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"Die Lage ist jetzt hochdramatisch"

Die Talfahrt geht weiter: Auch das Kellerderby beim Schlusslicht VfR Wormatia Worms verlor der SV Eintracht Trier 05 am Dienstag Abend. Mit 0:2 ging das Nachholspiel in der Fußball-Regionalliga verloren, wodurch der SVE auf dem vorletzten Platz hängen bleibt und vier Punkte  Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz hat.

Mit der bekannten Wormser Aggressivität hatte die Mannschaft von Cheftrainer Reinhold Breu von Beginn an ihre liebe Müh´ und Not. Die abgeschlagenen Rheinhessen kämpften beherzt und verzeichneten auch die erste Chance der Partie: Die gefährliche Kopfball-Hereingabe von Imad Kaasem Saad konnte Johannes Kühne aber gerade noch ins Aus befördern. Nur langsam näherte sich der Gast dem Tor der Hausherren; in der 25. Minute hatte sich Yannick Salem gut über die linke offensive Seite durchgesetzt, wurde dann aber von Wormatia-Verteidiger Matthias Lang abgedrängt. Die größte Trierer Möglichkeit entstand aus dem daraus resultierenden Eckball: Auf Vorlage von Anicic köpfte Salem um Zentimeter am von Manuel Wolff gehüteten Tor vorbei. In der Folge machte die Wormatia das Spiel, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe, wirkte entschlossener als der SVE, der dennoch durch den Distanzschuss von Anicic (35.) eine weitere halbwegs nennenswerte Chance hatte (35.). Auf der Gegenseite belohnte Martin Gollasch nach Vorlage des  Ex-Trierers Zouhair Bouadoud die Wormser Bemühungen mit dem 1:0 (37.). Weiterer Tiefschlag in der 40. Minute, als Salem zunächst wegen Nichteinhalten des Mauer-Abstandes von Schiedsrichter Nikolaus Athanassiadis Gelb und Sekunden später wegen Meckerns Gelb-Rot sah.

Zur zweiten Hälfte riskierte Cheftrainer Breu mehr, brachte Sahr Senesie, der für Anicic zentral offensiv ran durfte. Anicic rückte auf rechts, Nicolas Fernandes ging in die Viererkette, Michael Dingels musste auf der Bank Platz nehmen.

Mehr Engagement war spürbar, Chancen wollten zunächst nicht heraus springen – bis zur 58. Minute. Nach schönem Zuspiel von Anicic blieb Martin Wagner aber an Martin Gollasch hängen. Brenzliger wurde es da schon auf der Gegenseite: Ein Freistoß von Marcel Gebhardt wurde noch gefährlich abgefälscht (62.), in der 66. Minute konnte Ulli Schneider im letzten Moment vor Kaasem Saad klären. Das verdiente 2:0 besorgte nur drei Minuten später der eingewechselte Camilo Dos Santos, der aus fünf Metern nach Vorlage von Gebhardt einnetzen konnte.

Die dezimierte Eintracht wirkte konsterniert, brachte nur noch wenig zustande. Einzig Gilles Bettmer prüfte mit einem beherzten Freistoß aus 16 Metern noch Wormatia-Keeper Wolff (79.).

Cheftrainer Reinhold Breu bilanzierte: „Wir konnten die gute Leistung aus dem Münster-Spiel leider nicht wiederholen. Gerade der erste Treffer entsprang einem schweren Abwehrfehler. Wir haben dem Gegner da zuviel Raum gelassen. In der zweiten Hälfte haben wir nochmal alles probiert. Es war aber zu wenig. Die Lage ist jetzt, sechs Runden vor Schluss, hochdramatisch.“

Statistik:

Wormatia Worms: Wolff – Stiller, Magin, Lang, Krettek (84. Klotz)– Schroeer – Gollasch, Gebhardt, Kaasem Saad (64. Cuc) – Rasp, Bouadoud (61. Dos Santos)

Eintracht Trier: Schneider – Fuhs, Kühne (81. Bachl-Staudinger), Cinar, Dingels (46. Senesie) – Bettmer – Fernandes, Anicic (71. Kempny), Wagner – Risser, Salem

Tore: 1:0 Gollasch (37.), 2:0 Dos Santos (69.)

Gelb-Rot: Salem (40.)

Schiedsrichter: Nikolaus Athanassiadis (Frechen)

Zuschauer: 1282 im Wormatia-Stadion (darunter 100 Eintracht-Fans)

Fotos: Anna Lena Bauer

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