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Kalte Dusche

Trister Spätsommerregen, hängende Spielerköpfe und frustrierte Trainerminen, die Stimmung war nach der Partie der U23 am späten Mittwochabend im Moselstadion im Keller. Dabei hatten sie sich gegen den mit einer Niederlage gestarteten Vorjahressechsten Mechtersheim so viel vorgenommen. Nach zwei Unentschieden sollte ein Dreier für eine komfortable Tabellensituation sorgen.
Doch der Gegner aus der Vorderpfalz erweist sich als ein anderes Kaliber als die vorherigen Gegner. Mit frühem Forechecking und gut gestaffelter Raumaufteilung setzt man die Einheimischen gleich zu Beginn unter Druck. Dann kommt auch noch Glück dazu: Aus dem Nichts heraus fällt in der Anfangsphase das 0:1. Eine Flanke von links leitet Pavic per Kopf weiter, Philipp Basquit ist machtlos. Dies ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Gäste. Unsere Youngsters erkämpfen sich zwar viele Bälle, diese werden aber oft und viel zu leichtfertig in der Vorwärtsbewegung verloren. Der routinierte Gegner lässt ein geordnetes Aufbauspiel erst gar nicht zu. Die Stürmer der Eintracht hängen in der Luft. Erst in der 39. Minute ergibt sich so etwas wie eine Chance nach Pass von Erwin Bradasch auf Sebastian Ting. Nun hat man das Gefühl, dass die Eintracht besser ins Spiel findet, aber die Ernüchterung folgt postwendend. Zum ungünstigen Zeitpunkt ermöglicht wieder ein unnötiger Ballverlust einen gegnerischen Konter und damit das 0:2 kurz vor der Pause.
Mit der Einwechslung von Stürmer Xavier Alsina versuchen die Trainer Weis/Thieltges dem Offensivspiel mehr Impulse zu geben. Und tatsächlich kommen die Jungs mit neuem Elan aus den Kabinen. Es ergeben sich Chancen durch Ting und Brandscheid, aber der Gegner bleibt immer wieder gefährlich. Es gelingt unserer U23 einfach nicht eine Pressing-Situation zu erzeugen. Zu unsicher sind an diesem Abend die Zuspiele, zu hoch die Fehlerquote. Als in der 81. Minute das 0:3 fällt, fallen auch die Köpfe unserer Spieler auf den Boden. Das vierte Tor kurz vor Schluss lässt den Sieg von Mechtersheim zwar etwas hoch ausfallen, aber die Spieler mit dem etwas eigenartigen Dialekt haben sich als die eindeutig bessere und abgezocktere Mannschaft präsentiert.
Nun gilt es erst mal Luft zu holen, denn am Samstag wartet schon der nächste Gegner auf unsrer Jungs. Und der ist auch nicht von Pappe, Hauenstein hat nämlich am letzten Spieltag Mechtersheim mit 3:0 geschlagen. Vielleicht aber ist es gerade diese vermeintliche Herkulesaufgabe, die unsere Mannschaft nun braucht, denn in der Pfalz muss die Truppe nicht das Spiel machen und kann sich vielleicht aus eigener Kraft wieder hocharbeiten.

Mannschaftsaufstellung:
Tor: Philipp Basquit
Abwehr: Michael Löber (57.Daniel Petersch), Pit Hess, Fabio Fuhs,
Pascal Orth
Mittelfeld: Max Meyer, Florian Heck (46. Xavier Alsina), Sebastian Ting,
Erwin Bradasch
Angriff: Jan Brandscheid, Julian Bidon (67.Markus Schottes)

Kader: Nicolas Bach(ET), Christoph Eifel, Erik Michels

Torfolge:
0:1 6. Min.
0:2 43. Min.
0:3 81. Min.
0:4 86. Min.

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