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SVE unterliegt dem Club nach großem Kampf

DFB Pokal Eintracht Trier - 1. FC NuernbergSchade! Mit 0:2 hat der SV Eintracht Trier 05 sein DFB-Pokalmatch im Moselstadion gegen den drei Klassen höher angesiedelten Bundesligisten 1. FC Nürnberg verloren. „Trier hat uns alles abverlangt“, erkannte auch Club-Trainer Dieter Hecking an.

Die Partie hätte mit einem Paukenschlag beginnen können:In der vierten Minute segelte ein Freistoß von Alban Meha in den Nürnberger Strafraum, Nico Patschinski kam aber nicht mehr richtig an den Ball dran – da stockte Club-Coach Dieter Hecking, der im Vorjahr mit Hannover 96 im Moselstadion ausgeschieden war, der Atem! Doch die Gäste demonstrierten in der Folge spielerische Reife und bestimmten das Geschehen. In der 16. Minute das 0:1. Eine Rechtsflanke von Christian Eigler nahm Albert Bunjaku aus sechs Metern volley und hämmerte die Kugel in die Maschen des von Andreas Lengsfeld gehüteten SVE-Kastens. Vorausgegangen war ein Stellungsfehler in der Trierer Hintermannschaft.

Der Bundesligist agierte in der Folge konzentriert und verzeichnete einige Möglichkeiten, den zweiten Treffer zu markieren. So tauchte Ilkay Gündogan in der 22. Minute von Lengsfeld auf, legte die Kugel am Keeper vorbei; Kapitän Josef Cinar konnte aber in höchster Not klären. Javier Pinola hielt in der 35. Minute drauf und traf aus 30 Metern die Latte.

Doch die Eintracht konnte danach wieder offensive Akzente setzen und hielt frech und unbekümmert dagegen. Gleich drei Mal wurde es vor dem Seitenwechsel noch brenzlig für FCN-Schlussmann Raphael Schäfer. Zunächst scheiterte „Patsche“ per Kopf am Club-Torwart (38.), eine Minute später passte der SVE-Angreifer auf Alban Meha, der in einer viel versprechenden Eins-gegen-eins-Situation in Schäfer seinen Meister fand. Und mit einem Freistoß sorgte Meha erneut für unruhige Momente der knapp 2000 mitgereisten Nürnberger Anhänger (42.). In der Nachspielzeit von Halbzeit eins wurde auf der Gegenseite Gündogans Freistoß noch gefährlich abgefälscht.

Auch in der zweiten Halbzeit verlangte das Team von Cheftrainer Roland Seitz den Franken alles ab. Alban Meha hätte in der 49. Minute ums Haar den Ausgleich markiert, Raphael Schäfer tauchte beim Acht-Meter-Schuss aber blitzschnell ab und fischte den Ball aus der von ihm aus gesehen linken Ecke. Schäfer rettete den Club auch in der 67. Minute, als er reaktionsschell beim Thomas Kraus´ Schuss abtauchte. Auf der Gegenseite klärte Thomas Drescher in letzter Sekunde bei Albert Bunjakus Chance (72.). Im Eins-gegen-eins gegen Thomas Kraus zeigte sich FCN-Torwart Schäfer auch in der 76. Minute auf dem Posten. Bis zum Ende konnte der SVE auch läuferisch dagegen halten, musste indes in der 89. Minute noch das zweite Gegentor durch den eingewechselten Mehmet Ekici hinnehmen.

„Als krasser Außenseiter haben wir richtig gut dagegen gehalten und dem FCN ordentlich Paroli geboten. Schade, dass wir durch Fehler die Nürnberger Treffer begünstigt haben“, fand Rechtsverteidiger Fabian Zittlau. Keeper Andreas Lengsfeld war zunächst „einfach nur enttäuscht – wir hätten di8e Sensation packen können“. Innenverteidiger Torge Hollmann bilanzierte ein „insgesamt ausgeglichenes Chancenverhältnis“ und hofft nun, dass „uns das einen zusätzlichen Schub fürs Heimspiel am Freitag gegen den Wuppertaler SV gibt“. „Trier hat uns alles abverlangt. Wir dagegen haben nach einer gelungenen Anfangsphase den Faden etwas verloren“, sagte Cluv-Trainer Dieter Hecking. „Sehr zufrieden mit der Vorstellung meiner Jungs“ war SVE-Coach Roland Seitz. Ihm imponierte, dass sein Team nach der Unterlegenheit in der ersten halben Stunde so gut ins Spiel zurück fand.

Eintracht Trier: Lengsfeld – Zittlau (82. Eckstein), Cinar, Hollmann, Drescher – Asma (84. Kempny), Kohler, Saccone, Meha – Kraus, Patschinski
Nürnberg: Schäfer – Judt, Nilsson, Wolf, Pinola – Simons, Gündogan – Eigler (84. Hegeler), Mintal (60. Frantz), Bunjaku – Schieber (60. Ekici)

Tore: 0:1 (16.) Bunjaku, 0:2 (89.) Ekici

Zuschauer: 5200

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Fotos: Anna Lena Bauer, www.moselkicker.de

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