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Zell ist fürs Pokal-Halbfinale gerüstet

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Trotz dieses Klassenunterschieds sehen sich die Vereinigten aus Zell, Bullay und Alf keinesfalls als chancenlos an. „Wie heißt es so schön: Pokalspiele haben ihre eigenen Gesetze…“, weiß auch Karl-Heinz Hartmann, der wie kaum ein anderer den Aufschwung bei der SG in den vergangenen Jahren miterlebt und mitgestaltet hat: Im Jahre 2001 beschlossen die Verantwortlichen der SG Zell-Kaimt-Merl sowie des TSV Bullay/Alf, gemeinsame Sache zu machen. 2002 konnte man bereits die Meisterschaft in der A-Klasse Mosel und den Aufstieg in die Bezirksliga feiern. 2003 gelang die Qualifikation zur neuen Bezirksliga, die man bereits 2004 als Aufsteiger Richtung Rheinlandliga verließ. Inzwischen hat man sich längst in der höchsten Spielklasse des Verbandes etabliert – und ist derzeit außerdem in blendender Verfassung: Das 1:0 am Samstag gegen die U23 des SV Eintracht Trier war bereits der sechste Sieg nach der Winterpause. Damit ist das Team von Trainer Jörg Bach zwischenzeitlich auf Platz sieben geklettert und schickt sich an, erneut auf einer ähnlich guten Position wie im Vorjahr (Sechster) abschließen zu können. Bis ins Pokal-Halbfinale ist man noch nie vorgedrungen. Für den DFB-Pokal könnte man sich als Rheinlandpokalsieger derweil nicht qualifizieren, da Spielgemeinschaften hier kein Startrecht haben.

Wichtig ist Coach Bach vor allem, dass sich sein Team ständig verbessert und „wir uns in der Klasse weiter etablieren“. Mithelfen sollen dabei vor allem die arrivierten Kräfte im Team, wie etwa der vor der Saison vom FC Homburg gewechselte Marc Mees (neun Saisontreffer), der einst genauso beim FSV Salmrohr gespielt hat, wie Ingo Berg, Sascha Schmitz, Daniel Feiden (bislang elf Tore), Peter Klaus oder unter anderem Jimmy Wieber (acht Tore). Zahlreiche weitere Akteure wurden in der angesehenen Jugendabteilung des FSV ausgebildet.

SG-Chef Hartmann legt unterdessen Wert darauf, dass die Akteure „fast allesamt ursprünglich aus unserem Einzugsgebiet kommen“.

Trotz ihres reichhaltigen Repertoires werden sich die SG-Spieler von einem Coach wie Jörg Bach bestimmt noch etwas „sagen lassen“. Schließlich war der heute 44-Jährige zwischen 1988 und ´99 über ein Jahrzehnt zunächst in der Zweiten Bundesliga und später in der Bundesliga bei der SG Wattenscheid 09, dann beim Hamburger SV und darauf bei Fortuna Düsseldorf als Abwehrass aktiv, brachte es auf 202 Einsätze (13 Tore) in der Eliteliga und 88 Spiele (sieben Treffer) in Liga zwei. Gegen Ende seiner Laufbahn versuchte er sich auch bei der Trierer Eintracht in der damals drittklassigen Regionalliga, kam aber verletzungsbedingt in der 1999/2000er Runde nur auf vier Einsätze. Es folgten für den in Binningen lebenden Bach einige Engagements im Großraum Koblenz, ehe er die SG Zell im Sommer 2008 übernahm. Bach, dessen Team im Viertelfinale den Oberligisten SpVgg Wirges aus dem Rennen war, spricht zwar von einer „unheimlich schwierigen Aufgabe“, bezieht aus seiner früheren Trainertätigkeit beim TuS Montabaur aber auch Hoffnung: „Damals sind wir erst im Elfmeterschießen an der Eintracht gescheitert….“

Für den Ansturm der Fans sieht sich SG-Chef Hartmann derweil gut gerüstet. „Ich denke, wir werden alle Sicherheitsauflagen von Polizei und Verband gut erfüllen.“ Unabhängig vom Ausgang der Partie hofft er abseits des (Kunst-) Rasens auf ein friedliches Pokalmatch.

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