powered by deepgrey

Wilko Risser scheitert am Innenpfosten

Im zweiten Spiel unter dem neuen Cheftrainer Reinhold Breu setzte es die erste Niederlage für den SV Eintracht Trier 05: Vor 800 Zuschauern im Sportpark Nord verloren die Blau-Schwarz-Weißen am Samstag Nachmittag mit 0:1 (0:0) beim Bonner SC, der sich nun sogar dank des besseren Torverhältnisses in der Tabelle am SVE vorbei katapultiert hat.

In einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte besaßen die vom früheren Kölner Bundesligatrainer Wolfgang Jerat gecoachten Gastgeber Feldvorteile, die besseren Möglichkeiten hatte aber zunächst der aus einer gesicherten und konzentrierten Defensive heraus agierende SVE:  Nach schöner Vorlage von Andy Rakic prüfte Gustav Schulz den Bonner Keeper Andy Hubert (6. Minute), in der 21. Minute zwang Wilko Risser den Schlussmann der Hausherren wieder zu einer Parade. Ansonsten blieb in der Trierer Vorwärtsbewegung vieles Stückwerk, allzu oft rannte man sich in Einzelaktionen fest. Bonn war aktiver, brauchte aber lange, um zwingend zu werden. Erstmals so richtig Gefahr vor dem erneut von Ulli Schneider (gut) gehüteten Tor kam in der 24. Minute auf. Der Schuss von Stephan Nachtigall aus halbrechter Position verfehlte aber knapp das Ziel. Glück für die Eintracht zwei Minuten später. Nach einem Rückpass von Michael Dingels, den sich Marco Quotschalla erlief und bereits Ulli Schneider umkurvt hatte, pfiff Schiedsrichterin Riem Hussein ab. Vorher wollte sie ein Foul eines Bonners im Mittelfeld gesehen haben. Quotschalla stand auch bei einer weiteren viel versprechenden Bonner Aktion im Blickpunkt. Im Anschluss an einen Einwurf scheiterte er mit seinem 14-Meter-Schuss aus halbrechter Position nur knapp.

Ums Haar hätte das Breu-Team einen Traumstart in die zweite Hälfte erwischt. Auf Flanke des für den am Oberschenkel verletzten Sahr Senesie eingewechselten Thomas Kempny köpfte Wilko Risser an den Innenpfosten. Der nur eingewechselte Bonner Toptorjäger Ercan Aydogmus machte erstmals in der 63. Minute auf sich aufmerksam. Der Schlaks setzte sich gegen Michael Dingels und Andy Rakic kraftvoll durch, fand seinen Meister aber in Ulli Schneider.

In der 66. Minute war es dann soweit: Nach einer Ecke von Jan-Philipp Hammes war die Trierer Deckung unsortiert – und der in der Winterpause reaktivierte Teammanager Mike Rietpietsch drückte per Kopf die Kugel über die Linie. Per Konter nach Linksflanke von Aydogmus fast noch das 2:0;  Kastratis Volleyabnahme war aber zu hoch angesetzt. Die Eintracht mühte sich bis zum Abpfiff, konnte sich aber nicht mehr entscheidend in Szene setzen. Insgesamt eine nicht unverdiente Niederlage gegen einen Bonner SC, der mehr in die Offensive investierte. „Es war ein intensives Spiel mit einer couragierten Leistung unsererseits. Sicher hätte in der zweiten Halbzeit nach dem Bonner Treffer noch etwas mehr nach vorne kommen müssen. Aber auch aus diesem Spiel können wir viel Positives heraus filtern“, bilanzierte Coach Breu in der Pressekonferenz. Er richtete seinen Blick bereits kurz nach dem Spiel in der Bundesstadt nach vorne: „Am Mittwoch folgt für uns im Rheinlandpokal.Achtelfinale ein ganz wichtiges Spiel in Salmrohr. Wir nehmen den Pokal sehr ernst. Hier geht es gerade in einem Derby um viel Prestige und bei einer Qualifikation für den DFB-Pokal auch um jede Menge Geld.“

Fehlen wird dem SVE am Mittwoch, 15 Uhr (!) im Salmtalstadion, wahrscheinlich Sahr Senesie, der mit dem Verdacht auf eine Adduktorenzerrung ausschied. Wilko Risser verabschiedete sich noch in Bonn von der Mannschaft und wird am Mittwoch zu einem weiteren Länderspielseinsatz mit Namibia (am Mittwoch in Südafrika) aufmachte. Damit steht er im Cup ebenfalls nicht zur Verfügung.

Aufstellung Bonner SC: Hubert – Binder, Wiwerink, Höhn – Moschny, Danilo – Nachtigall, Karnay (53. Rietpietsch), Mager (63.Hammes)– Quotschalla (57. Aydogmus), Kastrati.

Eintracht Trier: Schneider – Dingels, Cinar, Kühne, Rakic – Bettmer, Bachl-Staudinger (72. Brandscheid)– Schulz (76. Anicic), Wagner – Senesie (46. Kempny), Risser.

Tor: 1:0 Rietpietsch (66.)

Gelbe Karten: Kastrati – Wagner

Zuschauer: 800

Schiedsrichterin: Riem Hussein (Bad Harzburg)

Fotos: Anna Lena Bauer

[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]