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Anicics Traumfreistoß sichert Punkt in Ostwestfalen

Ein 1:1-Unentschieden erzielte der SV Eintracht Trier 05 am Dienstag im Nachholspiel der Regionalliga beim SC Verl. In einem ausgeglichenen Match auf mäßigem Niveau fielen die beiden Treffer sehr spät: In der 85. Minute traf Marco Kaminski im Anschluss an eine Ecke zur Führung. Vor nur 350 Zuschauern, die sich im Stadion an der Poststraße eingefunden hatten, war Andreas Anicic per 20-Meter-Traumfreistoß in der 90. Minute zur Stelle. Damit bestätigte der Mittelfeldspieler seine aufsteigende Tendenz in den vergangenen Wochen. „Andy hat nach seiner Einwechslung in der 55. Minute wieder einmal für frischen Wind gesorgt und arbeitet auch mittlerweile nach hinten besser mit“, sagte Cheftrainer Reinhold Breu in seiner Analyse.

In seinem Rückblick aufs Spiel zeigte sich der SVE-Coach nicht zufrieden mit dem geleisteten Aufwand und dem erzielten Ertrag: „Es spricht zwar für die Moral der Jungs, dass sie nun schon zum dritten Mal in den letzten Wochen einen Rückstand egalisiert haben – aber aufgrund der Chancen in der zweiten Halbzeit hätten wir das Ding hier gewinnen müssen.“

Nach holprigem Spiel und einigen Unzulänglichkeiten in Durchgang eins mit keiner einzigen wirklich ernstzunehmenden Tormöglichkeit hüben wie drüben hatte Verl zwar die erste gute Chance nach dem Seitenwechsel – Ulli Schneider fischte Christian Knappmanns Kopfball mit einer starken Parade aus dem Winkel (50.) – anschließend steigerte sich aber der Gast und besaß zwei Mal durch Wilko Risser (jeweils nach Anicic-Flanke, 58. und 58. Minute), Michael Dingels (68.) und den eingewechselten Tim Eckstein (82.) gute Einschussgelegenheiten.

„Wir sind weiter auf einem guten Weg. Wenn man gegen eine solch clevere Truppe wie Verl, die gerade bei Standardsituationen stark ist, nur zwei Chancen im ganzen Spiel zulässt, will das schon was heißen, zumal wir ohne solch wichtige Spieler wie Gustav Schulz und Sahr Senesie antreten mussten“, unterstreicht Reinhold Breu. Was seinem Team jetzt fehle, sei ein Befreiungsschlag. Der soll nun am Freitag, ab 19 Uhr, im Duell mit den ebenfalls noch um den Klassenverbleib kämpfenden U23-Kickern von Bundesligist Bayer 04 Leverkusen gelingen. „Es ist ein sehr wichtiges Spiel. Ich bin überzeugt davon, dass meine Jungs die Partie in Verl auch kräftemäßig gut wegstecken und am Freitag wieder Gas geben werde“, so Breu, der mit der Rückkehr von Gustav Schulz, der wegen Magen-Darm-Problemen die Reise nach Ostwestfalen erst gar nicht angetreten hatte, rechnet.

SC Verl: Mandic – Schmidt, J., Saur, Flottmann, Kaminski – Großeschallau (64. Freiberger), Leeneman (79. Röber), Bömer-Schult, Bertels – Schmidt A. (46. Venker), Knappmann
Eintracht Trier: Schneider – Dingels, Cinar, Kühne, Rakic – Bachl-Staudinger (85. Bidon) – Kempny (55. Anicic), Fernandes, Bettmer (63. Eckstein), Wagner – Risser

Tore: 1:0 Kaminski (85.), 1:1 Anicic (90.)

SR: Matthias Eibach

Zuschauer: 350

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