FC Raron. „Martin Schmidt passt exakt in unser Anforderungsprofil als neuer Trainer unserer U23. Er genießt in der Schweiz einen hervorragenden Ruf als Ausbildungstrainer, der beim FC Thun regelmäßig junge Spieler an den Profikader herangeführt hat“, so 05-Manager Christian Heidel bei Schmidts Vorstellung.

Während Coach Schmidt mit der Offensive noch nicht zufrieden ist, kann er dies mit der Defensivabteilung durchaus sein (sechs Gegentreffer. Kein Wunder – schließlich bilden hier der langjährige 05-Profi Marco Rose (34, lässt seine Karriere in der zweiten Mannschaft ausklingen und ist parallel neben Roland Vrabec auch Co-Trainer) und U21-Nationalspieler Jan Kirchhoff (traf vor kurzem beim 1:1 der DFB-Elf in Tschechien ins Schwarze) die Innenverteidigung. Dahinter wird aller Voraussicht nach auch im Gastspiel im Moselstadion Toni Tapalovic das Tor hüten. Der 29-Jährige war zuvor bei Schalke 04 unter Vertrag, ist aktuell eigentlich dritter Keeper im Profikader und ersetzt Pierre Kleinheider, der an einem Muskelfaserriss laboriert.

Verzichten muss Trainer Schmidt wohl zudem auf Verteidiger Eugen Gopko (Adduktorenprobleme) und den 2009 vom damals von Roland Seitz trainierten SSV Reutlingen nach Rheinhessen gewechselten Steven Kröner (Schambeinverletzung) sowie auf Konstantin Fring, der an einer Bauchmuskelzerrung laboriert. Wegen seiner Roten Karte am Samstag gegen Preußen Münster ist auch Angreifer Preston Zimmerman gesperrt.

Gespannt ist man in Mainz, wie sich die insgesamt blutjunge Truppe nach Platz 15 in der Vorsaison diesmal in der Regionalliga schlägt. Einen besonderen Blick haben die Verantwortlichen der Nullfünfer zudem auf Mario Vrancic. Als 17-Jähriger vom damaligen Coach Jürgen Klopp mit einem Vierjahresvertrag ausgestattet, konnte der heute 21-Jährige die hohen Erwartungen nicht immer erfüllen, wurde zwischenzeitlich an das seinerzeit noch in der Zweiten Bundesliga kickende Rot-Weiß Ahlen verliehen, ehe er im Sommer zurück kehrte und sch nun neu beweisen soll.

Aus Trierer Sicht ist ein Mann im Mainzer Kader besonders interessant: Angreifer Robin Mertinitz (20), der nach seiner Jugendzeit bei der SG Zerf/Greimerath zur Eintracht und dann 2006 nach Mainz wechselte. 2009 wurde er unter dem heutigen Cheftrainer Thomas Tuchel Deutscher A-Junioren-Meister.

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