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Freude auf den Neuanfang

Rund 70 Minuten dauerte die erste Übungseinheit des SV Eintracht Trier zu Beginn der Sommervorbereitung: Nachdem Cheftrainer Roland Seitz den Kader zu einer ersten Ansprache versammelt hatte, wurde ab 13.50 bis etwa 15 Uhr auf dem Rasen-Nebenplatz des Moselstadions trainiert. Bei schwülheißen Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke ließ es Coach Seitz zunächst eher gemächlich angehen: Dem Aufwärmen ließ man ein „Eck-Spiel“ und danach ein Spiel „Acht gegen Acht“ folgen.

Mit dabei die Neuzugänge Olivier Mvondo, Thomas Kraus, Stefan Kohler, Allmir Ademi, André Poggenborg, Thomas Drescher, Tolgay Asma und Nico Patschinski. Aus dem bisherigen Kader machten Julian Bidon, Max Bachl-Staudinger, Tim Eckstein, Johannes Kühne, Michael Dingels und Josef Cinar mit. Anstelle von Torwart Assen Alexov, der nach Angaben von Geschäftsstellenleiter Dirk Jacobs unentschuldigt fehlte („Die Gründe müssen wir jetzt noch erörtern.“) absolvierte U23-Keeper Nicolas Bach die Einheit mit. Ein neues, altes Gesicht am Spielfeldrand: Rudi Thömmes ist nach erfolgreichen Jahren als Coach bei der SG Osburg/Thomm und beim SV Mehring als Co-Trainer zurück gekehrt. „Es ist ein echter Neuanfang, den wir hier vollziehen. Ich bin froh, diesen neuen Weg mit beschreiten zu dürfen und freue mich, als Trainer weiter dazu lernen zu können“, sagte „Ruuuuuuuuudi“.

„Die Eintracht ist ein schlafender Riese. Hier ist sicher einiges möglich. Es ist reizvoll, nach der sportlichen Enttäuschung in der vergangenen Saison mitzuhelfen, dass es wieder aufwärts geht“, betont der von der Sportvereinigung 07 Elversberg gewechselte, frühere Erst- (FCK) und Zweitligaspieler (Burghausen) Thomas Drescher.

Stefan Kohler, der genauso wie Allmir Ademi vom FC Schaffhausen aus der Schweiz gewechselt ist, möchte „bei einem Traditionsverein wie Eintracht Trier jetzt auch in Deutschland Fuß fassen“. Fußballerisch wurde er bei den Grasshoppers in Zürich groß, absolvierte 77 Länderspieleinsätze für die Schweizer Junioren-Nationalteams von der U16 bis hinauf zur U21. Einmal kam er in der höchsten Spielklasse der Eidgenossen, 127 Mal beim FC Winterthur und in Schaffhausen im Unterhaus zum Einsatz. Nun reizt ihn der Wechsel „in ein Land, in dem viel physischer und schneller gespielt wird“. Eigentlich wollte Kohler bereits zu Roland Seitz nach Reutlingen wechseln, ehe die Insolvenz der Württemberger diese Pläne durchkreuzten.

Wieviel Neuzugänge in den nächsten Tagen noch dazu kommen – Roland Seitz hätte gerne fünf weitere Akteure im Kader – hängt nach Angaben von Vorstandssprecher Ernst Wilhelmi auch davon ab, ob die noch vertraglich an den SVE gebundenen, sportlich aber perspektivlosen Andreas Anicic und Andy Rakic neue Vereine finden. Dem im Raume stehenden Wechsel von Angreifer Tim Eckstein zum 1. FC Nürnberg sieht Wilhelmi gelassen  entgegen: „Dann muss auch die Ablöse stimmen. Momentan sind wir noch zu weit auseinander.“

Am morgigen Mittwoch, Donnerstag und Freitag bittet Roland Seitz jeweils um 10.30 und 15.30 Uhr zu Trainingseinheiten.

 

Auf dem Bild von oben links nach unten rechts: Rudi Thömmes (Co-Trainer), Tolgay Asma, André Poggenborg, Nico Patschinski, Thomas Kraus, Cheftrainer Roland Seitz, Allmir Ademi, Stefan Kohler, Olivier Mvondo und Thomas Drescher.

 

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