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Johannes Kühne verteidigt für Kevin Lacroix

Das erste Auswärtsspiel unter dem neuen Cheftrainer Reinhold Breu führt den Tabellenzwölften SV Eintracht Trier 05 am Samstag, 14 Uhr, zum ebenfalls im (unteren) Mittelfeld der Regionalliga-Tabelle postierten Bonner SC (14.). „Die starke Leistung aus der zweiten Hälfte am Dienstag gegen Saarbrücken darf keine Eintagsfliege sein. Das muss der Maßstab auch für die kommenden Wochen sein“, betont Breu, der auf zwei Akteure in den nächsten Woche verzichtet – „weil ich auf die Dauer nur einhundertprozentig fitte Spieler guten Gewissens einsetzen kann. Alles andere ist doch unverantwortlich.“ Angreifer Yannick Salem soll einen offenbar schon vor einigen Tagen erlittenen, angebrochenen Zeh in den nächsten zwei Wochen verheilen lassen und in dieser Zeit nur lockeres Training absolvieren. Kevin Lacroix, der nach einer in der Vorbereitung zugezogenen Stirnhöhlenfraktur in den Spielen gegen Düsseldorf II und gegen den FCS mit einer Gesichtsmaske auflief, soll nun vier Wochen pausieren. „Er trainiert zwar normal mit, aber im Spiel ist eine solche Maske schon ein Hindernis. Zudem schränkt eine solche Verletzung vielleicht auch nur unbewusst im Zweikampfverhalten ein“, weiß Breu. Für Lacroix soll nun der erst zu Wochenbeginn aus der U23 beförderte Johannes Kühne (Foto) in die Innenverteidigung neben Josef Cinar rücken. „Ich kenne Johannes aus der zweiten Mannschaft und weiß, dass auf ihn absolut Verlass ist.“ Keinesfalls außen vor sieht Breu Nicolas Fernandes: „Auch er hat unbestrittene Qualitäten. Nicht zuletzt hat Johannes aber auch in punkto Kommunikation Vorteile.“ Zuletzt war der 21-Jährige am 13. Spieltag der Vorsaison in der Regionalliga-Elf gegen Borussia Dortmund II (2:1) zum Einsatz gekommen, ehe er sich einige Zeit später zum zweiten Mal in seiner Laufbahn einen Mittelfußbruch zuzog. Obwohl der SVE gegen Saarbrücken remis spielte, indes über weite Strecken überzeugen konnte, verfährt Coach Breu ansonsten getreu dem Motto „Never change a winning team“ und will abgesehen von Kevin Lacroix die gleiche Formation wie am Dienstag auflaufen lassen. Auf der Bank Platz nehmen aus der U23 auch Julian Bidon und Jan Brandscheid. Tim Eckstein ist nach seiner Rekonvaleszenz wieder ins Teamtraining eingestiegen.

Vor Gastgeber Bonner SC hat Reinhold Breu Respekt, aber keine Angst: „Sie haben sich nach Startproblemen längst in der Liga etabliert und ja seit dem achten Spieltag nur noch ein einziges Mal verloren. Erschwerend kommt hinzu, dass Bonn mit Bekim Kastrati in der Winterpause nochmals personell nachgeladen hat und im Angriff noch schwieriger auszurechnen ist. Es wird sicher keine leichte Aufgabe im Sportpark Nord.“ Breu setzt auf eine konzentrierte Abwehrarbeit. „Bonn muss kommen und agieren. Ihnen hilft in einem Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten ein Punkt nicht viel. Wir lauern auf unsere Chance.“ Abwehrspieler Michael Dingels, der auch am Dienstag gegen Saarbrücken kämpferisch ungemein überzeugen konnte, pflichtet seinem Trainer bei: „Wir wollen unbedingt zu Null spielen. Das ist die Grundvoraussetzung, zu punkten. Das sollte uns mit der wieder gewonnenen Moral und der Einsatzfreude von Dienstag auch gelingen.“

Den Treffpunkt am Spieltag hat Cheftrainer Breu für 9.30 Uhr festgesetzt. Nach Mannschaftsbesprechung und einem vorgezogenen Mittagessen (Nudeln und Putenfleisch) setzt sich der SVE-Tross um etwa 10.30 Uhr Richtung Bundesstadt in Bewegung. Rund 150 blau-schwarz-weiße Anhänger dürften der Eintracht im Sportpark Nord den Rücken stärken

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