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Tim Eckstein sichert Punkt gegen starke Kölner

Dank des eingewechselten Tim Eckstein kam der SV Eintracht Trier 05 am Dienstag Abend im Nachholspiel der Fußball-Regionalliga noch zu einem 2:2-Remis gegen den 1. FC Köln II. „Ich bin insgesamt zufrieden. Wir haben aus dem Spiel heraus nur wenige brenzlige Chancen der Kölner zugelassen. Allerdings haben wir nach dem Treffer zum 1:2 eine Viertelstunde gebraucht, um wieder in die Gänge zu kommen“, bilanzierte Cheftrainer Reinhold Breu.

Die technisch versierten, gut organisierten und laufstarken „Kleinen Geißböcke“ hatten die erste Chance im Spiel; allerdings begünstigt durch Úlli Schneider im Eintracht-Kasten: Nach einer Ecke von Stephan Salger konnte der SVE-Schlussmann den Ball nicht festhalten, ehe die Trierer mit vereinten Kräften retten konnten (4.). Der SVE stand hinten gut und ließ kaum einmal zwingende Gelegenheiten der Kölner zu. Nur durch Freistöße oder Fernschüsse kam gelegentlich Gefahr vor dem Kasten der Gastgeber auf. Dass in einer insgesamt ausgeglichen Begegnung der erste Treffer im Anschluss an eine Standardsituation fiel, war kein Zufall: Auf präzise Ecke von Gilles Bettmer nickte Wilko Risser den Ball ins Netz (31.). Nur einmal wurde es in der ersten Halbzeit noch gefährlich vor dem Gehäuse von Ulli Schneider. Simon Terodde kam zwei Minuten vor dem Seitenwechsel in zentraler Position aus sechs Metern frei zum Schuss, verzog aber. In Hälfte zwei wurde die Eintracht zwei Mal kalt erwischt. Einen 17-Meter-Schuss von Simon Terodde lenkte Michael Dingels unglücklich ins eigene Netz ab (53.). Fünf Minuten später tankte sich Stephan Salger schön über links durch, flankte in die Mitte auf den völlig frei stehenden Thiemo Jerome Kialka, der aus drei Metern zum 1:2 einköpfte. Zwischen den beiden Kölner Treffern lag eine Riesenchance von Sahr Senesie. Nach Rückpass von Martin Wagner schob er die Kugel aus zehn Metern aber am Kölner Kasten vorbei. Nach dem Rückstand mühte sich die Eintracht, fand aber kein Durchkommen an der sicheren FC-Abwehr um den langjährigen Bundesligaspieler Carsten Cullmann.

Frischen Schwung entfachte noch einmal die Hereinnahme von Andreas Anicic. Bei seinem Freistoß musste sich Kölns Keeper Roland Müller ganz lang machen (73.). Im Anschluss an die nachfolgende Ecke kam Johannes Kühne in aussichtsreicher Position zum Schuss, drosch aber drüber. Reinhold Breu brachte in der Schlussphase auch noch Tim Eckstein – eine Einwechslung, die sich bezahlt machte. Nach Einwurf von Thomas Kempny sah der Angreifer die Lücke in der Gäste-Deckung, zog ab und markierte das 2:2 (85.).

„Wir haben uns schwer getan gegen eine wirklich gute Kölner Mannschaft, die sehr ballsicher war. Eigentlich war es ein 0:0-Spiel. Jetzt müssen wir gegen Elversberg am Samstag endlich den ersten Dreier in dieserm Jahr ein fahren“, sagte Andreas Anicic. Kapitän Josef Cinar bilanzierte: „Wir haben aus dem Spiel heraus wenig gegnerische Chancen zugelassen, sahen nur beim 1:2 blöd aus.“ Gustav Schulz unterstrich: „Jeder Punkt hilft uns, gerade gegen solch starke Mannschaften wie Köln II.“ Cheftrainer Reinhold Breu zeigte sich mit dem Punkt und dem Auftreten seiner Elf zufrieden. Dass das 2:2 so spät fiel, wertete er auch als Indiz für die intakte Moral seiner Schützlinge.

Statistik: Eintracht Trier: Schneider – Dingels (67. Kempny), Cinar, Kühne, Rakic – Schulz, Bettmer (72. Anicic), Fernandes, Wagner – Risser, Senesie (75. Eckstein)
1. FC Köln: Müller – Dick, Schwellenbach, Cullmann, Salger – Niedrig, Bisanovic (89. Somuah), Bahcecioglu – Kraus, Kialka – Terodde (84. Vunguidica)
Tore: 1:0 Risser (31.), 1:1 Dingels (53., ET), 1:2 Kialka (58.), 2:2 Eckstein (85.)
Schiedsrichter: Marcel Göpferich aus Bretten/Baden
Zuschauer: 1650

Fotos: Anna Lena Bauer

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