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"Einige sehen uns noch immer neben Bayern München"

Einen wichtigen Schritt Richtung Klassenverbleib tat der SV Waldhof  Mannheim 07, am morgigen Donnerstag, 19 Uhr, Regionalliga-Gastgeber des SV Eintracht Trier 05, vergangenen Samstag. „Unter unglaublichen Bedingungen“, so Trainer Walter Pradt, wurde die Partie bei der Sportvereinigung 07 Elversberg mit 2:1 gewonnen. Die gegnerische Spielweise (nur mit langen Bällen) und der sehr holprige Rasen an der Kaiserlinde hätten ein normales Fußballspiel kaum möglich werden lassen, berichtet Pradt, der zwischen 1973 und ´85 beim SVW zwischen den Pfosten stand und es hier auf 303 Einsätze brachte.  Nach dem Sieg im Saarland, der die Mannheimer auf Platz elf hievte, waren Pradt & Co. umso erleichterter, zumal damit auch die schmachvolle 0:3-Pleite gegen Worms eine Woche zuvor wieder in den Hintergrund rückte.

„Da waren meine Jungs einfach platt. Die vielen Englischen Wochen hatten ihren Tribut gezollt. Außerdem haben wir da die Wormser mit katastrophalen Fehlern zu den Toren regelrecht eingeladen“, berichtet der 61-jährige Übungsleiter, der gerade beim Ex-Bundesligisten einen großen Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit ausmacht. „Einige sehen uns immer noch neben Bayern München und haben gar nicht realisiert, wo wir gelandet sind. Die Insolvenz, mit der der damalige Vorstand den Verein vor einigen Jahren gesund stoßen wollte und die den Absturz in die Oberliga Baden-Württemberg zur Folge hatte, brachte den SVW nach Ansicht Pradts zwischenzeitlich völlig vom Kurs ab.

In seiner aktuellen Mannschaft, die das Hinspiel im Moselstadion trotz spielerisch überzeugender Vorstellung am 7. November 2009 mit 1:2 verlor, sieht Pradt einiges an Potenzial. Einige Talente haben sich prächtig entwickelt; an Mittelfeldspieler Nico Jülich hat sogar der FC Bayern München Interesse bekundet. „Noch ist hier aber nichts entschieden. Derzeit loten wir aus, wen wir halten können und wollen und wie unser Kader kommende Saison insgesamt aussehen kann“, lässt Pradt durchblicken. Parallel verhandelt er mit Waldhof-Legende Günter Sebert, der die Position des sportlichen Leiters inne hat, über eine Verlängerung seines eigenen Vertrages.

Dem Duell mit der Eintracht misst der gebürtige Wiesbadener, der nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn mehrere Klubs in der Rhein-Neckar-Region und auch die damalige Nationaltorhüterin Silke Rottenberg sowie verschiedene Waldhof-Teams coachte, eine besondere Bedeutung bei: „Mit einem Sieg kämen wir auf 40 Punkte. Das wäre ein riesengroßer Schritt Richtung Klassenverbleib.“ Die Situation der Eintracht verfolgt er aufmerksam und erwartet einen gefährlichen Gegner: „Worms hat es doch in den vergangenen Wochen vorgemacht. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Trier wird mit dem Mute der Verzweiflung kämpfen und noch mal alles probieren, mit einem Dreier doch vielleicht noch mal die Kurve zu kriegen…“

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