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Bittere Pleite in der Nachspielzeit

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Eine bittere Heimniederlage musste der SV Eintracht Trier am Freitag Abend vor 1550 Zuschauern gegen das mitabstiegsbedrohte Bayer 04 Leverkusen II quittieren. In der Nachspielzeit traf Burak Kaplan per 25-Meter-Freistoß zum 1:2 und katapultierte den SVE damit auf einen Abstiegsplatz.

Dabei erwischte die Eintracht einen optimalen Start: Nach einem Gerangel im Strafraum wurde Tim Eckstein in der siebten Minute gestoßen. Den fälligen Elfmeter hämmerte Gustav Schulz in die Maschen des Gästetores. In der Folge konzentrierte sich der SVE darauf, hinten sicher zu stehen. Nur gelegentlich wurde es noch gefährlich im gegnerischen Strafraum: Wie etwa in der 23. Minute, als Wilko Risser nach Schulz-Flanke verpasste und Martin Wagner aus spitzem Winkel die Kugel verzog. Eine weitere gute Hereingabe von Schulz fing der Bundesliga erprobte Benedikt Fernandez sicher ab. Leverkusen agierte im Mittelfeld gefällig, hatte aber keinerlei Durchschlagskraft, wenn es Richtung Sechzehnmeterraum ging. Die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen, bahnte sich vier Minuten vor der Pause an. Bei einem Konter blieb Gustav Schulz nach ungenauem Zuspiel aber an einem Bayer-Abwehrbein hängen (41.)

Die von Ex-Nationalspieler und Bayer-Legende Ulf Kirsten trainierte Bundesliga-U23 kam mit mehr Offensivdrang und Entschlossenheit aus der Kabine. Erstmals richtig gefährlich vor dem Tor von Ulli Schneider wurde es in der 53. Minute, als Sascha Marquet nach einer Ecke von Sevdail Selmani knapp vorbei zog. In der 60. Minute der Ausgleich, der ebenso wie das Trierer Tor aus einem Elfmeter resultierte. Unweit der Torauslinie beharkte Max Bachl-Stadinger Sascha Eichmeier nach Ansicht von Schiedsrichter Rafael Foltyn regelwidríg. Ulli Schneider ahnte zwar beim Schuss von Burak Kaplan die Ecke, musste die Kugel aber zum Ausgleich passieren lassen (65.). Danach mühte sich die Eintracht, konnte sich aber bis in die Schlussphase hinein keine zwingenden Chancen mehr erspielen. In den letzten Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Leverkusens Thanos Petsos scheiterte vor Ulli Schneider ebenso knapp, wie Risser auf der Gegenseite (86. Minute). Nach grobem Foulspiel gegen Burak Kaplan wurde Andy Rakic mit Rot des Feldes verwiesen (87.). Danach verlor die Eintracht die Ordnung. Leverkusen kam immer stärker auf. Das 1:2 entsprang einem 25-Meter-Aufsetzer von Kaplan.

„Wir waren durch den Ausgleichstreffer irgendwie geschockt. Danach lief nicht mehr viel zusammen. Jetzt müssen wir in Essen punkten. Nur, wenn wir alle zusammen halten, können wir den Klassenverbleib schaffen“, betonte Mittelfeldspieler Gustav Schulz nach dem Abpfiff. Cheftrainer Reinhold Breu bilanzierte: „In der ersten Halbzeit haben wir noch ganz ordentlich gespielt. In der zweiten Hälfte war es dann Fußball brutal. Wir werden nicht aufgeben und alles dran setzen, am Donnerstag in Essen zu gewinnen.“

Eintracht Trier:

Schneider – Dingels (65. Bettmer), Kühne, Cinar, Rakic – Schulz (65. Anicic), Fernandes, Bachl-Staudinger, Wagner – Eckstein, Risser (90. Lacroix)

Bayer 04 Leverkusen:

Fernandez – Eichmeier, Schultens (Erkaya, 46.), Petsos, Rubink – Selmani (Happe, 80.), Kluft, Kaplan, Schumann – Zieba (Pardo, 82.), Marquet

Zuschauer: 1550

Schiedsrichter: Rafael Foltyn (Mainz-Kastel)

Tore: 1:0 Schulz (7., Foulelfmeter), 1:1 Kaplan (60., Foulelfmeter), 1:2 Kaplan (90+1.)

Rote Karte: Rakic (87, grobes Foulspiel)

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