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Big Point verpasst

Die Voraussetzungen für einen gelungenen Auftritt in Bad Breisig waren alles andere als optimal: bedingt durch das gleichzeitige Spiel der ersten Mannschaft fehlte, neben der personellen Unterstützung von oben, auch Trainer Breu. Zudem waren Leistungsträger verhindert oder verletzt und die blutjungen Truppe (Durchschnittsalter 19,7 Jahre!) musste das zweite Spitzenspiel innerhalb einer Woche absolvieren. Der mit Quarzsand verfüllte Kunstrasen, sowie der böige Wind taten ihr Übriges, die Aufgabe zu erschweren.
Trotzdem beginnt die Elf, bereut von Co-Trainer Jürgen Tücks, sehr engagiert und spielt gut mit. Bad Breisig ist anfangs hauptsächlich durch Freistöße brandgefährlich, so trifft Florian Lückenbach in der 3. Minute das Lattenkreuz. Die größte Chance hat allerdings Trier in der 6. Minute, als Makiadi plötzlich mutterseelenallein vorm gegnerischen Gehäuse auftaucht, aber frei vorm Torwart scheitert. Bad Breisig erarbeitet sich in der ersten Halbzeit ein Übergewicht. Trier steht jedoch stabil im Abwehrbereich. Durch unsauber, oft hoch gespielte Bälle, erschwert man sich aber selbst das Leben. Großes Glück haben die Eintrachtkicker, als Bidon nach einem Eckball in der 39. Minute für den bereits geschlagenen Torwart per Kopf auf der Linie rettet.
Mit einem 0:0 geht es in die Kabinen und der zwischenzeitlich eingetroffene Trainer Breu ermuntert seine Jungs, konzentriert und mutig weiter zu spielen.
Der Beginn der zweiten Halbzeit gehört eindeutig den Einheimischen. Torwart Kenneth Kronholm erweist sich als Meister seines Faches, indem er ein um andere Mal Chancen der Rheinländer entschärft. Bad Breisig drückt auf die Entscheidung, Trier bleibt lediglich mit Kontern über Bidon und Makiadi gefährlich. Es entwickelt sich ein Spiel auf hohem Niveau mit packenden Szenen vor beiden Toren. In der 66. Minute ist es dann passiert. Nachdem im Trierer 16m Raum trotz mehrmaligem Ballbesitz nicht entscheidend geklärt werden kann, erzielt Bad Breisig aus dem Gewühl heraus die verdiente Führung.
Trier antwortet mit wütenden Angriffen. In der 76. Minute setzt sich Fuhs schön durch und scheitert am Torwart. Bidon nimmt den Abpraller auf, kann aber aus nächster Nähe das Leder nicht über die Linie bringen. Nachdem diese Riesenchance vergeben wurde, setzt Reinhold Breu nun alles auf eine Karte, Fuhs verlässt seine Abwehrposition, der Druck auf den Gegner wird nochmals erhöht. Aber jetzt merkt man den Substanzverlust aus der letzten schweren Partie in Mehring, sowie die mangelnde Erfahrung der Truppe. Während die Einheimischen abgezockt verteidigen, verpufft das Power-Play der Youngster. Höhepunkt dieser Entwicklung ist ein Freistoß in letzter Minute. Torwart Kronholm verlässt sein Gehäuse und geht in Erwartung einer Kopfball-Chance in den gegnerischen Strafraum. Sebastian Ting legt sich den Ball zurecht. Doch anstatt hoch in den Strafraum zu flanken, spielt er die Kugel flach in den Fuß eines Gegenspielers, der keine Mühe hat seinen Stürmer mit einem langen Pass zu bedienen. Dieser eilt ungehindert auf das verwaiste Tor und besiegelt damit endgültig den Trierer Traum von der unangefochtenen Tabellenführung.
Angesicht der ungünstigen Konstellation ist man nach der Partie im Trierer Lager zwar niedergeschlagen, aber keineswegs hoffnungslos: Die Saison ist noch lange und der Titel wird erst am letzten Spieltag vergeben…

Tor: Kenneth Kronholm

Abwehr: Michael Löber Fabio Fuhs Pascal Orth
Fabian Mohsmann

Mittelfeld: Sebastian Ting Florian Heck Xavier Alsina
Jon Becker (67. Philipp Herz)

Angriff: Julian Bidon Matondo Makiadi

Kader: Sebastian Dahm (ET) Max Meyer Tobias Hunz

Tore:
1:0 66. Min. Fabian Lückenbach
2:0 91. Min. Klos

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