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Vierter Finaleinzug in Serie!

Das war knapp! Mit 6:5 (2:2, 1:1)  nach Elfmeterschießen hat sich am Abend Fußball-Regionalligist SV Eintracht Trier 05 beim zwei Klassen tiefer angesiedelten Rheinlandligisten SG Zell-Bullay/Alf im Halbfinale um den Bitburger-Rheinlandpokal durchgesetzt. Auf wen das Team von Cheftrainer Roland Seitz im Endspiel (laut Rahmenterminplan am 1. oder 2. Juni) trifft, wird am heutigen Mittwoch Abend in der Partie zwischen Bezirksligist TuS Koblenz II und dem Rheinlandligisten SpVgg Burgbrohl geklärt. Damit ist der Weg frei, den vierten Pokalgewinn in Serie zu realisieren.

Trotz zweimaliger Führung musste der SVE vor 1100 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Zell-Kaimt in die Verlängerung und später sogar ins Elfmeterschießen. Unterm Strich ist das Weiterkommen die Hauptsache – auch für Coach Roland Seitz: „Im Pokal gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder in die nächste Runde einziehen oder ausscheiden. Wir sind weiter gekommen. Das ist nun mal die Hauptsache. Klar ist aber auch, dass das hier nicht optimal gelaufen ist.“

Dabei hatte die Eintracht einen sehr guten Start erwischt. Bereits in der fünften Minute netzte Sahr Senesie nach maßgenauer Vorarbeit von Andreas Anicic aus acht Metern halblinker Position per Flachschuss ein. In der Folge verwaltete der SVE die knappe Führung, ohne aber dabei zu glänzen. Die vom früheren Bundesligaprofi und Ex-Eintracht-Akteur Jörg Bach („Ich habe den Jungs vor dem Spiel eingetrichtert, dass wir eine Chance gegen Trier haben.“) bestens eingestellten Zeller hielten prächtig dagegen – und verzeichneten in Durchgang eins zwei Möglichkeiten. Nach Hereingabe von David Wieber rettete Kapitän Josef Cinar in höchster Not (20.), acht Minuten später blieb Kenneth Kronholm der Sieger im Duell mit Daniel Feiden. Pech für die Mittelmosel-SG: Mit Jimmy Wieber (14.) und Daniel Feiden (36.) mussten zwei angestammte Offensivkräfte bereits vor der Pause verletzungsbedingt raus. Dass aber auch die Ersatzbank der Spielgemeinschaft eine hohe Qualität aufweist, unterstrich die Co-Produktion von Sascha Schmitz (der Leistungsträger war nach dem Vulkanasche-Flugverbot erst kurzfristig vom Türkei-Urlaub zurückgekehrt und war deshalb zunächst nur Auswechselspieler) und dem ebenfalls eingewechselten Özgür Akin: Zweitgenannter bugsierte eine kurz getretene Ecke von Schmitz über die Trierer Torlinie (51.). Danach bekamen die Gastgeber sogar etwas Oberwasser, die Eintracht brauchte einige Minuten, um das Geschehen wieder fest in den Griff zu kriegen. Knapp strich der Schuss von Gustav Schulz aus der zweiten Reihe vorbei (59.), auf der Gegenseite köpfte Marc Mees wenige Zentimeter am Kasten von Kenneth Kronholm vorbei.

Als Gustav Schulz per 19-Meter-Knaller nach Wilko-Risser-Vorlage das 1:2 markierte, deutete einiges auf einen hart umkämpften Sieg des Regionalligisten in regulärer Spielzeit hin. Umstrittene Abseitsentscheidungen sorgten auf Eintracht-Seite für einige Aufregung, noch viel größer war der Ärger aber in der dritten Minute der Nachspielzeit: Eine wiederum kurz und mit viel Effet geschlagene Ecke von Sascha Schmitz – früher unter anderem auch in Diensten der Eintracht  – ging diesmal sogar direkt ins Tor und bedeutete die Verlängerung!

Die SG Zell-Bullay/Alf hielt auch hier glänzend dagegen, die Schützlinge von Jörg Bach kämpften bis zum Umfallen und plagten sich mit Wadenkrämpfen herum. Müdigkeitserscheinungen seiner Vorderleute bügelte indes Torwart Christoph Braun aus. Ein ums andere Mal rettete er bravourös, so etwa in der 117. Minute zwei Mal gegen Wilko Risser.

Im Elfmeterschießen hatte der SVE die besseren Nerven. Während Gustav Schulz, Sahr Senesie, Nicolas Fernandes und Fabio Fuhs verwandelten, waren auf der Gegenseite nur Sascha Schmitz, David Wieber und Ingo Berg erfolgreich. Den Schuss von Özgür Akin parierte Kenneth Kronholm, Marc Mees setzte seinen Elfer in den Zeller Nachthimmel.

„Auch ein solch knappes Erfolgserlebnis bringt uns weiter. Wenn die eine oder andere Abseitsentscheidung nicht zu unseren Ungunsten ausgefallen wäre, hätten wir womöglich klarer gewonnen. Klar ist, dass wir uns am Freitag im wichtigen Spiel gegen die mitabstiegsbedrohten Mönchengladbacher deutlich steigern müssen, um den sehnlichst erwarteten Dreier einfahren zu können“, bilanzierte Mittelfeldspieler Gustav Schulz.

Statistik:

Aufstellung SG Zell: Braun – Berg, Göttert, Bausen, Köhler – David Wieber, Herdzina (108. Önüt), Miedreich, Mees – Feiden (36. Akin), Jimmy Wieber (14. Schmitz).

Eintracht Trier: Kronholm – Fernandes, Cinar, Lacroix, Rakic – Anicic (77. Kempny), Bachl-Staudinger (85. Fuhs), Bettmer (46. Schulz), Wagner – Senesie, Risser.

Tore: 0:1 Senesie (5.), 1:1 Akin (36.), 1:2 Schulz (71.), 2:2 Schmitz (90.+3)

Schiedsrichter: David Bittner (Neuerburg)

Zuschauer: 1100 im Zeller Moselstadion

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