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"2+1-Modell" in der engeren Auswahl!

Die gemeinsame Reformidee (das sog. „2+1 Modell“) der IG Regionalliga und der Faninitiative Pro Regionalliga Reform, wird definitiv beim DFB-Bundestag am 21./22. Oktober in Essen als Reformantrag eingehen. Das ist vielleicht noch nicht die große Überraschung. Interessanter wird es schon zu wissen, wer den Antrag stellt: Der westdeutsche Fußball- und Leichathletikverband tritt als Antragssteller auf, an seiner Spitze der DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher.
Das heißt: Die Fanaktionen und Arbeit der Vereinsvertreter haben die DFB-Spitze nicht nur aufgeweckt, wie es die Aktionen wörtlich gefordert hatten – sie haben die Verantwortlichen beim DFB überzeugt. Wer hätte das am Anfang gedacht?

Mehrere Landesverbände haben bereits angekündigt, den Vorschlag ebenfalls unterstützen zu wollen.

Das Ziel ist dennoch lange nicht erreicht. Der bayerische Fußballverband scheint eine total andere Auffassung der Lage zu haben und hat einen Alternativantrag gestellt, die Regionalliga praktisch aufzulösen, bzw. acht Staffeln zu bilden. Der BFV verspricht sich davon v.a. mehr regionale „Derbys“, um somit die Attraktivität der Liga zu steigern. Die Zweitvertretungen sollen auf ein Maß von max. sechs pro Liga minimiert werden, womit das Problem praktisch nur nach unten verlagert wird.

Die Faninitiative Pro Regionalliga Reform muss diesen Vorschlag entschieden zurückweisen. Der Hauptkritikpunkt liegt darin, dass das Nadelöhr zwischen Profifußball (ab der 3.Liga) und den Amateuren noch viel enger wird. Die angedachten drei bis vier Aufstiegsplätze für diese acht Staffeln bedeuten schließlich, dass gerade einmal die Hälfte der jeweiligen Meister überhaupt aufsteigen kann. Es gäbe also noch geringere Aufstiegschancen für die Vereine. Die Attraktivität der Liga würde noch weiter sinken. Wie sollen sich Spieler, Zuschauer, Medien und Sponsoren für eine Liga begeistern, in der es offensichtlich um die goldene Ananas gehen wird?

Mit der einfachen Beschränkung der Anzahl der Zweitvertretungen werden zwangsläufig Reserven nach unten weiter verteilt und das Problem verlagert. Mit dem 2+1 System der Initiative  werden die unteren Ligen dagegen ungemein entlastet, da bereits 20 Reserven schon durch ihre eigene Staffel herausgelöst wurden.
Es scheint wenig angebracht, die Probleme der Regionalliga zu lösen, indem man sie blindlings auflöst und sich einen neuen Problemfall schafft.

Deswegen wird die Faninitiative mit weiteren Aktionen in den kommenden Wochen aufzeigen, weshalb es kein Vorbei am „2+1 Modell“ gibt.

 

Pressemeldung Faninitiative Pro Regionalliga Reform

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