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„Wir lechzen nach einem Dreier“

Mit geschlossenen Reihen in die entscheidenden Wochen im Kampf um den Klassenverbleib: Am gestrigen Dienstag hatten Mannschaft und Trainerteam nach Angaben von Coach Reinhold Breu in der Kabine ein „sehr gutes Gespräch“ mit Vertretern der Ultra-Fanszene. „Es ging nicht um einen Entschuldigung. Wir haben unserer Standpunkte ausgetauscht und haben beschlossen, dass wir die nächsten, für den SV Eintracht Trier 05 so wichtigen Wochen, gemeinsam angehen“, berichtet Breu, der mit dem SVE am Donnerstag, 19.30 Uhr, beim Tabellenfünften Rot-Weiss Essen antritt.

Das bittere 1:2 und die unschönen Vorkommnisse nach dem Duell mit Bayer 04 Leverkusen II am Freitag habe man „sehr gut verarbeitet“, berichtet der SVE-Cheftrainer. „Die Jungs sind voll bei der Sache. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir den Klassenverbleib schaffen werden“, unterstreicht Breu. Die Leistung gegen Leverkusen sah er trotz der Niederlage durchaus positiv: „Wir haben eigentlich über weite Strecken sicher gestanden und dem Gegner wenig Chancen gestattet. Es war Fußball brutal, dass wir solch ein Ding noch verloren haben.“

Im Gastspiel an der Essener Hafenstraße, wo Schlusslicht Wormatia Worms zuletzt mit 3:0 triumphieren konnte, setzt der Eintracht-Coach auf bewegliche, schnelle Leute. „Wir wollen erneut versuchen, sicher zu stehen, den Gegner zu Fehlern zwingen, um dann mit schnellen Vorstößen zu eigenen Chancen und möglichst zu Toren zu kommen“, gibt der Fußballlehrer Einblicke in seine voraussichtliche Taktik. Möglich deshalb, dass Angreifer Wilko Risser zunächst auf der Bank Platz nehmen wird, dafür der zuletzt auch gegen Leverkusen II aufgebotene Tim Eckstein und/oder Matondo Makiadi – seit Wochen eine der großen Stützen in der U23 – in der Startformation stehen. Mit dem nach seinem Zehenbruch wieder genesenen Yannick Salem (Foto) bietet sich zudem eine  weitere Offensivalternative. Für den Rot gesperrten Andy Rakic plant Reinhold Breu, U23-Kapitän Fabio Fuhs auf der linken Außenposition der Viererkette auflaufen zu lassen.

„Wir lechzen nach einem Dreier. Ich denke, die Jungs hätten es sich redlich verdient, um endlich einmal den Platz als Sieger verlassen zu können“, betont Breu. Rot-Wess Essen bezeichnet er als „Wundertüte“ – nach einer durchwachsenen Hinrunde, in der Teammanager Thomas Strunz früh durch Uwe Erkenbrecher und Ralf Außem ersetzt wurde, kam man gut aus der Winterpause, holte aber aus den jüngsten drei Begegnungen nur zwei Punkte, immerhin war aber ein 1:1 beim Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken darunter.

Eigentlich hatte der SVE geplant, erst am Spieltag nach Essen zu fahren. „Nach Abstimmung mit der Mannschaft sind wir zum Entschluss gekommen, schon einen Tag vorher anzureisen, um uns optimal auf das schwere Spiel vorzubereiten“, sagt Cheftrainer Breu. Nach einer Übungseinheit um 13 Uhr hat sich das Team auf den Weg in ein Castrop-Rauxeler Hotel gemacht.

 

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